• 24.12.2019
      21:00 Uhr
      Unbekanntes Afrika Savanne | phoenix
       

      Der zweite Teil der Afrika-Reihe widmet sich einer Landschaft, die zumindest Afrika-Freunde zu kennen glauben: der Savanne, einem der reichhaltigsten Lebensräume der Erde. Dank Bernhard Grzimeks weltberühmtem Klassiker "Serengeti darf nicht sterben" kennt wohl jeder die Bilder von den weiten Graslandschaften, den abertausenden wandernden Gnus und den sie begleitenden Löwen. Kaum ein Afrika-Naturfilm, der sich nicht wieder und wieder dieser zweifelsohne faszinierenden Motive bedient. Wer aber kennt die Geschichte der Siedleragamen, eidechsenähnlichen Tieren, die auf die Gnus warten - nur, um deren mitreisende Fliegen zu fangen? Und s

      Dienstag, 24.12.19
      21:00 - 21:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Der zweite Teil der Afrika-Reihe widmet sich einer Landschaft, die zumindest Afrika-Freunde zu kennen glauben: der Savanne, einem der reichhaltigsten Lebensräume der Erde. Dank Bernhard Grzimeks weltberühmtem Klassiker "Serengeti darf nicht sterben" kennt wohl jeder die Bilder von den weiten Graslandschaften, den abertausenden wandernden Gnus und den sie begleitenden Löwen. Kaum ein Afrika-Naturfilm, der sich nicht wieder und wieder dieser zweifelsohne faszinierenden Motive bedient. Wer aber kennt die Geschichte der Siedleragamen, eidechsenähnlichen Tieren, die auf die Gnus warten - nur, um deren mitreisende Fliegen zu fangen? Und s

       

      ich dabei noch nicht einmal scheuen, ruhenden Löwenpaschas auf dem Rücken herumzutanzen? Doch bevor sich der Film den vielen großen und kleinen tierischen Protagonisten widmet, wirft er einen Blick zurück in die Entstehungsgeschichte der Savannen. Zwei Kontinentalplatten driften unaufhaltsam auseinander und stellen den Kontinent auf eine gewaltige Zerreißprobe. Grandiose Luftaufnahmen lassen deren gewaltiges Ausmaß erahnen. Bis heute verändern Vulkanausbrüche ständig das Gesicht der Landschaft. Doch ohne sie gäbe es keine Savanne - die zunächst todbringende Lava sorgt später durch ihre Düngung für üppiges Grün. Unberechenbar zeigt sich die Savanne nicht nur im Laufe der Jahrhunderte, sondern jedes Jahr aufs Neue. Dürre wechselt mit Flut, Mangel mit Fülle. Eine der dramatischsten Veränderungen wird durch Brände ausgelöst. Mehr als zwei Drittel der Fläche Deutschlands gehen in Afrika alljährlich in Flammen auf. Wer nicht fliehen kann, ist verloren. Doch einige Tiere nutzen die Katastrophe für sich: Drongos, Blauracken und andere Vögel lavieren sich geschickt durch die Flammen und fangen flüchtende Insekten. So verheerend die Brände auch sind - ohne sie hätte das Grasland kaum Chance, sich zu regenerieren. Dürren bedeuten weit größere Katastrophen für das Land und seine Tiere. Ein Kamerateam begleitete eine Elefantenfamilie am Fuße des Kilimandscharo auf ihrer verzweifelten Suche nach Nahrung, nachdem die Regenfälle bereits das dritte Jahr ausgeblieben waren. Hilflos muss eine Elefantenmutter zuschauen, wie ihr Kalb völlig entkräftet seinen letzten Atemzug tut. Die Milch der Elefantenkühe ist längst versiegt, Gras wächst keines mehr, und die trockenen Äste, von denen die Alten notdürftig zehren, können die Kleinen noch nicht verdauen. Die Herde verlor all ihre Kälber in diesem Jahr. Dringend wartet auch eine Kronenadler-Mutter in einem kleinen Sumpfwald am Rande der Savanne. Nur, wenn es pünktlich regnet, kann sie ihr hungriges Küken versorgen. Dann werden abertausende Flughunde aus dem fernen Regenwald des Kongo kommen, um die nun reifenden Früchte zu fressen. Kein anderer Greifvogel geht ein solches Risiko ein - denn bei Beginn der Brut weiß der Adler noch nicht, ob die Flughunde wirklich rechtzeitig eintreffen. Doch wenn die Rechnung aufgeht, wird das Adlerküken gut genährt ins Leben starten können. Auch in dieser Folge haben sich die Macher ihrer Aufgabe, hauptsächlich bislang Unbekanntes zu drehen, erfolgreich gestellt und scheuten dabei weder Zeit noch Mühe. Zweieinhalb Monate suchten sie etwa nach einem Schuhschnabel am Nest - und schlugen sich fast eine Woche lang durch die Sümpfe von Bangweulu, um die Tiere zu filmen. Mit einer ferngesteuerten Kamera allerdings, um die archaisch anmutenden Riesenvögel mit dem gewaltigen Schnabel nicht zu stören. Wieder gelingt es den Filmteams, ihre tierischen Protagonisten einfühlsam zu begleiten und deren Geschichten packend zu erzählen. So erfährt der Zuschauer von Minute zu Minute ein wenig

      mehr, wie es die Tiere meistern, in Ostafrikas Savanne zu überleben - in dieser so faszinierenden Landschaft mit ihren ständig wechselnden Gesichtern.

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      Dienstag, 24.12.19
      21:00 - 21:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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