• 27.12.2019
      00:00 Uhr
      Königliche Dynastien Die Welfen | phoenix
       

      Die Welfen gelten als das älteste Fürstenhaus Europas. Sie regierten über das britische Empire, das Königreich Hannover und Teile von Bayern. Sie gründeten Städte wie München und Lübeck und hinterließen der Nachwelt großartige Schlösser und Kulturgüter. Es ist eine reiche Familie, die auch heute noch von sich reden macht. Seit das Oberhaupt der Welfen, Ernst August Prinz von Hannover, 1999 in zweiter Ehe Caroline von Monaco geheiratet hat, ist er aus den Schlagzeilen deutscher Boulevardblätter nicht mehr wegzudenken. Sein Sohn, E

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 27.12.19
      00:00 - 00:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Die Welfen gelten als das älteste Fürstenhaus Europas. Sie regierten über das britische Empire, das Königreich Hannover und Teile von Bayern. Sie gründeten Städte wie München und Lübeck und hinterließen der Nachwelt großartige Schlösser und Kulturgüter. Es ist eine reiche Familie, die auch heute noch von sich reden macht. Seit das Oberhaupt der Welfen, Ernst August Prinz von Hannover, 1999 in zweiter Ehe Caroline von Monaco geheiratet hat, ist er aus den Schlagzeilen deutscher Boulevardblätter nicht mehr wegzudenken. Sein Sohn, E

       

      rbprinz Ernst August, der in London aufgewachsen ist, hat in den letzten Jahren die Verwaltung der deutschen Besitztümer übernommen und zeigt sich heute mehr und mehr in der Öffentlichkeit. Längst hat er seinen Beruf als Banker gekündigt und widmet sich ganz dem Familienerbe. Eine schwierige Entscheidung, sagt der junge Mann im Interview mit dem ZDF, aber es habe sich gelohnt: "Ich ahnte nicht, wie spannend und vielschichtig meine neue Aufgabe sein würde". Vor allem der Erhalt der Marienburg liegt dem engagierten Erbprinzen am Herzen, sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts vom letzten König Hannovers für seine Frau, Königin Marie, errichtet. Ein architektonisches Juwel historisierender Baukunst, kaum ein Jahrzehnt älter als Neuschwanstein.
      Die Autorin Annette von der Heyde porträtiert herausragende Herrscherfiguren aus der Dynastie der Welfen und schildert den mitunter dramatischen Kampf um Macht und Einfluss: Männer wie Heinrich der Löwe, der im 12. Jahrhundert mächtiger war als der Kaiser selbst; die Könige der Personalunion mit England, die über 123 Jahre zwei Reiche regierten oder der blinde König Georg V., der 1866 von den Preußen besiegt ins Exil nach Österreich floh. Dessen Enkel Ernst August, der die einzige Tochter von Kaiser Wilhelm II. heiratete und dafür das kleine Herzogtum Braunschweig erhielt, musste seine Residenz nach nur fünf Jahren, während der Revolution 1918, wieder aufgeben. Später soll der abgedankte Fürst gute Geschäfte mit den Nazis gemacht haben. Erbprinz Ernst August hat unlängst eine unabhängige Historikerin mit der Aufarbeitung der Familiengeschichte während der NS-Zeit betraut. Mehrere Sprösslinge der Dynastie kommen in dem Film zu Wort, neben Erbprinz Ernst August auch Georg Prinz von Hannover. Historiker schildern ihre Sicht vom Aufstieg und Fall der Welfen. Luftaufnahmen von der Marienburg und des Welfen-Exilschlosses Cumberland in Gmunden am Traunsee und szenische Sequenzen zu entscheidenden historischen Momenten ergänzen das facettenreiche Bild einer stolzen und selbstbewussten Königsfamilie, die den Anspruch auf den Thron nie aufgegeben hat.

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      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 27.12.19
      00:00 - 00:45 Uhr (45 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 14.12.2019