• 06.08.2018
      00:00 Uhr
      forum wirtschaft spezial Nichts dazugelernt? Wie sicher sind Europas Banken? | PHOENIX
       

      Über zehn Jahre ist es her, dass die US-Immobilien- und Finanzkrise auch Europa erreichte. Dem regionalen Zusammenbruch des US-Hypothekenmarktes folgte damals die globale Eskalation. Wie ist die Situation heute? Welche Lehren wurden aus vergangenen Fehlern gezogen? Wie sicher sind Europas Banken? Moderator Markus Gürne diskutiert mit seinen Gästen:

      • Prof. Hans-Werner Sinn (Ökonom)
      • Antje Tillmann (Finanzpolitische Sprecherin Bundestagsfraktion, CDU)
      • Diane Zetzmann-Krien (Geschäftsführerin Trumpf Financial Services)
      • Marc Tüngler (Hauptgeschäftsführer Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz)

      Nacht von Sonntag auf Montag, 06.08.18
      00:00 - 01:00 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo

      Über zehn Jahre ist es her, dass die US-Immobilien- und Finanzkrise auch Europa erreichte. Dem regionalen Zusammenbruch des US-Hypothekenmarktes folgte damals die globale Eskalation. Wie ist die Situation heute? Welche Lehren wurden aus vergangenen Fehlern gezogen? Wie sicher sind Europas Banken? Moderator Markus Gürne diskutiert mit seinen Gästen:

      • Prof. Hans-Werner Sinn (Ökonom)
      • Antje Tillmann (Finanzpolitische Sprecherin Bundestagsfraktion, CDU)
      • Diane Zetzmann-Krien (Geschäftsführerin Trumpf Financial Services)
      • Marc Tüngler (Hauptgeschäftsführer Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz)

       

      Über zehn Jahre ist es her, dass die US-Immobilien- und Finanzkrise auch Europa erreichte. Dem regionalen Zusammenbruch des Hypothekenmarktes in den Vereinigten Staaten folgte damals die globale Eskalation. Die flächendecke Finanz- und Wirtschaftskrise verschärfte sich durch den Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers und führte schließlich zu den schwersten Erschütterungen für die Weltwirtschaft seit den 1930er-Jahren - mit dramatischen Auswirkungen auch auf die Staaten der Europäischen Union.

      Zwar hat sich die Lage im Euro-Raum inzwischen wieder spürbar verbessert. Allerdings sind immer noch mehrere Länder und Währungen von der Europäischen Schuldenkrise bedroht. Entstanden aus der Finanzkrise hatten Bankenrettungen und Konjunkturprogramme zu einer hohen Verschuldung zahlreicher europäischer Staaten geführt. So mussten, finanziert durch staatliche Mittel und letztlich auch die Steuerzahler, enorme Rettungsschirme in Form von Risikobeteiligungen, Kredithilfen und Bürgschaften für die betroffenen Länder aufgespannt werden.

      Auch wenn die Zeit überschuldeter Staatshaushalte und dramatisch einbrechender Konjunktur in den meisten Euro-Ländern vorerst gebannt scheint, geht es nun darum, die gigantische Staatsverschuldung abzubauen und die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Bereits 2013 hatten 25 EU-Länder im sogenannten Fiskalpakt vereinbart, Schulden zu reduzieren sowie entsprechende Vorschriften und Gesetze auch in ihre nationalen Verfassungen aufzunehmen. Zusätzlich wurden Mechanismen verabschiedet, die das Verhalten der Banken direkt betreffen. Durch die so genannte Bankenunion soll das Risiko der Finanzhäuser bei Spekulationen erhöht und bei einem zukünftigen Zusammenbruch der Banken zuerst deren Eigner und Anleger haftbar gemacht werden. Das so geschaffene einheitliche Aufsichtsregime soll verhindern, dass einzelne Länder riskante Finanzgeschäfte anziehen - auf Kosten der anderen Euro-Staaten und zu Lasten der Stabilität des europäischen Finanzsystems.

      Doch was haben wir wirklich gelernt aus der globalen Finanzkrise, der europäischen Schuldenkrise und der damit verbundenen Krise einzelner EU-Staaten? Mit zunehmendem Abstand zum damaligen Tiefpunkt der Finanzkrise ist inzwischen wieder eine erneute Zunahme der Risikobereitschaft im Finanzsektor zu erkennen. Wie ist die Situation heute? Welche Lehren wurden aus vergangenen Fehlern gezogen? Wie sicher sind Europas Banken?

      Wird geladen...
      Wird geladen...

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 19.11.2018