• 20.08.2019
      14:15 Uhr
      phoenix history Ostfrauen | phoenix
       

      Dokumentationen in der Sendung:

      • Ostfrauen (1/3) - Wege zum Glück / Film von Lutz Pehnert und Antje Schneider
      • Ostfrauen (2/3) - Wege zur Macht / Film von Lutz Pehnert und Antje Schneider
      • Ostfrauen (3/3) - Weg vom Herd / Film von Lutz Pehnert und Antje Schneider

      Dienstag, 20.08.19
      14:15 - 16:30 Uhr (135 Min.)
      135 Min.
      Stereo

      Dokumentationen in der Sendung:

      • Ostfrauen (1/3) - Wege zum Glück / Film von Lutz Pehnert und Antje Schneider
      • Ostfrauen (2/3) - Wege zur Macht / Film von Lutz Pehnert und Antje Schneider
      • Ostfrauen (3/3) - Weg vom Herd / Film von Lutz Pehnert und Antje Schneider

       
      • Ostfrauen (1/3) - Wege zum Glück, Film von Lutz Pehnert und Antje Schneider

      Sie machen Karriere, nicht nur in der Politik, sie meistern Beruf und Familie, weil sie es nicht anders kennen, sie pfeifen auf Emanzipation, weil sie schon emanzipiert sind. Ostfrauen - eine Spurensuche zwischen Legende und Wirklichkeit.
      Während in der Bundesrepublik Jahrzehnte vor, aber auch Jahrzehnte nach dem Fall der Mauer die Rolle der Frau in der Gesellschaft immer wieder thematisiert wird, galten die Frauen der untergegangenen DDR schon 1990 als gleichberechtigt und die Emanzipation eigentlich als abgeschlossen. Doch in der DDR gab es verschiedene Frauenbilder, ein von oben verordnetes und ein im Alltag gelebtes. Die Frauen haben sich ihre Emanzipation nicht erkämpft, sie war in der DDR Staatsdoktrin. Der Staat unterstützte Mütter mit kostenloser Kinderbetreuung, mit gleichem Lohn oder einem monatlichen Haushaltstag. Im Ergebnis arbeiteten die Frauen doppelt so hart, kümmerten sich um die Kinder und um den Haushalt – die Vollzeitstelle kam obendrauf. Doch ansehen durfte man ihnen den Stress nicht, die Frau im Sozialismus zeigte Stärke, Fleiß und Opferbereitschaft – und klagte nicht über die Mehrfachbelastung. Das prägt, bis heute.

      • Ostfrauen (2/3) - Wege zur Macht, Film von Lutz Pehnert und Antje Schneider

      Unterschiede im Rollenbild und im Rollenverhalten zwischen Ost- und Westfrauen sind bis heute gewaltig. Am Abend der jüngsten Bundestagswahl wurde das Phänomen öffentlich: Neben Bundeskanzlerin Merkel sitzen Katja Kipping von der Linkspartei und Katrin Göring-Eckardt von den Grünen in der sogenannten „Elefantenrunde“. Auf den anderen Sendern ein ähnliches Bild: Manuela Schwesig, Sahra Wagenknecht, Frauke Petry kommentieren die Wahlergebnisse. Alle diese Frauen haben ostdeutsche Biografien.
      Was bei der Deutschen Einheit und in den Jahren danach eher als Kuriosität betrachtet oder einfach abgetan wurde, wird hier offensichtlich: Es gibt wenig, bei dem Ost und West sich so stark im Alltag unterscheiden wie bei der gesellschaftlichen Rolle und dem Selbstverständnis der Frauen. Wenn Frauen so unterschiedlich sozialisiert sind, so unterschiedliche Prägungen in ihren Biografien haben – wie wirkt sich das aus auf den Wegen zur Macht? Was passiert, wenn sie dann Meinungsträgerinnen sind, bedeutsame Vorbilder, Gesetze erlassen, Unternehmen führen – ja sogar ein ganzes Land regieren? Und wo wäre die Frauen- und Familienpolitik in Deutschland heute, hätte die alte Bundesrepublik mit der Wiedervereinigung nicht auch Millionen Ostfrauen mit ihrem ganz eigenen Selbstverständnis dazubekommen.

      • Ostfrauen (3/3) - Weg vom Herd, Film von Lutz Pehnert und Antje Schneider

      "Ostfrauen - weg vom Herd" ist der dritte Teil in der RBB/MDR-Reihe "Ostfrauen" und erzählt vom Arbeitsleben ostdeutscher Frauen. In Spitzenzeiten verdienten mehr als 90% von ihnen ihr eigenes Geld. Das war einmalig in der Welt. Und in der DDR-Verfassung stand festgeschrieben: "Mann und Frau sind gleichberechtigt." - Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall wollen viele ostdeutsche Frauen ganz selbstverständlich einen Fulltimejob. Gehen acht Stunden zur Arbeit und halten sich trotzdem für gute Mütter - häufiger als in Westdeutschland, wie neueste Studien zeigen. Und wenn Ostdeutsche in Wirtschaft oder Politik in Führungspositionen sitzen, dann sind das meistens Frauen, und in manchen Regionen Ostdeutschlands verdienen sie sogar mehr als ihre Männer.
      Aber fühlen sich berufstätige Frauen im Osten tatsächlich gleichberechtigter als die Frauen im Westen? Was machen sie anders? Woher kommt dieser zwanglose Umgang mit Karriere und Kind? Und was ist mit den Töchtern und Enkelinnen, wie stark hat sie die Geschichte ihrer Mütter geprägt?

      In „phoenix history“ erinnern wir an herausragende historische Ereignisse und Entwicklungen, mit deren Vermittlung und Einordnung phoenix einen wichtigen Beitrag zur Meinungsbildung leistet. Von der Antike bis zur aktuellen Zeitgeschichte spannt sich der Erinnerungsbogen. Auf diesen historischen Zeitreisen zeigen wir klassische Dokumentationen, Reportagen im Stil einer historischen Spurensuche bis hin zu großen zeitgeschichtlichen Doku-Dramen. Mit dieser Vielfalt der Formen wollen wir komplexe Themen besser verständlich machen.

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