• 21.04.2018
      21:45 Uhr
      Die Europa-Saga (6/6) Wo wir stehen - was uns bleibt | PHOENIX
       

      Ist die Freude, der "schöne Götterfunke", von der Schillers "Ode" und das Motiv aus Beethovens "Neunter" als Europa-Hymne künden, schon erloschen? Finanzkrisen, Schuldenberge, Flüchtlingswellen, "Brexit", Konflikte um Werte und Ziele haben in Europa Skepsis an die Stelle früherer Aufbruchsstimmung rücken lassen. Dabei hat die Gemeinschaft inzwischen einen Grad der Annäherung erlangt, von der manche Gründerväter allenfalls zu träumen wagten: das Ende des Kalten Krieges, die Öffnung nach Osten, die große Zahl der Mitglieder, gemeinsame Errungenschaften auf vielen Feldern.

      Samstag, 21.04.18
      21:45 - 22:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Ist die Freude, der "schöne Götterfunke", von der Schillers "Ode" und das Motiv aus Beethovens "Neunter" als Europa-Hymne künden, schon erloschen? Finanzkrisen, Schuldenberge, Flüchtlingswellen, "Brexit", Konflikte um Werte und Ziele haben in Europa Skepsis an die Stelle früherer Aufbruchsstimmung rücken lassen. Dabei hat die Gemeinschaft inzwischen einen Grad der Annäherung erlangt, von der manche Gründerväter allenfalls zu träumen wagten: das Ende des Kalten Krieges, die Öffnung nach Osten, die große Zahl der Mitglieder, gemeinsame Errungenschaften auf vielen Feldern.

       

      Ist die Freude, der "schöne Götterfunke", von der Schillers "Ode" und das Motiv aus Beethovens "Neunter" als Europa-Hymne künden, schon erloschen? Finanzkrisen, Schuldenberge, Flüchtlingswellen, "Brexit", Konflikte um Werte und Ziele haben in Europa Skepsis an die Stelle früherer Aufbruchsstimmung rücken lassen. Dabei hat die Gemeinschaft inzwischen einen Grad der Annäherung erlangt, von der manche Gründerväter allenfalls zu träumen wagten: das Ende des Kalten Krieges, die Öffnung nach Osten, die große Zahl der Mitglieder, gemeinsame Errungenschaften auf vielen Feldern.

      Der Fortschritt der Einigung zeigt in Zeiten der Krise auch seine Schattenseiten: mangelnde Übereinstimmung unter den vielen Partnern, Zweifel an gemeinsamen Werten, nationale Rückbesinnung, weil europäische Lösungen ausbleiben oder auf sich warten lassen. Es sind gleich mehrere Konfliktherde, die das Gemeinschaftswerk auf die Probe stellen. Was können die Leitlinien sein für die Zukunft Europas? Am derzeitigen "Staatenverbund" allenfalls festhalten oder die Bahn frei machen für eine Bundesrepublik Europa? Mehr Kompetenzen in zentralen Politikbereichen zulassen oder doch eher etwas zurückrudern? Es bleibt wohl auf absehbare Zeit erst einmal beim Krisenmanagement, beim Navigieren auf Sicht.

      Es gibt aber auch noch die andere Erfahrung: das Europa der gemeinsamen Kultur, des selbstverständlichen Austauschs, der alltäglichen Begegnung, der Freizügigkeit, der Musik und des Sports – vom Eurovision Song Contest bis zur Champions League. Was sagen die Umfragen? Wie denken die Bürger über die Union, wie über ihre Nachbarn, was erwarten sie von der gemeinsamen Zukunft? Quo vadis, Europa? Darauf sucht Christopher Clark in der letzten Folge der "Europa-Saga" Antworten.

      Film von Sabine Klauser, Gero von Boehm, Dorothea Nölle, Christel Fromm, Martin Carazo Mendez

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