• 10.02.2018
      22:30 Uhr
      Ich.Du.Inklusion Wenn Anspruch auf Wirklichkeit trifft | PHOENIX
       

      Seit Sommer 2014 haben Kinder mit Unterstützungsbedarf in Deutschland einen Rechtsanspruch auf Unterricht an Regelschulen. Viele Förderschulen wurden daraufhin geschlossen. Man könnte meinen, dass anfängliche Schwierigkeiten durch die strukturelle Erneuerung mittlerweile nachgelassen haben und sich Lösungsansätze bewährt hätten. Hört man allerdings die Stimmen derer, die am Inklusionsprozess beteiligt sind, bekommt man den Eindruck, dass auch noch viele Fragen offen, noch viele Probleme ungelöst sind.

      Samstag, 10.02.18
      22:30 - 00:00 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

      Seit Sommer 2014 haben Kinder mit Unterstützungsbedarf in Deutschland einen Rechtsanspruch auf Unterricht an Regelschulen. Viele Förderschulen wurden daraufhin geschlossen. Man könnte meinen, dass anfängliche Schwierigkeiten durch die strukturelle Erneuerung mittlerweile nachgelassen haben und sich Lösungsansätze bewährt hätten. Hört man allerdings die Stimmen derer, die am Inklusionsprozess beteiligt sind, bekommt man den Eindruck, dass auch noch viele Fragen offen, noch viele Probleme ungelöst sind.

       

      Seit Sommer 2014 haben Kinder mit Unterstützungsbedarf in Deutschland einen Rechtsanspruch auf Unterricht an Regelschulen. Viele Förderschulen wurden daraufhin geschlossen. Man könnte meinen, dass anfängliche Schwierigkeiten durch die strukturelle Erneuerung mittlerweile nachgelassen haben und sich Lösungsansätze bewährt hätten. Hört man allerdings die Stimmen derer, die am Inklusionsprozess beteiligt sind, bekommt man den Eindruck, dass auch noch viele Fragen offen, noch viele Probleme ungelöst sind.

      Wer ist schuld? Sind es die Lehrerinnen und Lehrer, die den Inklusionsprozess blockieren, weil sie sich überfordert fühlen? Oder fehlt es schlicht an Budget oder an anderen Ressourcen? Viele werfen der Politik vor, die Schulen mit der Umsetzung allein zu lassen und nicht genug Unterstützung anzubieten. Auch fehlt es an ausreichend qualifizierten Kräften.

      Für all jene, die nicht direkt am Umsetzungsprozess beteiligt sind, ist es schwierig, sich ein Bild von der Situation zu machen. Aber theoretische Überlegungen, ohne eine konkrete Vorstellung vom Alltag an inklusiven Institutionen, bergen die Gefahr, ins Leere zu laufen. Die Unwissenheit der Nicht-Betroffenen erhöht das Gefühl des Allein-gelassen-Seins bei denen, die sich täglich den Herausforderungen an den Schulen stellen müssen.

      Der Dokumentarfilm begleitet zweieinhalb Jahre lang fünf Grundschüler mit und ohne Unterstützungsbedarf. Sie sind Teil des ersten offiziellen Inklusionsjahrgangs an der Geschwister-Devries-Schule in Uedem (NRW). Der Film zeigt einen offenen und direkten Schulalltag und wie es ist, wenn der Inklusionsanspruch auf Wirklichkeit trifft. Mit seiner Langzeitdokumentation möchte der engagierte Filmemacher und ausgebildete Sozialpädagoge Thomas Binn auch denen einen Einblick gewähren, die nicht direkt von Inklusion betroffen sind. Sein Anliegen ist es, Kindern, Eltern, Lehrerinnen und Lehrern Gehör zu verschaffen. Er wünscht sich, dass die Diskussion darüber, wie Inklusion in der Schule gut gelingen kann, nicht weiter im gesellschaftlichen Abseits stattfindet.

      Film von Thomas Binn

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      Samstag, 10.02.18
      22:30 - 00:00 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 22.05.2018