• 26.01.2020
      05:15 Uhr
      Frühjahr '45 phoenix
       

      Im Frühjahr 45 ist nichts mehr, wie es war. Fünfeinhalb Jahre hat der von Deutschland angezettelte Krieg gewütet, jetzt ist Europa befreit und Deutschland endlich besiegt. Niemand weiß, wie es jetzt weiter gehen wird. Es sind Wochen voller Hoffnung, Angst und Ungewissheit. Im Augenblick des Sieges atmen die Menschen auf oder ahnen, dass sie bezahlen werden müssen für das, was in ihrem Namen geschah - je nach Perspektive. Zeitzeugen verschiedenster Länder Europas berichten von ihren Erlebnissen beim Kriegsende, darunter Prominente wie die Philosophin Agnes Heller, die Schriftstellerin Leonie Ossowski, der Politiker Wladyslaw ...

      Sonntag, 26.01.20
      05:15 - 06:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

      Im Frühjahr 45 ist nichts mehr, wie es war. Fünfeinhalb Jahre hat der von Deutschland angezettelte Krieg gewütet, jetzt ist Europa befreit und Deutschland endlich besiegt. Niemand weiß, wie es jetzt weiter gehen wird. Es sind Wochen voller Hoffnung, Angst und Ungewissheit. Im Augenblick des Sieges atmen die Menschen auf oder ahnen, dass sie bezahlen werden müssen für das, was in ihrem Namen geschah - je nach Perspektive. Zeitzeugen verschiedenster Länder Europas berichten von ihren Erlebnissen beim Kriegsende, darunter Prominente wie die Philosophin Agnes Heller, die Schriftstellerin Leonie Ossowski, der Politiker Wladyslaw ...

       

      Im Frühjahr 1945 ist nichts mehr, wie es einmal war. Das besetzte Europa ist befreit, Deutschland ist so gut wie besiegt. Die Menschen leben im Augenblick des Sieges, der Niederlage oder der Befreiung. Es gibt noch keine Zukunft, nur eine Gegenwart - ohne Gewissheiten, voller Unsicherheiten. "Frühjahr 45" folgt den Erlebnissen von Zeitzeugen aus ganz Europa, darunter Prominente wie die Philosophin Agnes Heller, der Schauspieler Günter Lamprecht, die Schriftstellerin Leonie Ossowski, der Politiker Wladyslaw Bartoschewski oder die Fernsehlegende Georg Stefan Troller. Sie berichten von ihren Erlebnissen im Frühjahr vor 70 Jahren, in diesen letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs; Tagebücher, wie die Aufzeichnungen des Dichters Erich Kästner und der als Zwangsarbeiterin in Deutschland inhaftierten Agnes Humbert runden das Bild ab. Es sind Monate des Chaos und der Hoffnung, des Untergangs und des Sieges. Das Schlachtfeld hat sich nach Deutschland verlagert, aber in vielen Ländern Europas sind noch deutsche Soldaten, mal als mehr oder minder friedliche Besatzer, mal als verzweifelte Kämpfer in aussichtslosen Gefechten. Während sich die Fronten immer mehr aufeinander zu bewegen, um sich schließlich bei der historischen Begegnung von Westalliierten und Sowjets bei Torgau zu vereinen, wird in Berlin noch gekämpft, in Italien die Befreiung gefeiert und in Dänemark gnadenlose Jagd auf Widerstandskämpfer gemacht. Die Befreiung der Konzentrationslager, das Chaos der letzten Kämpfe, aber auch die Übergriffe der sowjetischen Eroberer Berlins stehen im Kontrast zu den überschwänglichen Gefühlen von Befreiung und Errettung aus Krieg und Untergang. Diese Frühjahrs-Monate vor 70 Jahren bedeuten für die Zeitzeugen aber auch für fast alle Menschen, die sie damals erlebten, einen den der massivsten Einschnitte in ihre Leben. "Frühjahr 45" erzählt davon.

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      Sonntag, 26.01.20
      05:15 - 06:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 20.01.2020