• 10.03.2018
      07:15 Uhr
      Russland, mein Schicksal (1/3) Moskau | PHOENIX
       

      Moskau, das unbestrittene Machtzentrum Russlands, steht wie keine andere Stadt für die Größe und Wucht des Riesenreiches. Sie spielte immer eine besondere Rolle, auch zu den Zeiten, als sie nicht die offizielle Hauptstadt war. Im späteren 19. Jahrhundert wurde auch Russland von einer Welle der Modernisierung erfasst. 1918 wurde Moskau wieder Hauptstadt, und 1922 in Moskau die Sowjetunion gegründet. Von Moskau gingen entscheidende Schritte im Wettrüsten des Kalten Krieges aus, aber hier machten sich auch Andersdenkende bemerkbar.

      Samstag, 10.03.18
      07:15 - 08:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Moskau, das unbestrittene Machtzentrum Russlands, steht wie keine andere Stadt für die Größe und Wucht des Riesenreiches. Sie spielte immer eine besondere Rolle, auch zu den Zeiten, als sie nicht die offizielle Hauptstadt war. Im späteren 19. Jahrhundert wurde auch Russland von einer Welle der Modernisierung erfasst. 1918 wurde Moskau wieder Hauptstadt, und 1922 in Moskau die Sowjetunion gegründet. Von Moskau gingen entscheidende Schritte im Wettrüsten des Kalten Krieges aus, aber hier machten sich auch Andersdenkende bemerkbar.

       

      Moskau, das unbestrittene Machtzentrum Russlands, steht wie keine andere Stadt für die Größe und Wucht des Riesenreiches. Sie spielte immer eine besondere Rolle, auch zu den Zeiten, als sie nicht die offizielle Hauptstadt war. Wer Moskau erobert hat, beherrscht Russland - so sah das schon Napoleon, der mit seinen Truppen 1812 immer näher auf die Stadt vorrückte. Zeitzeuge der Schlacht von Borodino war unter anderen ein Deutscher: Anton Wilhelm Nordhof, ein Arzt aus Niedersachsen, der im Dienst des russischen Adels stand. Er erlebte auch mit, wie Moskau unmittelbar nach der verlorenen Schlacht in Flammen aufging, und aus seinen Aufzeichnungen geht hervor, wer die wahren Urheber des Brandes waren.

      Im späteren 19. Jahrhundert wurde auch Russland von einer Welle der Modernisierung erfasst. Die riesenhaften Weiten des Landes sollten erschlossen werden; von Moskau aus begann der Bau der Transsibirischen Eisenbahn. Der erste deutsche Reisende, der die gut 9000 Kilometer lange Strecke erlebte und Sibirien per Eisenbahn durchqueren konnte, war 1903 der Reiseschriftsteller Eugen Zabel aus Königsberg.

      1918 wurde Moskau wieder Hauptstadt, und 1922 in Moskau die Sowjetunion gegründet. Schon bald danach transformierten Ehrgeiz und Wahn eines Herrschers ganz neuer Prägung Moskau und das ganze Land. Stalin, "der Stählerne", betrieb Kollektivierung und Industrialisierung und errichtete ein Terrorregime.

      Der Film erzählt, wie die deutsche Familie Marsmann, die in die UdSSR gekommen war, um eine bessere Welt zu bauen, wie Millionen andere seiner Herrschaft zum Opfer fiel. In der Epoche nach Stalin milderte sich das Regime - und verfolgte doch seine Gegner mit unerbittlicher Härte.
      Von Moskau gingen entscheidende Schritte im Wettrüsten des Kalten Krieges aus, aber hier machten sich auch Andersdenkende bemerkbar. Das blieb den westlichen Medien, die nun auch in Moskau vertreten waren, nicht verborgen. Als der Wissenschaftler Andrej Sacharow vom Atomforscher zum Dissidenten wurde und man ihn zur Strafe verbannte, blieb sein Name in der westlichen Öffentlichkeit präsent. Und als der Reformer Gorbatschow ihn zurück nach Moskau holte, fand auch dies vor laufenden Kameras statt.

      Film von Christian Schulz

      Wird geladen...
      Wird geladen...
      Samstag, 10.03.18
      07:15 - 08:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 21.04.2018