• 03.10.2019
      05:45 Uhr
      Die Wege des Stahls Webvideo-Reihe „#deutschland 3x anders | phoenix
       

      Frauen und Männer in der kurdischen Stadt Afrin tanzen traditionell zu Musik in einem weiten Kreis ums Feuer und schöpfen daraus Kraft. Doch seit einem Jahr ist alles anders. Denn seither hält die Türkei die Stadt gemeinsam mit syrischen Oppositionsgruppen besetzt. Mehr als 2.500 Menschen ließen ihr Leben und 300.000 Kurd*innen sind aus der Stadt vertrieben worden. Jetzt baut die Türkei eine Mauer an der Grenze zu Afrin. Menschen, die aus Afrin vertrieben worden sind und nun in den Lagern der Umgebung leben, sprechen in diesem Kurzfilm darüber, welche Gefühle es bei ihnen auslöst, den Mauerbau um Afrin erleben zu müssen.

      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 03.10.19
      05:45 - 06:00 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo

      Frauen und Männer in der kurdischen Stadt Afrin tanzen traditionell zu Musik in einem weiten Kreis ums Feuer und schöpfen daraus Kraft. Doch seit einem Jahr ist alles anders. Denn seither hält die Türkei die Stadt gemeinsam mit syrischen Oppositionsgruppen besetzt. Mehr als 2.500 Menschen ließen ihr Leben und 300.000 Kurd*innen sind aus der Stadt vertrieben worden. Jetzt baut die Türkei eine Mauer an der Grenze zu Afrin. Menschen, die aus Afrin vertrieben worden sind und nun in den Lagern der Umgebung leben, sprechen in diesem Kurzfilm darüber, welche Gefühle es bei ihnen auslöst, den Mauerbau um Afrin erleben zu müssen.

       

      In der kurdischen Mythologie symbolisiert der Kreis die Heiligkeit der Sonne und steht für positive Energie. Eine Legende besagt: Zieht man einen Kreis um eine*n Jesid*in, ist diese*r darin gefangen, bis jemand anderes diese Linie wieder löscht. Frauen und Männer in der kurdischen Stadt Afrin tanzen traditionell zu Musik in einem weiten Kreis ums Feuer und schöpfen daraus Kraft. Doch seit einem Jahr ist alles anders. Denn seither hält die Türkei die Stadt gemeinsam mit syrischen Oppositionsgruppen besetzt. Mehr als 2.500 Menschen ließen ihr Leben und 300.000 Kurd*innen sind aus der Stadt vertrieben worden. Jetzt baut die Türkei eine Mauer an der Grenze zu Afrin.

      Nach dem Einmarsch der türkischen Armee in Afrin rief Ahmad Klij Anfang 2018 das Afrin Media Center mit anderen Journalist*innen ins Leben, das seitdem tausende Menschen mit tagesaktuellen Nachrichten zur Entwicklungen der Situation in Afrin und Umgebung versorgt. Heute lebt er im Exil und beschreibt in der Hamburg Media School Dokumentation, wie der Krieg in Afrin einen Wendepunkt in seinem Leben markiert, insbesondere das Erblicken von Panzern aus deutscher Produktion in den Olivenfeldern seiner Kindheit. Im Exil hat er sich auf Spurensuche gemacht und Menschen getroffen, die sich gegen den Export von Waffen aus Deutschland engagieren.

      Menschen, die aus Afrin vertrieben worden sind und nun in den Lagern der Umgebung leben, sprechen in diesem Kurzfilm darüber, welche Gefühle es bei ihnen auslöst, den Mauerbau um Afrin erleben zu müssen.

      „Der deutsche Schriftsteller Herman Hesse hat mal geschrieben, dass man in den Orient fahren muss, wenn man nach Geist und Gefühl sucht. Aber was suchen die deutschen Waffen heute im Orient?“, fragt sich Ahmad Klij während er den Hamburger Hafen beobachtet – einer der größten Umschlagsorte für Waffenexporte aus Deutschland.

      In drei dokumentarischen Webvideos präsentieren junge, geflüchtete Medienschaffende in einer Zusammenarbeit zwischen phoenix und der Hamburg Media School ihren besonderen, anderen Blick auf Deutschland. Anlässlich der 30.-Jahrestage des Mauerfalls und der Wiedervereinigung sowie des 70. Jahrestages der DDR-Gründung gehen die jungen Filmemacher*innen aus Syrien auf Spurensuche nach Überbleibseln gesellschaftlicher „Grenzmauern“ innerhalb des heutigen, wiedervereinten Deutschlands. Die Webvideo-Reihe „#deutschland 3x anders“ beleuchtet auch kaum beachtete Berührungspunkte zwischen den Schicksalen von Flüchtlingen aus dem syrischen Kriegsgebiet mit den Grenz- und Fluchterfahrungen in unserer deutsch-deutschen Geschichte.

      Film von Ahmad Klij

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      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 03.10.19
      05:45 - 06:00 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 14.11.2019