• 02.12.2019
      18:00 Uhr
      Revolution auf dem Teller Anders essen fürs Klima | phoenix
       

      Ein Grillsteak gehört zum Sommer. Viele Menschen aber können Fleisch nicht mehr unbeschwert genießen. Es gilt als Klimakiller. Und so stellt sich die Frage: Darf's ein bisschen weniger sein? 60 Kilogramm Fleisch isst ein Deutscher im Schnitt - pro Jahr. Viel zu viel, sagen Naturschützer und Gesundheitsexperten. Der hohe Fleischkonsum schadet Umwelt, Tier und Mensch. Doch keiner muss ganz auf Fleisch verzichten oder vegan leben, um das Klima zu retten.

      Montag, 02.12.19
      18:00 - 18:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Ein Grillsteak gehört zum Sommer. Viele Menschen aber können Fleisch nicht mehr unbeschwert genießen. Es gilt als Klimakiller. Und so stellt sich die Frage: Darf's ein bisschen weniger sein? 60 Kilogramm Fleisch isst ein Deutscher im Schnitt - pro Jahr. Viel zu viel, sagen Naturschützer und Gesundheitsexperten. Der hohe Fleischkonsum schadet Umwelt, Tier und Mensch. Doch keiner muss ganz auf Fleisch verzichten oder vegan leben, um das Klima zu retten.

       

      Ein Grillsteak gehört zum Sommer. Viele Menschen aber können Fleisch nicht mehr unbeschwert genießen. Es gilt als Klimakiller. Und so stellt sich die Frage: Darf's ein bisschen weniger sein?

      60 Kilogramm Fleisch isst ein Deutscher im Schnitt - pro Jahr. Viel zu viel, sagen Naturschützer und Gesundheitsexperten. Der hohe Fleischkonsum schadet Umwelt, Tier und Mensch. Doch keiner muss ganz auf Fleisch verzichten oder vegan leben, um das Klima zu retten.

      Besseres Fleisch zu essen, dafür aber weniger: Davon wollen Martin Jaser und Manuel Reuss ihre Kunden überzeugen. Das sei gesünder, und dem Tierschutz diene es auch. Beweisen wollen das die beiden mit dem Büffelfleisch, das sie produzieren. Es stammt von Tieren, die ohne das Eingreifen der deutschen Jungunternehmer gleich nach der Geburt getötet worden wären: männliche Büffelkälber, die für die Mozzarella-Produktion in Süditalien nutzlos sind. Nur die Weibchen werden großgezogen, ihrer Milch wegen. "Als wir davon gehört haben, mussten wir etwas tun", sagt Martin Jaser.

      Heute lassen sie die männlichen Büffelkälber aufziehen und vermarkten ihr Fleisch. So haben die Tiere ein Leben vor dem Tod, und die Kunden können ihre Büffel-Burger guten Gewissens genießen. Die sind mit zehn Euro nicht gerade günstig, aber vielleicht, so die Hoffnung, kommen zum Ausgleich ja ein paar billige Supermarkt-Steaks weniger auf den Grill.

      Das wäre gut fürs Klima. Denn billiges Fleisch aus industrieller Massentierhaltung trägt massiv zum Ausstoß von Treibhausgasen bei. Mit über 40.000 Tonnen pro Jahr verursacht die Viehzucht in Deutschland zwei Drittel der klimaschädlichen Emissionen der gesamten Landwirtschaft. Der WWF hat ausgerechnet, dass ein Hamburger mit Pommes 2,48 Kilogramm CO2-Emissionen verursacht, vier Mal so viel wie Spaghetti mit Tomatensauce.

      Auf den Geschmack von Fleisch aber soll keiner verzichten müssen – nur, weil sein Burger nicht vom Rind stammt, sondern aus Erbsen und Rote Bete hergestellt wurde. Das genaue Rezept ist geheim, aber Simeon van der Molens Burger-Patty sieht aus wie Fleisch und "blutet" sogar. "Unser Traum ist, dass pflanzenbasierte Produkte die Fleischindustrie übernehmen und in 20 Jahren kein Tier mehr sterben muss, um als Würstchen zu enden." Er hat sein Unternehmen "Moving Mountains" getauft, denn er will nichts weniger als das: Berge versetzen. Und sein Plan scheint aufzugehen. Der Markt für Fleischersatzprodukte wächst rasant. Klimaschutz ist in aller Munde. Und so dürfte sich künftig öfters die Frage stellen, ob das Grillsteak noch aus Fleisch ist.

      Film von Ulrike Jost und Liv Thamsen

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