• 19.02.2018
      07:00 Uhr
      Von deutschen Kaisern Aachen und Speyer | PHOENIX
       

      Über 1.100 Jahre ist es her, dass Karl der Große Aachen zum Mittelpunkt seines Reiches wählte. Auf den Ruinen einer römischen Therme ließ er hier seine Pfalzkapelle errichten. Dieser achtseitige Zentralbau mit seinem sechzehnseitigen Umgang bildet den Kern des heutigen Doms. Karl verdeutlichte mit der Kirche seinen Machtanspruch, Erbe des Römischen Reiches zu sein. Nach seinem Tod verlangte bald der Strom der Pilger nach mehr Raum.

      Montag, 19.02.18
      07:00 - 07:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Über 1.100 Jahre ist es her, dass Karl der Große Aachen zum Mittelpunkt seines Reiches wählte. Auf den Ruinen einer römischen Therme ließ er hier seine Pfalzkapelle errichten. Dieser achtseitige Zentralbau mit seinem sechzehnseitigen Umgang bildet den Kern des heutigen Doms. Karl verdeutlichte mit der Kirche seinen Machtanspruch, Erbe des Römischen Reiches zu sein. Nach seinem Tod verlangte bald der Strom der Pilger nach mehr Raum.

       

      Über 1.100 Jahre ist es her, dass Karl der Große Aachen zum Mittelpunkt seines Reiches wählte. Auf den Ruinen einer römischen Therme ließ er hier seine Pfalzkapelle errichten. Dieser achtseitige Zentralbau mit seinem sechzehnseitigen Umgang bildet den Kern des heutigen Doms. Karl verdeutlichte mit der Kirche seinen Machtanspruch, Erbe des Römischen Reiches zu sein. Nach seinem Tod verlangte bald der Strom der Pilger nach mehr Raum.

      So wurde eine Kapelle nach der anderen dazu gefügt. Im Osten steht dem Oktogon ein Chor vor, welchen gotische Baumeister im 15. Jahrhundert als Raum für den Karlsschrein konstruierten.

      Dieser Film offenbart nicht nur die Geschichte des Domes, sondern auch seine spirituelle Dimension, unter die Karl der Große ihn stellte.

      Der Dom zu Speyer ist die größte heute noch erhaltene romanische Kirche.Die einzigartige Bedeutung des Kaiserdoms wurde 1981 dadurch gewürdigt, dass die UNESCO ihn in die Liste der schützenswerten Weltkulturdenkmäler aufnahm.
      Kaum war er gekrönt, hatte Konrad der Zweite, der erste Salier auf dem Kaiserthron, beschlossen, am Ufer des Rheins einen Dom zu erbauen. In dem bis dahin unbedeutenden Städtchen Speyer sollte der größte Dom der Christenheit entstehen, eine Kathedrale von unvorstellbaren Ausmaßen.

      Um 1027 legte er den Grundstein, geweiht wurde der Dom 1061 unter Heinrich dem Vierten, dem Enkel des Gründers. Zwanzig Jahre später lässt Heinrich der Vierte, der von Speyer aus nach Canossa gezogen war, um sich vom päpstlichen Bann zu lösen, den Dom völlig neu gestalten.

      Der Dom wird zum Vorbild zahlreicher Kirchenbauten des frühen Mittelalters. Mit dem mittelalterlichen Kaisertum ist der Dom zu Speyer eng verknüpft. In der Hallenkrypta, der schönsten Unterkirche der Welt, haben die salischen Kaiser und Könige, staufische und habsburgische Herrscher ihre letzte Ruhe gefunden, eine ganze Dynastie, die über 100 Jahre die Geschicke Europas bestimmte. Über fünf Jahrhunderte lang war der Dom ein unerschütterlicher Zeuge wechselhafter Zeiten.

      1689 in Brand gesetzt und 1794 von französischen Revolutionstruppen verwüstet, konnte 1806 der schon beschlossene Abriss in letzter Sekunde verhindert werden.Allen Zerstörungen und Veränderungen durch die Jahrhunderte hin, allen Umdeutungen und Umbauten zum Trotz: Der Dom zu Speyer, einst das größte Bauwerk der christlichen Welt, ist ein eindrucksvolles Monument romanischer Baukunst, ein einzigartiges Zeugnis mittelalterlicher Vorstellungen, die bedeutendste Hinterlassenschaft der Salier.

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