• 12.05.2019
      23:15 Uhr
      Mein Ausland: Hongkong Chinas Tor zur Welt | phoenix
       

      Eine Dschunke mit roten Segeln bringt die Besucher in die Stadt - wie früher die Piraten. Hongkong ist die von Touristen meistbesuchte Metropole Asiens, eine quirlige Stadt der Gegensätze. Sie zählt zu den am dichtesten besiedelten Orten der Welt, Wohnraum ist hier exorbitant teuer. Viele Wohnungen in Hongkong sind in winzig kleine Abteile aufgegliedert. Hier leben Menschen wie der Lehrer Chen, der auf fünf Quadratmetern nicht nur wohnt, sondern auch arbeitet. Nachmittags drängen sich regelmäßig Studenten in die winzige Wohnung.

      Sonntag, 12.05.19
      23:15 - 00:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Eine Dschunke mit roten Segeln bringt die Besucher in die Stadt - wie früher die Piraten. Hongkong ist die von Touristen meistbesuchte Metropole Asiens, eine quirlige Stadt der Gegensätze. Sie zählt zu den am dichtesten besiedelten Orten der Welt, Wohnraum ist hier exorbitant teuer. Viele Wohnungen in Hongkong sind in winzig kleine Abteile aufgegliedert. Hier leben Menschen wie der Lehrer Chen, der auf fünf Quadratmetern nicht nur wohnt, sondern auch arbeitet. Nachmittags drängen sich regelmäßig Studenten in die winzige Wohnung.

       

      Hongkong ist die von Touristen meistbesuchte Metropole Asiens - eine quirlige Stadt der Gegensätze. Für China-Korrespondentin Christine Adelhardt die spannendste Stadt Chinas. Die Dschunke mit roten Segeln bringt sie wie früher die Piraten in die Stadt. Die Skyline verrät viel über Hongkong. Die Stadt zählt zu den am dichten besiedeltsten Orten der Welt, Wohnraum ist extrem teuer. Viele Wohnungen sind daher in winzige Kleinstabteile aufgeteilt. Hier leben Menschen wie der Lehrer Chen, der auf fünf Quadratmetern nicht nur wohnt, sondern auch arbeitet. Am Nachmittag stürmen regelmäßig auch noch Studenten in die Miniwohnung. Mit sieben Personen und hunderten Büchern auf fünf Quadratmetern diskutieren? In Hongkong kein Problem. Das Kamerateam muss halt durch die geöffnete Tür filmen - denn für das Team ist nun wirklich kein Platz mehr.

      Das ist im luftigen Appartment von Gary Chang, dem berühmten Hongkonger Architekten, überhaupt kein Problem. Nicht, dass es mit 32 Quadratmetern über viel Raum verfügen würde, doch Chang, der Meister der Miniwohnung, schafft auf kleinstem Raum tatsächlich unterschiedliche Zimmer. "Weniger Raum braucht nur mehr Ideen", sagt er. Und zeigt Christine Adelhardt, wie in seinem goldgelben Einzimmerappartment ein Wohlfühl-Bad, die moderne Sitzlandschaft, die schicke Küche, massenhaft Schränke und natürlich das Kingsize-Bett am Fenster problemlos unterzubringen sind. Nach dem Besuch bei ihm wissen wir, warum er so gefragt ist. Der Platzmangel Hongkongs ist durch seine Lage begründet. Das Herz von Hongkong liegt auf einer hügeligen Insel. Die Höhenunterschiede ermöglichen spektakuläre Blicke, machen aber das Leben nicht ganz einfach. Die ganze Stadt ist von Treppen und Fußgängerbrücken durchzogen. Ein Muss für Besucher ist die berühmteste und längste überdachte Rolltreppe der Welt: Über 800 Meter zieht sie sich durch die Stadt. Morgens geht es von den Appartements auf dem Hügel zu den Büros hinab, abends wieder hinauf. Am Rand der Rolltreppe ist eine eigene kleine Welt entstanden: Restaurants, Läden, was man so braucht auf dem Heimweg.

      Wer wenig Platz hat, geht zum Essen gerne aus. Und Hongkongs Küche ist berühmt für ihre Vielfalt und Kreativität. Aber auch für die ganz traditionellen Gerichte - wie Schlangensuppe. Christine Adelhardt schwankt zwischen Neugier und Abscheu. Schlange essen? Gehört in Hongkong dazu. Wie alles in den dortigen Küchen muss auch die Schlangensuppe absolut frisch auf den Tisch gebracht werden. Beim Interview mit dem Schlangenkoch stellt sich heraus: Die Schlangen werden in den Hinterzimmern der Restaurants gehalten - eine echte Mutprobe für die China-Korrespondentin. Wer zu Hause kocht, lässt in der Regel kochen. Viele Hongkonger beschäftigen Hauspersonal. Das ist die Schattenseite der pulsierenden Glitzerstadt. Nicht nur die Superreichen haben Hausmädchen, auch ganz normale Mittelstandsfamilien können dem Arbeitsdruck der Stadt nur standhalten, wenn der Haushalt in den Händen einer mittellosen Philippina oder Inderin liegt. Ein Heer von Maids, vor allem von den Philippinen, hält den Familienalltag in Gang. Christine Adelhardt besucht Armela von den Philippinen, die für die Schulbildung ihrer Tochter ein hartes Leben in der Fremde auf sich nimmt. Jeden Sonntag treffen sich die philippinischen Maids in den Grünanlagen von Hongkong, weil sich gemeinsam das Heimweh ein bisschen leichter ertragen lässt. Die Flucht aus dem Alltag zieht die Menschen auch in den berühmten Hongkkong Jockey Club. Hier träumen die einfachen Menschen vom großen Reichtum - durch den sicheren Tipp auf den Rennsieger. Die Umsätze bei den Pferdewetten sind sagenhaft, der Jockey Club ist Hongkongs größter Steuerzahler. Gemanagt wird die Pferde-, Wett- und Jobmaschine von einem Deutschen. Ein hochspannender Job. Jeden Mittwochabend kommen Tausende auf die Pferderennbahn mitten in der Stadt. Ein Treffpunkt für Jedermann, denn schon für einen Euro kann man einen Wettschein kaufen und vom großen Glück träumen.

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