• 06.08.2018
      05:00 Uhr
      Die Macht der Elemente Wasser | PHOENIX
       

      Das Vorhandensein von Wasser legt selbst heute noch fest, wo Menschen leben können und wo nicht. Betrachtet man die Erde vom Weltall aus, so scheint es reichlich Wasser zu geben.

      Dirk Steffens' Reise beginnt dort, wo man den Wert des Wassers am höchsten zu schätzen weiß: mitten in der Wüste. Nirgendwo sonst wird die Abhängigkeit von diesem besonderen Element so deutlich wie dort.

      Montag, 06.08.18
      05:00 - 05:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Das Vorhandensein von Wasser legt selbst heute noch fest, wo Menschen leben können und wo nicht. Betrachtet man die Erde vom Weltall aus, so scheint es reichlich Wasser zu geben.

      Dirk Steffens' Reise beginnt dort, wo man den Wert des Wassers am höchsten zu schätzen weiß: mitten in der Wüste. Nirgendwo sonst wird die Abhängigkeit von diesem besonderen Element so deutlich wie dort.

       

      In der Dokumentation ist Dirk Steffens dem Element Wasser auf der Spur. Seine Reise beginnt dort, wo man den Wert des Wassers am besten zu schätzen weiß: mitten in der Wüste. Ohne Wasser kann der Mensch nicht überleben. Nirgendwo sonst wird unsere Abhängigkeit von diesem besonderen Element so deutlich wie beispielsweise in der Sahara. Hier lebten vor Jahrtausenden Menschen. Sie hinterließen prächtige Felsbilder, die die Sahara als üppige Savannenlandschaft mit Elefanten, Giraffen und Antilopen zeigen. Sogar Krokodile tummelten sich, wo heute nur noch trockener Wüstensand zu finden ist. Vor rund 6000 Jahren verschwand das Wasser und mit ihm die Pflanzen, Tiere und die unbekannten Felskünstler.

      Das Vorhandensein von Wasser legt selbst heute noch fest, wo Menschen leben können und wo nicht. Betrachtet man die Erde vom Weltall aus, so scheint es reichlich Wasser zu geben. Drei Viertel der Erdoberfläche ist von diesem Element bedeckt und verleiht dem Planeten seine charakteristische blaue Farbe. Die größte Menge ist für den Menschen bislang jedoch völlig nutzlos. Mehr als 97 Prozent der irdischen Wasservorräte sind salziges Meerwasser, das wir weder trinken, noch zum Bewässern von Nutzpflanzen verwenden können. Von dem winzigen Rest Süßwasser hängt bis heute das Überleben der Menschheit ab. Überall auf der Welt stößt Dirk Steffens auf Hinweise, wie das Wasser Zivilisationen entstehen und wieder untergehen ließ.

      Not macht bekanntlich erfinderisch. Und tatsächlich lassen sich einige wichtige Entdeckungen auf akuten Wassermangel zurückführen. Die Sichel beispielsweise ist eine solche Erfindung. Vermutlich wurde sie entwickelt, als ein Klimawandel in Nordafrika zu Dürreperioden führte. Mit diesem neuen Instrument war es möglich, sich in der Nähe von Flüssen niederzulassen, Ackerbau und Viehzucht zu betreiben und Vorräte einzulagern. Hochkulturen entstanden zunächst bevorzugt an großen Flussläufen. Ein gutes Beispiel hierfür ist Ägypten, das allein den Fluten des Nils und dem fruchtbaren Nilschlamm seinen frühen Aufschwung verdankte. Ein umfangreicher Verwaltungsapparat entstand einzig und allein zu dem Zweck, Wasser und Vorräte sinnvoll zu verteilen. Damit wird Wasser zu einem der Hauptfaktoren für die Bildung komplexer gesellschaftlicher Strukturen.

      Unsere Abhängigkeit vom Wasser hat sich seit den Zeiten der Ägypter kaum geändert. Mittlerweile haben wir jedoch die Möglichkeiten, Süßwasser in großem Stil dort festzuhalten, wo wir es brauchen.

      Film von Ruth Omphalius und Charles Colville aus der Reihe "Terra X"

      Thema: Die Macht der Elemente

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