• 31.07.2019
      12:15 Uhr
      Gift im Zigarettenfilter Wie Glimmstängel der Umwelt schaden | phoenix
       

      Zigaretten schaden nicht nur der Gesundheit, sondern auch der Umwelt. Was kaum jemand weiß: Jährlich 4,5 Billionen weggeschnippte Kippen sind weltweit ein giftiges Sondermüllproblem. Rund um den Globus gibt es Milliarden Raucher. Und die verbrennen laut Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 6000 Milliarden Zigaretten pro Jahr. Die weggeworfenen Kippen türmen sich zu einem gigantischen Berg, 750 000 Tonnen schwer. Auch die Folgen für die Natur sind verheerend. Naturschützer fordern ein Verbot der Filter, um Kippen zu vermeiden. Die Stummel sind sowohl ein Müllproblem als auch ein Vergiftungsfaktor.

      Mittwoch, 31.07.19
      12:15 - 12:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Zigaretten schaden nicht nur der Gesundheit, sondern auch der Umwelt. Was kaum jemand weiß: Jährlich 4,5 Billionen weggeschnippte Kippen sind weltweit ein giftiges Sondermüllproblem. Rund um den Globus gibt es Milliarden Raucher. Und die verbrennen laut Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 6000 Milliarden Zigaretten pro Jahr. Die weggeworfenen Kippen türmen sich zu einem gigantischen Berg, 750 000 Tonnen schwer. Auch die Folgen für die Natur sind verheerend. Naturschützer fordern ein Verbot der Filter, um Kippen zu vermeiden. Die Stummel sind sowohl ein Müllproblem als auch ein Vergiftungsfaktor.

       

      Zigaretten schaden nicht nur der Gesundheit, sondern auch der Umwelt. Was kaum jemand weiß: Jährlich 4,5 Billionen weggeschnippte Kippen sind weltweit ein giftiges Sondermüllproblem.

      Rund um den Globus gibt es Milliarden Raucher. Und die verbrennen laut Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 6000 Milliarden Zigaretten pro Jahr. Die weggeworfenen Kippen türmen sich zu einem gigantischen Berg, 750 000 Tonnen schwer.

      Auch die Folgen für die Natur sind verheerend. Naturschützer fordern ein Verbot der Filter, um Kippen zu vermeiden. Die Stummel sind sowohl ein Müllproblem als auch ein Vergiftungsfaktor. Denn die Stoffe, die nach dem Abrauchen in den Filtern stecken, machen die Reste der Glimmstängel zu toxischem Sondermüll.

      Welche Folgen das hat, wird bei Versuchen mit Fischen deutlich. Sie spucken aus, zucken, drehen sich bäuchlings – sinken zu Boden. Junge Forellen erleiden einen Nervenschock. Und das nur wenige Sekunden, nachdem sie mit Nikotin vermischtem Wasser ausgesetzt wurden. Nikotin aus weggeworfenen Zigarettenkippen. Studienleiter Prof. Thomas Novotny von der Universität San Diego warnt: Schon eine Kippe, aufgelöst in einem Liter Wasser, tötet nach vier Tagen kleine Lebewesen wie Fische. Nikotin hat eine direkte Wirkung – es ist ein Nervengift. Je mehr Kippen in der Natur landen, desto mehr Nikotin wird ausgewaschen und in Stadtgewässer, Seen oder Flüsse weitergeleitet. Prof. Novotny und sein Team fanden heraus, dass sich in den kontaminierten Forellen manche Gifte sogar ansammeln und so in die Nahrungskette gelangen können.

      Auch der Tabak-Anbau ist ein Problem: Etwa 200 000 Hektar Wald, so schätzt die WHO, werden jährlich für den Tabak-Anbau gerodet. Tabak ist eine empfindliche Pflanze, laugt Böden aus, braucht Pestizide und wird vorwiegend in Entwicklungs- und Schwellenländern angebaut. Dort sind Umweltauflagen oft nicht besonders hoch oder werden gar nicht eingehalten.

      "planet e." auf der Spur der Zigarettenkippen: Gesundheitsfolgen des Tabakkonsums beim Menschen sind weitestgehend bekannt, die Umweltprobleme durch die Giftkippen dagegen nicht.

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