• 01.04.2018
      23:15 Uhr
      Land ohne Glauben? Film von Kai Voigtländer | PHOENIX
       

      Im Osten Deutschlands auf dem Gebiet der früheren DDR ist das Christentum ein verschwindendes Phänomen. Religionssoziologen sprechen gar von einer der "gottlosesten Regionen der Welt". In Sachsen-Anhalt gehören 83 Prozent der Einwohner keiner christlichen Kirche mehr an, in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind es jeweils knapp 80 Prozent. Und dass Religion und Kirche wichtig oder sehr wichtig für das eigene Leben sind, dem stimmen in Ostdeutschland gerade noch zehn Prozent der Bevölkerung zu.

      Sonntag, 01.04.18
      23:15 - 00:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Im Osten Deutschlands auf dem Gebiet der früheren DDR ist das Christentum ein verschwindendes Phänomen. Religionssoziologen sprechen gar von einer der "gottlosesten Regionen der Welt". In Sachsen-Anhalt gehören 83 Prozent der Einwohner keiner christlichen Kirche mehr an, in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind es jeweils knapp 80 Prozent. Und dass Religion und Kirche wichtig oder sehr wichtig für das eigene Leben sind, dem stimmen in Ostdeutschland gerade noch zehn Prozent der Bevölkerung zu.

       

      Im Osten Deutschlands auf dem Gebiet der früheren DDR ist das Christentum ein verschwindendes Phänomen. Religionssoziologen sprechen gar von einer der "gottlosesten Regionen der Welt". In Sachsen-Anhalt gehören 83 Prozent der Einwohner keiner christlichen Kirche mehr an, in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind es jeweils knapp 80 Prozent. Und dass Religion und Kirche wichtig oder sehr wichtig für das eigene Leben sind, dem stimmen in Ostdeutschland gerade noch zehn Prozent der Bevölkerung zu.

      Konfessionslos ist das neue Normal. Das trennt die östlichen Bundesländer vom Westen Deutschlands, in dem trotz der Kirchenaustrittszahlen immer noch eine Kultur der Konfessionalität herrscht. Was dort noch immer einigermaßen selbstverständlich ist, Kinder taufen zu lassen, sie zum Konfirmandenunterricht oder zur Firmung zu schicken, das ist im Osten zur Ausnahme geworden. In den meisten Familien wachsen die Kinder schon in der dritten Generation ohne Kontakt mit religiösem Wissen und ohne Erfahrungen mit religiöser Praxis auf: Ein Traditionsabbruch, der unumkehrbar scheint.

      Die Dokumentation macht sich auf die Reise in dieses Land ohne Glauben. Sie zeigt, wie die Kirchen mit diesem Traditionsabbruch umgehen. Sie fragt, ob es Folgen für das Zusammenleben hat, wenn die Kirchen als Vermittler von Werten praktisch ausfallen. Sie trifft Menschen, die schon lange nichts mehr mit der Kirche zu tun haben oder irgendwie doch. Z.B. ein Paar, das auf dem eigenen Grundstück eine Kirche baut, aber nicht als religiösen Raum, sondern als Veranstaltungsort für feierliche weltliche Trauungen, und einen Verein, der für den Erhalt seiner Dorfkirche kämpft, und der aus vielen Konfessionslosen besteht.

      Die Dorfkirche ist in vielen Ortschaften, in denen die Kneipe schon lange verrammelt ist und der Dorfkonsum schon seit Jahrzehnten geschlossen hat, der einzige Ort, an dem sich die Bürgergemeinde versammeln kann.

      Wird geladen...
      Wird geladen...

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 18.12.2018