• 19.12.2019
      20:15 Uhr
      Das Geschäft mit der Welternährung Film von Stefano Liberti und Enrico Parenti | phoenix
       

      Der Film folgt den Spuren der industriellen Landwirtschaft weltweit, von den USA über Brasilien, Mosambik bis nach China und erzählt, wie große Unternehmen den Markt immer stärker beherrschen, kleine Bauern aufgeben, und ganze Landstriche sich zu Produktionsflächen wandeln.

      Donnerstag, 19.12.19
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Der Film folgt den Spuren der industriellen Landwirtschaft weltweit, von den USA über Brasilien, Mosambik bis nach China und erzählt, wie große Unternehmen den Markt immer stärker beherrschen, kleine Bauern aufgeben, und ganze Landstriche sich zu Produktionsflächen wandeln.

       

      Es stinkt in North Carolina. Rick Dove ist Aktivist für sauberes Wasser am Neuse River, er steigt in ein Kleinflugzeug um zu zeigen, was die Ursache des üblen Geruchs ist: Schweine. Sehr viele Schweine. Ställe über Ställe, aneinandergereiht, so dass sie aus der Luft fast wie kleine Städte wirken. "Wir haben hier 8 bis 10 Millionen Schweine. Und das Problem ist, dass sie so dicht zusammengedrängt gehalten werden, und ihre Ausscheidungen das Wasser und die Natur der Küstenlinie von North Carolina belasten und bedrohen." Von oben sieht man überall große Jauchegruben, rotbraun schimmern sie in der Sonne. Was Rick Dove aus dem Flugzeug zeigt, ist ein Paradebeispiel für hochindustrielle Landwirtschaft. Es sind auch Anlagen des größten Schweinefleischproduzenten weltweit, Smithfield.

      In den späten 70er Jahren haben Firmen in den USA begonnen, die Landwirtschaft zu industrialisieren. Große Unternehmen wie Smithfield haben ganze Wertschöpfungsketten aufgebaut, von der Viehzucht über die Schlachtung bis hin zur Metzgerei. Vor ein paar Jahren wurde Smithfield von einer chinesischen Holding gekauft. Denn der Bedarf an Schweinefleisch in China wächst stetig, mit steigendem Wohlstand verzehren die Chinesen auch immer mehr Kalorien. Die industrielle Fleisch-Produktion soll diesen Hunger stillen. "Was wir sehen werden", sagt Dan Basse, Chef einer Firma die globale Agrarstudien macht, "ist, dass der Kalorienbedarf auch in Ländern wie Indien, Bangladesch oder Nigeria ansteigt in den nächsten Jahren". Und damit die Nachfrage nach günstigem Fleisch, wie Agrar-Riesen es produzieren und auf den Markt bringen.

      Der Film folgt den Spuren der industriellen Landwirtschaft weltweit, von den USA über Brasilien, Mosambik bis nach China und erzählt, wie große Unternehmen den Markt immer stärker beherrschen, kleine Bauern aufgeben, und ganze Landstriche sich zu Produktionsflächen wandeln.

      Wird geladen...
      Wird geladen...

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 30.10.2020