• 18.07.2019
      05:45 Uhr
      mein ausland: Büffeln im Busch Eine Reportage von Thomas Denzel | phoenix
       

      „Sic itur ad astra“ - lasst uns nach den Sternen greifen, nach Großem streben, das ist das Motto des „Falcon College“, einer der prestigeträchtigsten Schulen in Simbabwe. Als das Internat in der damaligen britischen Kolonie Rhodesien als reines Jungen-Internat gegründet wurde, galt das Schulmotto ausschließlich für Weiße. Die Sprösslinge der weißen Unterdrücker, meist Großfarmer, die die Vorherrschaft über die schwarze Bevölkerung eisern verteidigten. Dazu gehörte auch, dass die Schüler des Internats nach Art der englischen Oberschicht unterrichtet wurden. Seitdem ist viel passiert.

      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 18.07.19
      05:45 - 06:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      „Sic itur ad astra“ - lasst uns nach den Sternen greifen, nach Großem streben, das ist das Motto des „Falcon College“, einer der prestigeträchtigsten Schulen in Simbabwe. Als das Internat in der damaligen britischen Kolonie Rhodesien als reines Jungen-Internat gegründet wurde, galt das Schulmotto ausschließlich für Weiße. Die Sprösslinge der weißen Unterdrücker, meist Großfarmer, die die Vorherrschaft über die schwarze Bevölkerung eisern verteidigten. Dazu gehörte auch, dass die Schüler des Internats nach Art der englischen Oberschicht unterrichtet wurden. Seitdem ist viel passiert.

       

      „Sic itur ad astra“ - lasst uns nach den Sternen greifen, nach Großem streben, das ist das Motto des „Falcon College“, einer der prestigeträchtigsten Schulen in Simbabwe. Als das Internat in der damaligen britischen Kolonie Rhodesien als reines Jungen-Internat gegründet wurde, galt das Schulmotto ausschließlich für Weiße. Die Sprösslinge der weißen Unterdrücker, meist Großfarmer, die die Vorherrschaft über die schwarze Bevölkerung eisern verteidigten. Dazu gehörte auch, dass die Schüler des Internats nach Art der englischen Oberschicht unterrichtet wurden.

      Seitdem ist viel passiert. Aus Rhodesien wurde Simbabwe, die Weißen verloren die politische Macht, der neue starke Mann Robert Mugabe vertrieb viele weiße Großfarmer von ihrem Land. Im Jahr 2017 musste auch er gehen. Das Falcon College aber gibt es immer noch. Und es hat sich gewaltig gewandelt. Schwarze und Weiße gehen hier nun gemeinsam zur Schule - auch Kinder aus armen Verhältnissen, für die die Schule Stipendien anbietet. Zum Beispiel für Leon Misichili: „Ich muss hart arbeiten“, sagt der Sohn aus einer armen schwarzen Familie. „Ich habe diese Chance hier am College bekommen, und ich muss sie nutzen.“

      Leon bekam ein Stipendium, weil er ein hervorragender Rugby-Spieler ist, und die Schule ihn in ihrer Mannschaft wollte. Am Internat trifft er auf weiße Mitschüler wie Stephen Freeth - dessen Familie wurde gewaltsam von ihrer Farm verjagt, aber trotzdem hat er nicht den Glauben an eine Zukunft in Simbabwe verloren.

      Heute will das Falcon College Werte wie Toleranz und Demokratie vermitteln - in einem Land, in dem es nach wie vor Spannungen zwischen den Hautfarben gibt, in dem es auch bei der ersten Wahl nach der Diktatur Robert Mugabes Gewalt und Einschüchterungen gab. Im Falcon College im südlichen Simbabwe gehen die zur Schule, die vermutlich die Zukunft des Landes mitbestimmen werden.

      Thomas Denzel und sein Team porträtieren das College. Ein traditionsreicher Kosmos, der sich aber auch angleicht an eine Welt, die sich massiv verändert hat. Geblieben ist: Die Schüler greifen nach wie vor nach den Sternen - getreu dem Motto der Schule. Ohne diesen Geist wäre die Schule wohl längst an den Veränderungen Simbabwes zerbrochen.

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      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 18.07.19
      05:45 - 06:30 Uhr (45 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 22.10.2019