• 23.02.2021
      16:45 Uhr
      Keine Zinsen - Miese Rente phoenix
       

      Seit zwölf Jahren gibt es für Gespartes nur noch ganz wenig bis gar keinen Zins mehr. Das trifft besonders Menschen, die privat fürs Alter vorsorgen müssen. - Filmautor Michael Houben hat für Das Erste mit Betroffenen und Experten gesprochen: Wer ist Gewinner, wer Verlierer der niedrigen Zinsen? Was können Menschen tun, die beim Sparen noch jahrelang mit niedrigen Zinsen kalkulieren müssen?

      Dienstag, 23.02.21
      16:45 - 17:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Seit zwölf Jahren gibt es für Gespartes nur noch ganz wenig bis gar keinen Zins mehr. Das trifft besonders Menschen, die privat fürs Alter vorsorgen müssen. - Filmautor Michael Houben hat für Das Erste mit Betroffenen und Experten gesprochen: Wer ist Gewinner, wer Verlierer der niedrigen Zinsen? Was können Menschen tun, die beim Sparen noch jahrelang mit niedrigen Zinsen kalkulieren müssen?

       

      Seit zwölf Jahren gibt es für Gespartes nur noch ganz wenig bis gar keinen Zins mehr. Das trifft besonders Menschen, die privat fürs Alter vorsorgen müssen. Filmautor Michael Houben hat für Das Erste mit Betroffenen und Experten gesprochen: Wer ist Gewinner, wer Verlierer der niedrigen Zinsen? Was können Menschen tun, die beim Sparen noch jahrelang mit niedrigen Zinsen kalkulieren müssen?

      "Wir werden uns auch für die nächsten 10, 20 Jahre auf sehr niedrige Zinsen einstellen müssen", sagt Professor Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Der Film zeigt die junge Familie von Marcel und Diana Hupertz aus Attendorn im Sauerland. Sie sind Mitte 30, haben zwei Kinder, sind bereits stolze Besitzer eines Eigenheims und haben überdurchschnittliche Einkommen.

      Marcel Hupertz ist auch Vorstand der Elterninitiative "Kindergarten Rappelkiste" in Attendorn. Die Pensionskasse, über die der Verein seinem Personal Betriebsrenten organisieren wollte, ist klamm. Die Eltern sollen nachschießen. In Interviews mit der Aufsichtsbehörde BaFin und dem Bund der Versicherten wird deutlich: Es rappelt nicht nur in der Sauerländer Rappelkiste - viele Pensionskassen und Lebensversicherungen bringen nicht mehr, was Kunden sich von ihnen versprechen.

      Der Kölner Rentner Ulrich Krell hat dagegen gut lachen: Der Chemiker verdiente jahrzehntelang hervorragend, konnte sich Haus und Geldanlagen leisten. Die früheren Zinsen für private Vorsorge, Betriebsrente und Staatsrente lassen ihn heute sorglos leben. Die alleinerziehende Birgit Blech aus Köln verdient dagegen nur mäßig. Sie wird erst in 15 Jahren in Rente gehen. Neben der staatlichen Rente hat sie einen Riestervertrag und 40.000 Euro auf der Bank, die allerdings durch die Inflation bis zur Rente an Kaufkraft verlieren.

      Einige Länder in Europa haben staatlich garantierte Renten, die ein auskömmliches Leben im Alter ermöglichen. Andere setzen auf zusätzliche private Altersvorsorge, die staatlich reguliert wird. Dazu gehört Deutschland. Doch anders als beispielsweise in Schweden werden in Deutschland vor allem unwirtschaftliche Altersvorsorgen vom Staat subventioniert. Der Film zeigt, dass staatliche Stütze für Riester, Lebensversicherung und Co. nichts bringt. Nötig sind private Anlagen in Aktien - das Beispiel Schweden zeigt, dass das nichts mit unseriösem Spekulantentum zu tun hat, sondern vernünftig und sicher sein kann.

      Film von Michael Houben

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