• 08.01.2020
      03:00 Uhr
      phoenix history Wilhelm II. | phoenix
       

      Kaisersturz Film von Dirk Kämper und Lothar Machtan Im Herbst vor 100 Jahren brach in Deutschland die Monarchie zusammen und die Republik wurde ausgerufen. Der Film erzählt den Showdown zwischen dem alten Regime und den erstarkenden demokratischen Kräften von September bis zum 9. November 1918. Sylvester Groth spielt Kaiser Wilhelm II. und Sunnyi Melles Kaiserin Auguste Viktoria. Gedreht wurde an Originalschauplätzen. Fachberater und Co-Autor ist der Historiker Prof. Dr. Lothar Machtan. Der 9. Nov

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 08.01.20
      03:00 - 06:00 Uhr (180 Min.)
      180 Min.
      Stereo

      Kaisersturz Film von Dirk Kämper und Lothar Machtan Im Herbst vor 100 Jahren brach in Deutschland die Monarchie zusammen und die Republik wurde ausgerufen. Der Film erzählt den Showdown zwischen dem alten Regime und den erstarkenden demokratischen Kräften von September bis zum 9. November 1918. Sylvester Groth spielt Kaiser Wilhelm II. und Sunnyi Melles Kaiserin Auguste Viktoria. Gedreht wurde an Originalschauplätzen. Fachberater und Co-Autor ist der Historiker Prof. Dr. Lothar Machtan. Der 9. Nov

       

      ember 1918 ist ein entscheidender Wendepunkt unse-rer Geschichte, der jedoch in der Erinnerung heute nicht den Stellenwert hat, den er verdient. 2018 ist es hundert Jahre her, dass die Monarchie in Deutschland zusammenbrach und die Republik ausgerufen wurde. Könige und Fürsten, allen voran Kaiser Wilhelm II., dankten ab und räumten ihre Throne. Den sozial-demokratischen Kräften, die der Hohenzollern-Monarch einst als "vaterlandslos" tituliert hatte, fiel die "Konkursmasse" des versin-kenden Kaiserreiches zu. Vorausgegangen war ein dramatischer Machtkampf zwischen Militärs, Politikern und dem Adel um das Schicksal des monarchischen Systems vor dem Hintergrund der nahenden Kriegsniederlage. Es handelt sich um einen Schlüsselmoment der deutschen Geschichte. Der 90-minütige Film "Kaisersturz" spiegelt die dramatischen Wochen von September 1918, als führende Generäle dem Kaiser die nahende militärische Niederlage des deutschen Heeres offenbarten, bis zur Flucht Wilhelms ins holländische Exil am Abend des 9. Novembers. Dazwischen liegt das verzweifelte Bemühen diverser Kräfte, die Monarchie durch eine Aufwertung der Volksvertretung und die Einbeziehung der Sozialdemokraten zu retten. Am 9. November aber musste SPD-Chef Friedrich Ebert eingestehen, dass sein Plan, zumindest eine parlamentarische Monarchie zu erhalten, gescheitert war. Sie sollte der gespaltenen Nation als verbindende Klammer dienen. Es ist aber auch der Tag, an dem der Sozialist Karl Liebknecht vergeblich versuchte, ein Rätesystem nach sowjetischem Muster zu errichten. Am Ende war es dann die Sternstunde Philipp Scheidemanns, der vom Balkon des Reichstages aus die demokratische Republik hochleben ließ.   Da sich das politische Geschehen hinter den Kulissen abspielte und das zeitgenössische Filmmaterial nur einen Teil der Ereig-nisse vor Augen führen kann, haben wir uns - nach den Porträts über Luther (2017) und Marx (2018) - auch diesmal für ein Doku-drama entschieden. Es verbindet die Darstellungsform des Spiel-films mit dokumentarischen Elementen, immer wieder werden historische Bildsequenzen eingewoben.Der Historiker Lothar Machtan gilt als ausgewiesener Kenner und Chronist jener historischen Wendezeit und hat eine neue Publikation zum "Kaisersturz" verfasst. Gemeinsam mit Autor Dirk Kämper hat er das Drehbuch geschrieben. Regisseur Christoph Röhl ve

