• 30.07.2019
      22:15 Uhr
      Städte der Zukunft Von Null auf Zukunft | phoenix
       

      Überall auf der Welt entstehen - aus dem Nichts - neue, futuristische Städte. Als Antwort auf die Energiekrise und angesichts der explosionsartigen Urbanisierung wachsen in Südkorea, China, Saudi-Arabien, Abu Dhabi und auch in Russland heute hypermoderne Metropolen in den Himmel: Prototypen urbaner Lebensräume, voll vernetzt und ökologisch ausgerichtet. Die Konzepte nähren die Hoffnung auf eine nachhaltigere Zukunft, aber sie schüren auch die Angst vor der totalen Überwachung.

      Dienstag, 30.07.19
      22:15 - 23:10 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo

      Überall auf der Welt entstehen - aus dem Nichts - neue, futuristische Städte. Als Antwort auf die Energiekrise und angesichts der explosionsartigen Urbanisierung wachsen in Südkorea, China, Saudi-Arabien, Abu Dhabi und auch in Russland heute hypermoderne Metropolen in den Himmel: Prototypen urbaner Lebensräume, voll vernetzt und ökologisch ausgerichtet. Die Konzepte nähren die Hoffnung auf eine nachhaltigere Zukunft, aber sie schüren auch die Angst vor der totalen Überwachung.

       

      Futuristische Planstädte wie die "Songdo City" in Südkorea, die "Sino-Singapore Tianjin Eco-City" in China oder die "King Abdullah Economic City" in Saudi-Arabien sind Prototypen grüner und supervernetzter Metropolen mit neuester Digitaltechnologie und Umwelttechnik. Die King Abdullah Economic City ist heute noch fast menschenleer, weniger als 300 Familien leben hier. Das Projekt dieser "Wirtschaftsstadt" wurde 2005 von König Abdullah lanciert und soll 2035 abgeschlossen sein. Die neuen Städte, die aus dem Nichts entstehen, sind als umweltfreundliche und energiesparende Lebensräume konzipiert. Eine solche Stadt verbraucht 30 Prozent weniger Ressourcen als eine Metropole wie Paris oder London. Doch sind diese neuen Städte wirklich effizient? Sind sie bewohnbar? Oder sind es letztlich nur urbane Utopien? Für die Städteplaner der Zukunft sind Städte wie Songdo City Zukunftslabors, in denen sie mit modernster IT-Technik unverfälscht und real ihre Innovationen für sogenannte "intelligente» Städte ausprobieren. Gemeinsam mit Technologieunternehmen haben die Koreaner Songdo zur ersten "U-City" der Welt gemacht: zu einer "ubiquitären Stadt", in der alles vernetzt ist. Millionen von Sensoren in der gesamten Infrastruktur, in allen Gebäuden liefern Daten an einen Zentralrechner, der den Großteil der städtischen Dienste so effizient wie möglich steuert. Die Daten werden quasi automatisch in einer Schaltzentrale gesammelt und ausgewertet, wie in einem Science-Fiction-Szenario. Für manche sind diese neuen Städte ein Traum und mögliches Zukunftsmodell. Andere wiederum sehen darin seelenlose Orte, die Orwells Alptraum Wirklichkeit werden lassen. Auch dürfte der gigantische Energieverbrauch, der durch die installierten Technologien verursacht wird, dem ökologischen Gedanken der Städte im Wege stehen.

      Wird geladen...
      Wird geladen...

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 20.10.2019