• 12.03.2018
      16:45 Uhr
      Wildschweine außer Kontrolle PHOENIX
       

      In Deutschland leben so viele Wildschweine auf engem Raum wie nirgendwo sonst in Europa. Das hat Folgen: Zerstörte Felder auf dem Land, durchwühlte Gärten in den Städten, zuletzt sogar aggressive Tiere in der Fußgängerzone einer Kleinstadt.
      Jetzt hat der Konflikt eine neue Dimension bekommen: Nur 300 Kilometer entfernt von der deutschen Grenze sind Wildschweine an Afrikanischer Schweinepest erkrankt. Das Virus ist hochansteckend und tötet Wild- und Hausschweine innerhalb weniger Tage.
      An der Afrikanischen Schweinepest erkranken nur Haus- und Wildschweine. Für Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich.

      Montag, 12.03.18
      16:45 - 17:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      In Deutschland leben so viele Wildschweine auf engem Raum wie nirgendwo sonst in Europa. Das hat Folgen: Zerstörte Felder auf dem Land, durchwühlte Gärten in den Städten, zuletzt sogar aggressive Tiere in der Fußgängerzone einer Kleinstadt.
      Jetzt hat der Konflikt eine neue Dimension bekommen: Nur 300 Kilometer entfernt von der deutschen Grenze sind Wildschweine an Afrikanischer Schweinepest erkrankt. Das Virus ist hochansteckend und tötet Wild- und Hausschweine innerhalb weniger Tage.
      An der Afrikanischen Schweinepest erkranken nur Haus- und Wildschweine. Für Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich.

       

      Sie können aber durch Unachtsamkeit den Erreger verbreiten. mehr
      Wird die Seuche auch nach Deutschland eingeschleppt, trifft das einen großen Wirtschaftszweig. Die deutsche Schweinefleischindustrie könnte über viele Jahre lahmgelegt werden, denn gegen die Afrikanische Schweinepest gibt es keinen Impfstoff.
      Jäger sollen mehr Wildschweine töten
      Aus Angst vor Milliardenverlusten wird nun noch stärker als bisher gefordert, die Zahl der Wildschweine in Deutschland zu reduzieren. Jeder Tag bringt neue Maßnahmen: Schonzeiten werden aufgehoben, Prämien für jedes geschossene Wildschwein gezahlt, die Zulassung von Lebendfallen, Nachtzielgeräten und Schalldämpfern für Jäger diskutiert. Die Politik macht Druck: Jäger sollen mehr Wildschweine schießen, falls nötig offenbar auch mit bisher verpönten Methoden.Eskaliert jetzt der Kampf Mensch gegen Wildschwein?
      Noch vor 60 Jahren waren Wildschweine in weiten Teilen Norddeutschlands fast ausgerottet. Doch milde Winter und ein üppiges Nahrungsangebot auf den Feldern haben dazu geführt, dass sich die Tiere rasant vermehren konnten. Inzwischen erschließen sich Wildschweine immer neue Reviere und wagen sich zunehmend auch in die Städte.
      Dort finden sie Ruhe vor Jägern, machen jedoch vielen Anwohnern Angst. Nach einem Vorfall in Heide, als zwei Wildschweine in der Innenstadt in Panik gerieten und vier Menschen verletzten, fordern jetzt viele klare Grenzen zwischen dem Lebensraum der Menschen und dem Revier der Wildschweine. Aber wie soll das funktionieren?Wenn der Alltag sich um Wildschweine dreht
      Der Film begleitet Menschen, deren Leben derzeit von Wildschweinen bestimmt wird: Wie etwa Ute Voss und ihre Nachbarn in Itzehoe, deren Gärten seit dem Herbst immer wieder von Wildschweinen zerstört werden.
      Außerdem kommen Jäger zu Wort, die aufgerufen sind, Wildschweine zu reduzieren. Sie fühlen sich oft degradiert: vom Waidmann zum Schädlingsbekämpfer. Lässt sich die Afrikanische Schweinepest überhaupt noch aufhalten? Und um welchen Preis?

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      Montag, 12.03.18
      16:45 - 17:30 Uhr (45 Min.)
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      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 19.02.2018