      rdichtete die historischen Momentaufnahmen zu erhellenden Charakterstudien.Renommiert besetzt mit Schauspielerinnen und Schauspielern wie Sylvester Groth als Kaiser Wilhelm II., Sunnyi Melles als Kaiserin Auguste Viktoria, Christian Redl als Friedrich Ebert und Hubertus Hartmann als Prinz Max von Baden, blickt der Film hinter die Kulissen der Zeitenwende.Anhand von Hauptakteuren gegensätzlicher Lager führt das Dokudrama "Kaisersturz" vor Augen, unter welch dramatischen Bedingungen sich der Übergang von der Monarchie zur Republik im November 1918 vollzog, welche Bürden der jungen deutschen Demokratie damit aufgeladen wurden und warum sie von Beginn an so fundamental umstritten war.
      Kaiser a. D. - Wilhelm II. im Exil Film von Dagmar Wittmers Er war der letzte Kaiser. Man warf Wilhelm II. vor, einen Krieg angezettelt zu haben. Für ihn aber schlimmer, er hat diesen Krieg verloren und muss ins Exil. Er will mit allen Mitteln zurück auf den Thron. Er wechselt die Taktik. Er geht unheilvolle Allianzen ein - und wird endgültig ein Totengräber der Monarchie in Deutschland. Das Leben nach dem Thron - das Leben im Exil -dauerte über 20 Jahre. Es war ein abgrundtiefer öffentlicher Abstieg: Vom mächtigsten Mann der Welt zum Exilmonarchen ohne Reich. 23 Jahre verbringt der letzte deutsche Kaiser in seinem Exil in Holland. Holzfällen und Rosenzucht sind sein Zeitvertreib. Doch sein politisches Leben ist mit der Flucht vor 100 Jahren, im November 1918, nicht vorbei. Der Kampf um seine Rückkehr auf den Thron gibt er nie auf. Ihn treibt die Überzeugung, nur er kann Deutschland führen. Wilhelm II. beruft sich auf seine Geburt und auf sein Gottesgnadentum. Er wechselt die Taktik und sucht verzweifelt immer neue Verbündete. Dabei geht er unheilvolle Allianzen ein. In "Huis Doorn" - seinem letzten Wohnsitz - blieb die Zeit stehen: Unverändert sind alle Räume so eingerichtet geblieben, wie zu seinen Lebzeiten. Ein Exilhofstaat, konserviert als Museum. Der Film erzählt an den Originalschauplätzen in Holland, mit außergewöhnlichen Filmaufnahmen aus den Exiljahren Wilhelm II. und nutzt dabei Briefe und Tagebuchaufzeichnungen. So entsteht die Geschichte eines Mannes, der mit allen Mitteln seine Macht zurückerlangen will. Der britische Historiker John C.G. Röhl und Aurelie Pahud de Mortanges, eine der letzten Zeitzeuginnen, die Wilhem II. noch persönlich kannten, kommen zu Wort.
      Kaiserkinder Film von Annette von der Heyde Sie waren geboren für eine Welt, die es bald nicht mehr geben sollte: die Kinder von Kaiser Wilhelm II.: Sechs Söhne und eine Tochter zwingt das Ende der Monarchie zu einem schweren Neuanfang. In der Weimarer Republik verlieren die "Kaiserkinder" ihre privilegierte Existenz. Zwei Scheidungen und ein Selbstmord erschüttern die Familie. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlieren sie auch noch ihr Vermögen. Es ist der Sturz in die Bedeutungslosigkeit. Die Dokumentation folgt der Lebensspanne der "Kaiserkinder" vom Kaiserreich bis in die junge Bundesrepublik.
      In "phoenix history" erinnern wir an herausragende historische Ereignisse und Entwicklungen, mit deren Vermittlung und Einordnung phoenix einen wichtigen Beitrag zur Meinungsbildung leistet. Von der Antike bis zur aktuellen Zeitgeschichte spannt sich der Erinnerungsbogen. Auf diesen historischen Zeitreisen zeigen wir klassische Dokumentationen, Reportagen im Stil einer historischen Spurensuche bis hin zu großen zeitgeschichtlichen Doku-Dramen. Mit dieser Vielfalt der Formen wollen wir komplexe Themen besser verständlich machen.

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      03:00 - 06:00 Uhr (180 Min.)
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