• 27.02.2020
      19:15 Uhr
      Unterwegs auf dem Ho-Chi-Minh-Pfad Von Xépon bis Ho-Chi-Minh-Stadt | phoenix
       

      In der Region um die Xépon findet man immer noch Blindgänger aus dem Vietnamkrieg. Auf dem Bolaven-Plateau wird Kaffee angebaut. In Kambodscha ernten Wanderarbeiter Kaschunüsse und graben nach Zirkon. In Mondulkiri gibt es ein Heim für ehemalige Arbeitselefanten. In Ho-Chi-Minh-Stadt tüftelt ein Unternehmensgründer an seinem Fahrrad aus Bambus.
      Die junge Laotin Manyam sucht Munitionsreste aus dem Vietnamkrieg. Sie wünscht sich eine Heimat ohne Blindgänger, in der jeder ohne Furcht sein Feld bestellen kann. Millionen Tonnen Streumunition hatten die USA über Laos abgeworfen. Die Gegend um die Stadt Xépôn, in der Manyam mit ihrer ...

      Donnerstag, 27.02.20
      19:15 - 20:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      In der Region um die Xépon findet man immer noch Blindgänger aus dem Vietnamkrieg. Auf dem Bolaven-Plateau wird Kaffee angebaut. In Kambodscha ernten Wanderarbeiter Kaschunüsse und graben nach Zirkon. In Mondulkiri gibt es ein Heim für ehemalige Arbeitselefanten. In Ho-Chi-Minh-Stadt tüftelt ein Unternehmensgründer an seinem Fahrrad aus Bambus.
      Die junge Laotin Manyam sucht Munitionsreste aus dem Vietnamkrieg. Sie wünscht sich eine Heimat ohne Blindgänger, in der jeder ohne Furcht sein Feld bestellen kann. Millionen Tonnen Streumunition hatten die USA über Laos abgeworfen. Die Gegend um die Stadt Xépôn, in der Manyam mit ihrer ...

       

      Der Ho-Chi-Minh-Pfad verbindet Vietnam, Laos und Kambodscha, führt durch waldreiche Gebirge, überquert kraftvolle Flüsse und streift verschlafene und aufstrebende Ortschaften. Die ehemalige militärische Versorgungsroute verzweigt sich zu einem Geflecht aus Wegen, an denen sich manches entdecken lässt. Die junge Laotin Manyam sucht Munitionsreste aus dem Vietnamkrieg. Sie wünscht sich eine Heimat ohne Blindgänger, in der jeder ohne Furcht sein Feld bestellen kann. Millionen Tonnen Streumunition hatten die USA über Laos abgeworfen. Die Gegend um die Stadt Xépôn, in der Manyam mit ihrer Familie wohnt, war besonders stark betroffen. Dort liefen wichtige Versorgungslinien des Ho-Chi-Minh-Pfades zusammen. Das Bolaven-Plateau ist berühmt für seinen Kaffee. Vieng baut drei verschiedene Sorten an, alle in Bio-Qualität. Rund 100 Kilometer weiter südlich liegt Kambodscha, das Land der Khmer. Der Osten war während des Vietnamkrieges von dichtem, unberührtem Wald bedeckt, der den Soldaten auf dem Weg nach Südvietnam Deckung gab. Heute reiht sich hier eine Großplantage von Gummibäumen und Kaschubäumen aneinander. Immer mehr Wanderarbeiter aus dem Westen suchen ihr Glück in Kambodschas Osten, zum Nachteil für die indigene Bevölkerung, die um Landrechte und den Erhalt ihrer Traditionen kämpft. Das Elephant-Valley-Project in Mondulkiri bietet ehemaligen Arbeitselefanten einen Altersruhesitz. Die Grenze zu Vietnam ist nah. Gleich dahinter nimmt der Verkehr zu, die Gebäude werden größer, immer mehr Leuchtreklamen zieren die Fassaden. Nur noch 80 Kilometer bis Ho-Chi-Minh-Stadt. Dort hat ein junger Fahrzeugtechniker den Trend zum Fahrrad entdeckt. In seiner Werkstatt baut er eigene Räder aus Bambus, dem Supergras, das schnell und überall in Vietnam wächst. Ökologisch und erfolgreich will er produzieren. Dafür ist Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnams Millionenmetropole mit dem rasanten Wirtschaftswachstum, genau das richtige Pflaster.

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      Donnerstag, 27.02.20
      19:15 - 20:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 21.02.2020