• 10.01.2020
      18:00 Uhr
      Stadt, Land, Flut Neue Methoden bei Hochwasser | phoenix
       

      Die Flut kommt: In den nächsten 25 Jahren sind in Deutschland siebenmal mehr Menschen von Überflutungen bedroht als heute, belegt eine Studie des Potsdamer Instituts für Klimawandel. Das hat auch mit falschen Strategien zu tun: Jahrelang setzten Städte und Kommunen nur auf höhere, stabilere Dämme, mit dramatischen Folgen, weil sich Wasser immer seinen Weg bahnt. Doch inzwischen setzt vielerorts ein Umdenken ein: „Das Wasser einladen“, lautet die neue Marschrichtung. Vorreiter sind die Niederlande. In Dordrecht wird das Wasser im Falle einer Flut nicht länger mit immer massiveren Dämmen abgehalten.

      Freitag, 10.01.20
      18:00 - 18:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Die Flut kommt: In den nächsten 25 Jahren sind in Deutschland siebenmal mehr Menschen von Überflutungen bedroht als heute, belegt eine Studie des Potsdamer Instituts für Klimawandel. Das hat auch mit falschen Strategien zu tun: Jahrelang setzten Städte und Kommunen nur auf höhere, stabilere Dämme, mit dramatischen Folgen, weil sich Wasser immer seinen Weg bahnt. Doch inzwischen setzt vielerorts ein Umdenken ein: „Das Wasser einladen“, lautet die neue Marschrichtung. Vorreiter sind die Niederlande. In Dordrecht wird das Wasser im Falle einer Flut nicht länger mit immer massiveren Dämmen abgehalten.

       

      Die Stadt macht dem Wasser Platz: Spielplätze, Sportanlagen, ganze Siedlungen sind so angelegt, dass sie bei steigendem Pegel jede Menge Wasser aufnehmen können, ohne dass die Häuser „nasse Füße“ bekommen. Die Domstadt Köln hat ebenfalls aus früheren Hochwassern gelernt. Entlang des Rheins gibt es Schwemmwiesen, die Wasser aufnehmen, spezielle Pumpwerke und mobile Hochwasserwände. Und auch im Elbauetal bei Lenzen in Brandenburg geht man neue Wege in der Hochwasser-Bekämpfung: Dort wurde der alte Deich durchgestochen und dem Fluss so 600 Hektar Land zurückgegeben. Die Folge: Die Natur blüht regelrecht auf und seltene Tier-Arten haben sich hier angesiedelt. Die französische Stadt Nevers hat schon vor Jahren begriffen, dass ein Fluss nicht eingezwängt werden darf. Am Zusammenfluss von Loire und Allier gibt es deshalb eigens eingerichtete Brachflächen, Auenwälder und Sumpfgebiete. Maßnahmen, die den Fluss auch bei Hochwasser berechenbarer und weniger gefährlich machen.

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