• 22.07.2018
      18:15 Uhr
      Entlang der Loire, Frankreich Ein Film von Gero von Boehm | PHOENIX
       

      Fünf der französischen Könige regierten Frankreich von den Ufern der Loire aus. Sie hatten sich nicht etwa nur wegen der Schönheit der Landschaft hier niedergelassen. Die Engländer hatten Paris besetzt und zwangen Karl VII. im Jahr 1422 ins Landesinnere. Hier konnte er seine Truppen zum Gegenangriff formieren und mit Hilfe von Johanna von Orléans die Engländer besiegen. Dennoch verlegte er seinen Regierungssitz nicht zurück nach Paris, sondern blieb an der Loire. Und so bauten sich die Mächtigen und Reichen die schönsten Schlösser und Herrenhäuser entlang der fruchtbaren Ufer. Ein Schloss reiht sich hier an das andere.

      Sonntag, 22.07.18
      18:15 - 18:30 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo

      Fünf der französischen Könige regierten Frankreich von den Ufern der Loire aus. Sie hatten sich nicht etwa nur wegen der Schönheit der Landschaft hier niedergelassen. Die Engländer hatten Paris besetzt und zwangen Karl VII. im Jahr 1422 ins Landesinnere. Hier konnte er seine Truppen zum Gegenangriff formieren und mit Hilfe von Johanna von Orléans die Engländer besiegen. Dennoch verlegte er seinen Regierungssitz nicht zurück nach Paris, sondern blieb an der Loire. Und so bauten sich die Mächtigen und Reichen die schönsten Schlösser und Herrenhäuser entlang der fruchtbaren Ufer. Ein Schloss reiht sich hier an das andere.

       

      Fünf der französischen Könige regierten Frankreich von den Ufern der Loire aus. Sie hatten sich nicht etwa nur wegen der Schönheit der Landschaft hier niedergelassen. Die Engländer hatten Paris besetzt und zwangen Karl VII. im Jahr 1422 ins Landesinnere. Hier konnte er seine Truppen zum Gegenangriff formieren und mit Hilfe von Johanna von Orléans die Engländer besiegen. Dennoch verlegte er seinen Regierungssitz nicht zurück nach Paris, sondern blieb an der Loire. Und so bauten sich die Mächtigen und Reichen die schönsten Schlösser und Herrenhäuser entlang der fruchtbaren Ufer. Ein Schloss reiht sich hier an das andere.

      Erbaut in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, entstand Schloss Chambord ganz im Sinne der italienischen Renaissance. Chateaubriand behauptete sogar: "Müsste Chambord einmal untergehen, fände man den ursprünglichen Stil der Renaissance nirgends mehr, denn in Venedig hat er sich mit anderen Stilarten vermischt."

      In Schloss Beauregard, einer ehemaligen Jagddependance von Chambord, wartet ein historischer Schatz darauf, entdeckt zu werden. Die junge gräfliche Familie du Pavillon, Besitzer des Schlosses, hütet ihn wie ihren Augapfel. An der Cher, einem Seitenfluss der Loire, liegt das Wasserschloss Chenonceau. Man nennt es auch das Schloss der Damen, denn es gehörte den schönsten und mächtigsten Frauen der Renaissance: Diana von Poitiers und Katharina von Medici. Laure Menier, die heutige Besitzerin und Kuratorin, öffnet die Türen des Wasserschlosses und ihres ganz besonderen Blumenateliers. Die Industriellenfamilie Menier, reich geworden durch den Verkauf von Schokolade, hatte das Anwesen 1913 erworben.

      An den Ufern der Cher liegt ein weiteres ungewöhnliches Schloss - Schloss Villandry. Seine Gärten sind ein Paradebeispiel französischer Gartenkunst. Das Loire-Tal gilt als die fruchtbarste Gegend Frankreichs und wird gerne auch der Garten Frankreichs genannt.
      Das letzte Reiseziel erhebt sich auf einem Felsplateau, wenige Kilometer von Saumur entfernt. Das Schloss Brézé birgt unter seinen Grundmauern und dem angrenzenden Gebiet die größte unterirdische Festung Europas. Aus Angst vor den einfallenden Wikingern hatten die Bewohner der Gegend bereits im 9. Jahrhundert ganze Höhlenstädte in den Fels geschlagen. Der 32-jährige australische Schlossdirektor und Historiker Gregory Matheson erforscht das ausgeklügelte, weit verzweigte Verteidigungssystem des Schlosses.

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