• 01.01.2020
      01:30 Uhr
      Die Kelten Europas vergessene Macht | phoenix
       

      Im 4. Jahrhundert vor Christus sind die Kelten ihren römischen Feinden in Bezug auf Waffen und Kriegsführung weit überlegen. Im Jahr 387 v. Chr. erleiden die Römer in der Schlacht an der Allia eine empfindliche Niederlage. Das römische Heer wird von den keltischen Kriegern überrannt, und die Stadt Rom von den Männern des Brennus eingenommen, das Kapitol belagert. Erst nach Monaten kommt es zu einem Friedensvertrag - mit schlechten Bedingungen für die Römer.

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 01.01.20
      01:30 - 02:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Im 4. Jahrhundert vor Christus sind die Kelten ihren römischen Feinden in Bezug auf Waffen und Kriegsführung weit überlegen. Im Jahr 387 v. Chr. erleiden die Römer in der Schlacht an der Allia eine empfindliche Niederlage. Das römische Heer wird von den keltischen Kriegern überrannt, und die Stadt Rom von den Männern des Brennus eingenommen, das Kapitol belagert. Erst nach Monaten kommt es zu einem Friedensvertrag - mit schlechten Bedingungen für die Römer.

       

      Die Kelten waren geschickte Handwerker und international agierende Händler. Ihre Krieger lehrten die Römer nicht nur das Fürchten, sondern auch die Kriegsführung. Im 1. Jahrtausend vor Christus ist Europa fest in der Hand der Kelten. Ihre Stammesgebiete reichen von Britannien über Zentraleuropa bis nach Anatolien. Als im 4. Jahrhundert vor Christus große Stammesverbände die Alpen überqueren, fordern sie damit Rom heraus. Am 18. Juli 387 vor Christus erleiden die Römer in der Schlacht an der Allia eine empfindliche Niederlage. Das römische Heer wird von den keltischen Kriegern überrannt, und die Stadt Rom von den Barbaren - wie die Römer die Kelten nennen - eingenommen. Die Kelten sind den Römern in Bezug auf Waffen und Kriegsführung weit überlegen.
      Von der Bronze- in die Eisenzeit Frühe Anfänge ihrer Kultur finden sich im österreichischen Hallstatt, wo sich im 8. Jahrhundert vor Christus dank des Salzabbaus nicht nur eine reiche Kultur entwickelt, sondern auch der Übergang von der Bronze- in die Eisenzeit in Europa nachvollziehen lässt. Funde in so genannten Fürstensitzen machen deutlich, wie weit die Handelskontakte der Kelten reichten. Ein Beispiel ist die Heuneburg, eine Großsiedlung, die tausenden Einwohnern Platz bot. Die Fürstensitze zeugen außerdem vom Schönheitssinn der Kelten.
      "Wehe den Besiegten" Im 4.Jahrhundert vor Christus bleibt den von den Kelten bedrohten Römern nichts anderes übrig als sich freizukaufen. Sieben Monate belagern die keltischen Truppen den Kapitol-Hügel, auf dem sich die Römer verschanzt haben. Gegen die Zahlung von 1000 Pfund Gold sind sie bereit, sich zurückzuziehen. Beim Abwiegen des Goldes benutzen die Kelten ihre eigenen Gewichte, die schwerer sind als die der Römer. Als sich die Römer beschweren, legt der Anführer der Kelten noch sein Schwert in die Waagschale und spricht die berühmten Worte: "Vae victis", "Wehe den Besiegten". Die Kelten werden für die aufstrebende Macht vom Tiber zum Trauma und letztendlich zum Auslöser für deren Aufstieg zur Weltmacht.

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      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 01.01.20
      01:30 - 02:15 Uhr (45 Min.)
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      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 13.12.2019