• 31.12.2019
      13:30 Uhr
      Italien von oben - Geschichte(n) eines Landes Die Baukunst der Römer | phoenix
       

      "Alle Wege führen nach Rom" heißt es, und beim Überfliegen des Gebiets des einstigen Römischen Reichs mit dem Flugzeug wird auch schnell klar warum. Die Römer waren nicht nur große Feldherren, sondern auch große Ingenieure. Wo sie hinkamen, errichteten sie eindrucksvolle Bauwerke, wie den kolossalen, mehr als fünf Kilometer langen Tunnel beim Fuciner See und ein großes Netz von Straßen, wie die berühmte Handelsstraße Via Appia. Die Römer eroberten Gebiete nicht nur durch Schlachten, sondern erschlossen sich das Römische Reich mit einer kühnen Raumplanung, indem sie es mit einer geeigneten Infrastruktur versahen. Die von Rom betrie

      Dienstag, 31.12.19
      13:30 - 14:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      "Alle Wege führen nach Rom" heißt es, und beim Überfliegen des Gebiets des einstigen Römischen Reichs mit dem Flugzeug wird auch schnell klar warum. Die Römer waren nicht nur große Feldherren, sondern auch große Ingenieure. Wo sie hinkamen, errichteten sie eindrucksvolle Bauwerke, wie den kolossalen, mehr als fünf Kilometer langen Tunnel beim Fuciner See und ein großes Netz von Straßen, wie die berühmte Handelsstraße Via Appia. Die Römer eroberten Gebiete nicht nur durch Schlachten, sondern erschlossen sich das Römische Reich mit einer kühnen Raumplanung, indem sie es mit einer geeigneten Infrastruktur versahen. Die von Rom betrie

       

      bene Besiedlungspolitik zielte auf die Kontrolle des Mittelmeerraums und weiter Teile Europas ab. Ab dem 5. Jahrhundert vor Christus betreibt Rom, damals noch kein Imperium, eine systematische Expansionspolitik. Die Römer besetzen mehrere Regionen der Halbinsel, die von anderen Völkern besiedelt sind. Von all diesen Völkern sind zweifellos die Etrusker am engsten mit dem Schicksal Roms verbunden. Etrusker und Römer beeinflussten sich gegenseitig in ihrer Kultur und ihrer Baukunst. Am Beispiel der Nekropole von Cerveteri veranschaulicht der Archäologe Stéphane Bourdin den Austausch zwischen Etruskern und Römern. In Portus, einst Portus Romae genannt, lag der Hafen Roms. Es handelt sich um eine große sechseckige Hafenanlage aus der Kaiserzeit, die ab 42 nach Christus zunächst unter Kaiser Claudius erbaut wurde. Der Transithafen war die wichtigste Handelsplattform des antiken Roms. Am Golf von Neapel, im Schatten des Vesuvs, erfinden die Römer mit der antiken Siedlung Baiae das Seebad, ein beliebter Kurort mit Thermen für die römische Aristokratie. Heute liegt es unter Wasser und bietet vor allen Dingen von oben ein beeindruckendes Bild. Die Kulturbauten waren so robust, dass sie die Zeiten überdauerten und noch heute faszinierende Zeugen eines Reiches sind, das jahrhundertelang als das Zentrum der Welt galt.

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      Dienstag, 31.12.19
      13:30 - 14:00 Uhr (30 Min.)
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      Stereo

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