• 02.04.2018
      15:30 Uhr
      Mein Ausland: Der Zauber Arabiens Unterwegs in Oman, Abu Dhabi und Irak | PHOENIX
       

      Auf den Spuren des IS in Syrien, unterwegs in Ägypten, Saudi-Arabien oder dem Irak – als Sonderkorrespondent der ARD für die arabische Welt berichtet Thomas Aders aus dem Nahen Osten, einer ziemlich explosiven Weltregion. In „Der Zauber Arabiens“ bietet er nun, jenseits des Nachrichtenalltags, faszinierende Einblicke in eine Region der Extreme.

      Montag, 02.04.18
      15:30 - 16:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Auf den Spuren des IS in Syrien, unterwegs in Ägypten, Saudi-Arabien oder dem Irak – als Sonderkorrespondent der ARD für die arabische Welt berichtet Thomas Aders aus dem Nahen Osten, einer ziemlich explosiven Weltregion. In „Der Zauber Arabiens“ bietet er nun, jenseits des Nachrichtenalltags, faszinierende Einblicke in eine Region der Extreme.

       

      Auf den Spuren des IS in Syrien, unterwegs in Ägypten, Saudi-Arabien oder dem Irak – als Sonderkorrespondent der ARD für die arabische Welt berichtet Thomas Aders aus dem Nahen Osten, einer ziemlich explosiven Weltregion. In „Der Zauber Arabiens“ bietet er nun, jenseits des Nachrichtenalltags, faszinierende Einblicke in eine Region der Extreme.

      In Abu Dhabi gilt die Leidenschaft vieler Männer den Falken. Aqaab hat zwar auch eine Arbeit, aber spätestens um 15 Uhr geht´s raus in die Wüste, wo er mit Freunden seine wahre Begeisterung pflegt: die Falknerei. Der Mann aus Abu Dhabi ist zwar verheiratet und hat Kinder, aber die müssen hintanstehen. Von September bis März sind die Falken das Wichtigste in seinem Leben. Sheeba, sein Lieblingsfalke, wohnt sogar bei ihm zuhause. Die Raubvögel sind in den Vereinigten Arabischen Emiraten weit mehr als nur ein Hobby. Aqaabs Onkel erzählt, dass er selbst noch in der Wüste gelebt hat. Damals hing das Leben vieler von den Falken ab, denn sie jagten das Essen für die Beduinen. Heute haben alle Falkner Geld genug, um alles, was sie sich wünschen, zu kaufen. Aber sie wollen die Tradition hochhalten, die früher überlebenswichtig war. Der Beduinensohn Aqaab hat ARD-Korrespondent Thomas Aders mit in die Wüste genommen zur Falkenjagd.

      Oman ist Traumziel für Touristen aus der sengenden Hitze arabischer Länder. Nieselregen, Nebel, dunkle Wolken - die Gäste sind begeistert. „So ein schönes Wetter, das haben wir noch nirgendwo erlebt“, schwärmt eine Besucherin aus Saudi-Arabien unter ihrem Regenschirm. Ein Tiefdruckgebiet sorgt für Hochgefühle bei den Wüstensöhnen und –töchtern aus den Emiraten, Kuwait, Bahrain und Katar, die genau wegen des für uns schlechten Wetters zwischen Juni und September in Scharen anreisen. Dann streifen die Ausläufer des asiatischen Südwestmonsuns die Provinz Dhofar, und es regnet mehr als auf dem Rest der arabischen Halbinsel über Jahre. Drei Monate lang ein herrliches Spitzen-Sauwetter, während die Daheimgebliebenen gerade unter glutheißen 47, 48 Grad stöhnen. Die arabischen Oman-Touristen lassen sich das schöne schlechte Wetter auch gerne etwas kosten. Die Hotels sind in der Regenperiode ausgebucht und die Preise steigen. Egal, Hauptsache Abkühlung.

      Der Garten Eden liegt im Irak. Zumindest biblisch gesehen. Eine riesige Sumpflandschaft im Mündungsgebiet von Euphrat und Tigris. In der Nähe der Stadt Basra. Anfang der 90er Jahre ließ Saddam Hussein das Marschland trocken legen, als Rache für den schiitischen Aufstand gegen seine Diktatur. Die Lebensgrundlage der Bauern und Fischer war zerstört. Nach dem Sturz Saddams fingen die Anwohner an, die Landschaft zu renaturieren. Heute gibt es wieder Schilfsümpfe, Wasserbüffel, Fisch und eine bescheidene Landwirtschaft. Das Paradies kehrt langsam zurück.

      Film von Thomas Aders

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