• 19.03.2018
      06:45 Uhr
      Entdecker, Gold und Sklaven Das ehemalige Weltreich Portugal | PHOENIX
       

      Lissabon, erbaut auf sieben Hügeln, ist die Heimat der Poeten, des Fado und der Saudade, jenes ganz eigenen portugiesischen Lebensgefühls, jener seltsamen Melancholie. Lissabon war einst die Hauptstadt eines Weltreiches mit Kolonien auf drei Kontinenten. Afrika, Asien und Amerika. Portugal war im 16. Jahrhundert die Weltmacht Nummer eins, man bezeichnet es heute als das "Goldene Zeitalter" Portugals.
      Lissabon ist auch die Kulisse für Max Moors Erinnerungen an dieses Weltreich.

      Montag, 19.03.18
      06:45 - 07:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Lissabon, erbaut auf sieben Hügeln, ist die Heimat der Poeten, des Fado und der Saudade, jenes ganz eigenen portugiesischen Lebensgefühls, jener seltsamen Melancholie. Lissabon war einst die Hauptstadt eines Weltreiches mit Kolonien auf drei Kontinenten. Afrika, Asien und Amerika. Portugal war im 16. Jahrhundert die Weltmacht Nummer eins, man bezeichnet es heute als das "Goldene Zeitalter" Portugals.
      Lissabon ist auch die Kulisse für Max Moors Erinnerungen an dieses Weltreich.

       

      Lissabon, erbaut auf sieben Hügeln, ist die Heimat der Poeten, des Fado und der Saudade, jenes ganz eigenen portugiesischen Lebensgefühls, jener seltsamen Melancholie. Lissabon war einst die Hauptstadt eines Weltreiches mit Kolonien auf drei Kontinenten. Afrika, Asien und Amerika. Portugal war im 16. Jahrhundert die Weltmacht Nummer eins, man bezeichnet es heute als das "Goldene Zeitalter" Portugals.

      Lissabon ist auch die Kulisse für Max Moors Erinnerungen an dieses Weltreich. Diese Erinnerungen führen ihn zuerst nach Marokko. In der einstigen Kornkammer Afrikas - begann, Anfang des 15. Jahrhunderts, das Goldene Zeitalter Lusitaniens. 1415 wurde Ceuta erobert, wenig später weitere Städte, darunter auch Essaouira, "die Vollendete". Hier lag einmal der größte Hafen Nordafrikas. Handelszentrum für Zucker und Salz. Kupfer und Gold. Es war ein lukrativer Handel, dessen Gewinne die weiteren Entdeckungsreisen finanzierten. Auch die auf der die Azoren entdeckt wurden. 1000 Meilen vom europäischen Festland entfernt. Angra de Heroismo, die Hauptstadt der Azoren wird zum Versorgungshafen für die Entdeckungsreisen, zur Zwischenstation für mit Schätzen beladene Karavellen, zum Knotenpunkt zwischen vier Kontinenten. Die Vielzahl der Kirchen und Klöster lässt ahnen, wie sehr die katholische Kirche von den Eroberungszügen profitierte. Eine der nächsten Stationen war, 1471, das heutige Ghana. Dort bauten sie die Festung Elmina, die vor allem ein Handelsstützpunkt war. 600 Maurer, Schreiner und Soldaten aus Lissabon errichteten die Burg. Dafür brachten sie alles aus ihrer Hauptstadt mit, sogar die Steine.

      Als Vasco da Gama, nach der Umfahrung des Kaps der guten Hoffnung, Sansibar anlief, fand er eine reiche Stadt die bereits lebhaften Handel mit Indien trieb. In der weiten Hafenbucht ankerten arabische und afrikanische Dhaus, Segelschiffe aus Indien und bald auch Karavellen aus Portugal. Es war ein idealer Zwischenhalt auf dem Seeweg nach Indien, denn ihn zu finden war ja der eigentliche Auftrag der Seefahrer. Neben der Ilha de Mocambique war Sansibar das Zentrum im Handelsdreieck Europa, Afrika, Asien. 1498 erreichte Vasco da Gama endlich Indien. Portugal machte die muslimische Festung Goa, die "glänzende Herrscherin über den Orient" zur Hauptstadt seines indischen Kolonialreiches. Mit 300 000 Einwohnern war Goa größer als Lissabon oder Paris. Eine Trutzburg des Glaubens in Goa war die Kirche "Bom Jesu", die Basilika der Jesuiten. Sie sind die Speerspitze des Papstes gegen Ketzer, Sektierer und gegen die indischen Heiden. Die prächtige Kirche Bom Jesu gehört, wie alle anderen Stationen dieses Films heute zum Weltkulturerbe der UNESCO.

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      Montag, 19.03.18
      06:45 - 07:30 Uhr (45 Min.)
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      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 21.04.2018