• 12.02.2018
      19:15 Uhr
      Deutschland-Saga (2/6) Was uns eint | PHOENIX
       

      Im 25. Jubiläumsjahr der Wiedervereinigung erzählt die sechsteilige "Deutschland-Saga" die Geschichte unseres Landes. Professor Christopher Clark ("Die Schlafwandler"), gebürtiger Australier und Historiker an der Universität Cambridge, begibt sich in einem nostalgischen VW Käfer Cabriolet auf den Weg durch die Epochen. Der Experte für deutsche Geschichte ist leidenschaftlich an der Frage interessiert, wie die Menschen hierzulande wurden, wie sie sind. Die Zuschauer werden an die symbolträchtigsten Orte geführt, erleben weltverändernde Leistungen und lernen jene Eigenheiten kennen, die unser Bild auch heute noch im Ausland prägen.

      Montag, 12.02.18
      19:15 - 20:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Im 25. Jubiläumsjahr der Wiedervereinigung erzählt die sechsteilige "Deutschland-Saga" die Geschichte unseres Landes. Professor Christopher Clark ("Die Schlafwandler"), gebürtiger Australier und Historiker an der Universität Cambridge, begibt sich in einem nostalgischen VW Käfer Cabriolet auf den Weg durch die Epochen. Der Experte für deutsche Geschichte ist leidenschaftlich an der Frage interessiert, wie die Menschen hierzulande wurden, wie sie sind. Die Zuschauer werden an die symbolträchtigsten Orte geführt, erleben weltverändernde Leistungen und lernen jene Eigenheiten kennen, die unser Bild auch heute noch im Ausland prägen.

       

      Jene bewegenden Szenen, die um die Welt gingen, von Wende, Mauerfall und Einigung, sind inzwischen ein Vierteljahrhundert alt. Noch immer zeugen eindrucksvolle Filmaufnahmen, Bilder und ein Musik-Hit davon, wie der "Wind des Wandels" um sich griff und die Menschen mit sich nahm. Was sich damals ereignete, zählt ohne Übertreibung zu den historischen Glücksfällen der deutschen Geschichte: Zum ersten Mal wurde die deutsche Ein-heit in Freiheit und in Frieden Wirklichkeit, eine Premiere. Doch auch schon lange davor bemühten sich Menschen immer wieder um die Einheit im Herzen Europas.Christopher Clark reist in seinem VW Käfer nach Aachen, dem Lieblingsort Karls des Großen. Der mächtige Frankenherr-scher, den bereits Zeitgenossen als "Vater Europas" bezeichne-ten, war getrieben von der Idee, ein im christlichen Glauben ge-eintes Imperium zu errichten. Schritt für Schritt dehnte er seinen Herrschaftsraum nach Osten aus, verleibte seinem Reich auch die Gebiete der Bayern und der Sachsen ein und führte dafür grausame Kriege. Es gelang ihm erstmals, die germanischen Festlandsstämme unter einem gemeinsamen Dach zu vereinen - ob es ihnen gefiel oder nicht. Karl verlieh dem europäischen Viel-völkergebilde eine politische Struktur und schuf damit auch eine Grundlage für das spätere Reich der Deutschen.
      Clarks Suche nach dem, was die Nation eint, führt ihn schließlich auf die Spur jenes Mannes, der den Deutschen eine gemeinsame Sprache gab: Martin Luther wurde zur Identifikationsfigur, zu ei-ner Art "Popstar" seiner Zeit. Er wetterte gegen das päpstliche Rom und appellierte an nationale Gefühle. Doch Luthers Refor-mation spaltete zugleich. Der Glaubensstreit führte später in den Dreißigjährigen Krieg, der das Land verwüstete und Deutschland zum Schlachtfeld Europas machte.
      Anders als zum Beispiel Briten und Franzosen gelang es den Deutschen bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts nicht, in einem geeinten Staat zu leben.
      Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Deutschland von den Siegern geteilt. Nie wieder sollten von deutschem Boden Massenmord und Krieg ausgehen. Erst nach Jahrzehnten kam die Wiedervereini-gung - in der Erkenntnis, dass Deutschland und Europa nur in enger Bindung zueinander bestehen können.

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      Montag, 12.02.18
      19:15 - 20:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 17.07.2018