• 22.04.2018
      17:00 Uhr
      Die Diskussion "Der unheimliche Drache - Wie lange währt der China-Boom?" | PHOENIX
       

      Nicht nur aufgrund seiner gigantischen Größe und seines stetigen Bevölkerungswachstums verzeichnet China eine starke wirtschaftliche Dynamik. Die chinesische Politik weiß die Chancen der wirtschaftlichen Globalisierung zu ihrem Vorteil zu nutzen und kann ihre Beweglichkeit und Ausdauer gezielt einsetzen. Doch wie lange kann das Wachstum weitergehen?

      Darüber diskutiert Moderator Michael Krons mit:

      • Prof. Xuewu Gu, Politikwissenschaftler
      • Bernd Meist, Geschäftsführer Bank of China Deutschland
      • Daniel Caspary, Vorsitzender CDU/CSU-Gruppe im Europaparlament
      • Julia Schnitzler, Geschäftsführerin Straßburger Filter GmbH

      Sonntag, 22.04.18
      17:00 - 18:00 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      VPS 16:59
      Stereo

      Nicht nur aufgrund seiner gigantischen Größe und seines stetigen Bevölkerungswachstums verzeichnet China eine starke wirtschaftliche Dynamik. Die chinesische Politik weiß die Chancen der wirtschaftlichen Globalisierung zu ihrem Vorteil zu nutzen und kann ihre Beweglichkeit und Ausdauer gezielt einsetzen. Doch wie lange kann das Wachstum weitergehen?

      Darüber diskutiert Moderator Michael Krons mit:

      • Prof. Xuewu Gu, Politikwissenschaftler
      • Bernd Meist, Geschäftsführer Bank of China Deutschland
      • Daniel Caspary, Vorsitzender CDU/CSU-Gruppe im Europaparlament
      • Julia Schnitzler, Geschäftsführerin Straßburger Filter GmbH

       

      China ist ein Staat, der über riesige Rohstoffvorkommen verfügt. Die Bodenschätze der ostasiatischen Volksrepublik reichen von Erdgas, Kohle und Eisenherz bis hin zu Uran und Seltenen Erden. Aber nicht nur aufgrund seiner gigantischen Größe und seines stetigen Bevölkerungswachstums verzeichnet das Land eine starke wirtschaftliche Dynamik. Die chinesische Politik weiß die Chancen der wirtschaftlichen Globalisierung vor allem zu ihrem Vorteil zu nutzen und sie kann ihre Beweglichkeit und Ausdauer gezielt einsetzen. Mit dem rasanten weltwirtschaftlichen Aufstieg der Volksrepublik China stellt sich jedoch die Frage, wie lange das Wachstum weitergehen kann - und welche Auswirkungen ein Einbruch für die globalen Märkte hätte.

      Die zentrale und gleichzeitig lokale Dynamik in der Wirtschafts- und Politikentwicklung hat chinesischen Unternehmen in den vergangenen Jahren geholfen, europäische und amerikanische Konzerne in vielen Bereichen zu überholen. Die Regierung fordert lokale Unternehmen aktiv dazu auf, nicht einem fest definierten Standardmodell zu folgen, sondern individuelle, miteinander konkurrierende Modelle zu entwickeln. Im Falle eines Erfolges werden diese Modelle weitgreifender eingesetzt und gewährleisten eine stetige Verbesserung in Unternehmensabläufen. Aus diesem Grund konnten die drei chinesischen Technologiezonen Peking, Shanghai und Suzhou exakt zugeschnittene und unterschiedliche Organisationsstrukturen und Förderstrategien entwickeln. Sie sind damit nicht nur national konkurrenzfähig, sondern stellen auch international dynamische und innovative Standorte dar.

      Zudem formuliert die „Made in China 2025“-Strategie klar definierte Ziele bis 2025, die die heimische Industrie weiter stärken soll. Der inländische Anteil wichtiger Komponenten und Werkstoffe soll in naher Zukunft stark erhöht werden. Besonders Importe im Bereich der IT- sowie Hightech-Industrien sollen weiterhin zurückgeschraubt werden und der Tendenz hin zur zunehmend eigenen Wertschöpfung folgen. Auch qualitativ wird ein Imagewandel weg von günstigen Massenwaren hin zu Innovation und Effizienz angestrebt.

      Für Europa kann das chinesische Wirtschaftsmodell ein Stück weit als Vorbild dienen, da es zeigt, wie sich mehr Raum zur Erprobung neuer wirtschaftlicher Organisationsmuster positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit auswirken kann. Ob das Modell auf andere Staaten angewendet werden kann, ist jedoch fraglich. Zumal die Volksrepublik kaum mit einer Demokratie im westlichen Verständnis zu Vergleichen ist. Auch die Regierung selbst lehnt das Ordnungsmodell der „westlichen Demokratie“ für sich ab. Chinakritische Politiker, Bürgerrechtler sowie westliche Journalisten sehen in dem asiatischen Riesenreich deutliche Defizite bei den Menschenrechten. Den häufigsten Gegenargumenten, dass etwa die Wirkung der Marktwirtschaft als Wegbereiter hin zu einer politischen Neuordnung fungieren werde, stehen sie dabei sehr kritisch gegenüber. Kann das „Modell China“ dennoch als Anstoß für eine Neuauflage der marktwirtschaftlichen Demokratie begriffen werden?

      phoenix-Moderator Michael Krons diskutiert mit:

      • Prof. Xuewu Gu (Politikwissenschaftler Universität Bonn)
      • Bernd Meist (Geschäftsführer Bank of China Deutschland)
      • Daniel Caspary (Vorsitzender CDU/CSU-Gruppe im Europaparlament)
      • Julia Schnitzler (Geschäftsführerin Straßburger Filter GmbH)

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      Sonntag, 22.04.18
      17:00 - 18:00 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      VPS 16:59
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 21.05.2018