• 26.12.2019
      07:30 Uhr
      Die Ostsee von oben Film von Christian Wüstenberg und Peter Bardehle | phoenix
       

      Deutschland grenzt an zwei Meere, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Während die Nordsee die wilde Kälte des Atlantiks mit sich führt, gilt die Ostsee fast schon als liebliches Binnenmeer. Doch wer einmal das speigrüne Wasser bei Windstärke 10 ins Gesicht bekommen hat, wird die Gewalt der Ostsee mit ihren Brechern nie vergessen. Ungezählt sind die Schiffe, denen bei schwerem Wetter die Sicht verloren ging und deren Wracks nun am Meeresboden ruhen.
      Aus der Vogelperspektive lassen sich nicht nur die Spuren der Menschen aus vielen Jahrhunderten an der Ostsee entdecken. Beeindruckend ist auch die Natur, die diese Arena bietet.

      Donnerstag, 26.12.19
      07:30 - 09:00 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Deutschland grenzt an zwei Meere, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Während die Nordsee die wilde Kälte des Atlantiks mit sich führt, gilt die Ostsee fast schon als liebliches Binnenmeer. Doch wer einmal das speigrüne Wasser bei Windstärke 10 ins Gesicht bekommen hat, wird die Gewalt der Ostsee mit ihren Brechern nie vergessen. Ungezählt sind die Schiffe, denen bei schwerem Wetter die Sicht verloren ging und deren Wracks nun am Meeresboden ruhen.
      Aus der Vogelperspektive lassen sich nicht nur die Spuren der Menschen aus vielen Jahrhunderten an der Ostsee entdecken. Beeindruckend ist auch die Natur, die diese Arena bietet.

       

      Deutschland grenzt an zwei Meere, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Nordsee führt die wilde Kälte des Atlantiks mit sich, die Ostsee gilt fast schon als friedliches Binnenmeer. Doch wer einmal das grüne Wasser der Ostsee bei Windstärke 10 ins Gesicht bekommen hat, wird ihre Gewalt mit ihren unangenehmen Brechern nie vergessen. Unzähligen Schiffen ging bei schwerem Wetter die Sicht in der Ostsee verloren. Deren Wracks ruhen nun am Meeresboden.

      Seefahrer vor den deutschen Küsten wissen seit jeher das Baltische Meer, so wird die Ostsee auch genannt, zu fürchten, aber auch wertzuschätzen. Dänen, Schweden, Finnen, Russen, Balten, Polen oder Deutsche, die Völker waren durch die Ostsee einander über die Jahrhunderte verbunden. Sie ermöglichte Handel und dadurch Reichtum schon unter den Wikingern. Ohne ihre günstige Lage wären der Aufstieg und Ruhm deutscher Hansestädte wie Lübeck, Wismar, Rostock oder Stralsund undenkbar gewesen.

      Zu DDR-Zeiten war die Ostsee aber auch ein Grenzmeer mit unsichtbarem Todesstreifen. Viele Menschen, die dem sozialistischen Staat über den Seeweg den Rücken kehren wollten, ertranken auf dem Weg nach Schweden oder Dänemark. Im kollektiven Gedächtnis der Deutschen ist die Ostsee mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges verbunden. Flüchtlingstrecks, die vor der anrückenden Roten Armee die deutschen Ostgebiete verließen, flohen im Winter 1944/1945 über das Eis der Ostsee.

      Aus der Vogelperspektive lassen sich jedoch nicht nur die Spuren der Menschen aus vielen Jahrhunderten an der Ostsee entdecken. Beeindruckend ist auch die Natur, die diese Arena bietet. An unberührten Orten lässt die Ostsee ihrer Lust an natürlichen Formen freien Lauf. Das Schauspiel der Sandspülungen lassen eine Insel wie Hiddensee an einem Ende wachsen, am anderen verschwinden. Verblüffend ist auch die Wirkung der Lichtstimmungen in den Prielen, wenn die Sommersonne das Meer karibisch blau erscheinen lässt oder bedrohlich schwarz, sobald ein starker Wind zum Sturm wird.

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