• 22.07.2021
      06:30 Uhr
      mein ausland Simbabwe - Trophäenjagd für den Tierschutz? | phoenix
       

      Großwildjäger auf Trophäenjagd, in Pose neben erschossenen Elefanten oder Löwen. Sofort hagelt es Kritik. Doch es gibt auch Chancen für den Natur- und Artenschutz. Die Hass-Kommentatoren im Netz sind sich einig: Trophäenjagd ist verwerflich, unmoralisch und absolut unnötig. Doch ist es wirklich so einfach? Es gibt Jagdprojekte, die bedrohten Arten das Überleben garantieren. Gutes Management vorausgesetzt.

      Donnerstag, 22.07.21
      06:30 - 07:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Großwildjäger auf Trophäenjagd, in Pose neben erschossenen Elefanten oder Löwen. Sofort hagelt es Kritik. Doch es gibt auch Chancen für den Natur- und Artenschutz. Die Hass-Kommentatoren im Netz sind sich einig: Trophäenjagd ist verwerflich, unmoralisch und absolut unnötig. Doch ist es wirklich so einfach? Es gibt Jagdprojekte, die bedrohten Arten das Überleben garantieren. Gutes Management vorausgesetzt.

       

      Im Südosten von Simbabwe liegt Sango, ein privates Wildreservat. Eigentümer ist der Hamburger Kaufmann Wilfried Pabst. Der Betri go wird zu 60 Prozent durch die sogenannte nachhaltige Nutzung finanziert, das heißt: Trophäenjagd. Pabst wurde dafür bereits angefeindet, aber zu Recht? Das Konzept auf Sango lautet: einzelne Tiere schießen, um mit den Einnahmen die übrigen Tiere zu schützen.

      Pabst ist mit seinem Modell so erfolgreich, dass er auf Sango von vielen Tierarten inzwischen einfach zu viele  hat - gemessen an der Größe des Landes. Vor allem die Elefanten sind ein Riesen-Problem. Die grauen Giganten fressen etwa 20 Stunden am Tag und zerstören ihren eigenen Lebensraum. Pabst muss die Zahl reduzieren, um das Habitat zu schützen. Er bekommt die Genehmigung, 100 Elefanten zu töten - doch er liebt seine Tiere und sucht nach Alternativen. Dann bietet sich ihm ein überraschender Ausweg.

      Hunderte Kilometer weiter nördlich liegt Rifa, malerisch am Sambesi-Fluss. Der Nürnberger Geschäftsmann Ralph Koczwara hat das Land gepachtet. Er hat eine spektakuläre Idee. Die Elefanten sollen umziehen. Es beginnt ein einzigartiges Rettungsmanöver. Wie transportiert man eine ganze Elefantenfamilie?

      Sandra Theiß begleitet die Umsiedlung der Elefanten und fragt nach, welchen Nutzen die Trophäenjagd in Afrika für den Tierschutz haben kann.

      Film von Sandra Theiß

      In "mein ausland" berichten ARD- und ZDF-Korrespondenten über ihre Eindrücke, Erlebnisse und Besonderheiten in "ihren" Ländern und Regionen: Ob die langen Sandstrände von Marokko, das Lebensgefühl in Brooklyn oder der bedrohte Regenwald am Amazonas - "mein ausland" zeigt die Vielfalt der Kontinente und Länder. Auch Krisenregionen werden besucht, die politische Situation beleuchtet, die Menschen in ihrem Alltag begleitet. Die 45-minütigen Reportagen werden exklusiv für phoenix produziert. Sie bieten tiefe Einblicke in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft anderer Länder und Kontinente und helfen, die politischen Ereignisse und Krisen in der Welt besser zu verstehen.

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