• 04.04.2013
      07:30 Uhr
      Der römische Limes Grenzwall gegen die Germanenflut | PHOENIX
       

      Er ist das größte archäologische Bodendenkmal Europas und wurde 2005 zum Weltkulturerbe der Unesco erklärt: der obergermanisch-rätische Limes. Diese Demarkationslinie des römischen Weltreichs entstand im zweiten Jahrhundert nach Christus zwischen Rhein und Donau - eine logistische Meisterleistung. Geniale Vermessungsingenieure schufen eine Barriere, die häufig schnurgerade über Berge und Täler verlief. Mit einem enormen finanziellen Aufwand und dem Einsatz zahlloser Legionäre wurde eine der frühesten Staatsgrenzen errichtet.

      Donnerstag, 04.04.13
      07:30 - 08:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 07:29
      Stereo

      Er ist das größte archäologische Bodendenkmal Europas und wurde 2005 zum Weltkulturerbe der Unesco erklärt: der obergermanisch-rätische Limes. Diese Demarkationslinie des römischen Weltreichs entstand im zweiten Jahrhundert nach Christus zwischen Rhein und Donau - eine logistische Meisterleistung. Geniale Vermessungsingenieure schufen eine Barriere, die häufig schnurgerade über Berge und Täler verlief. Mit einem enormen finanziellen Aufwand und dem Einsatz zahlloser Legionäre wurde eine der frühesten Staatsgrenzen errichtet.

       

      Was sich von der Gegend von Koblenz 550 Kilometer bis Eining westlich von Regensburg erstreckte, war kein Wehrbau im eigentlichen Sinne. Es war Nachschublinie, Kommunikationsstrang und Drohkulisse, die die germanischen Nachbarn abschrecken sollte. Der Grenzwall mit seinen rund 900 Wachtürmen war eingebunden in ein System von befestigten Straßen, Militärlagern und Städten. Hier kamen die Germanen in direkten Kontakt mit der Welt der Antike, tauschten Honig, Pelze und blondes Frauenhaar gegen Luxusartikel.

      Noch heute markiert der Limes Flur- und Verwaltungsgrenzen. In ihrer Dokumentation untersucht Elli G. Kriesch mit den Methoden der Geophysik und Luftbildarchäologie den Verlauf und die Bauweise dieses Verteidigungssystems. Computeranimationen lassen die römische Militärarchitektur wieder lebendig werden, Ausgrabungen geben Auskunft über Lebens- und Essgewohnheiten der Legionäre. Verschiedene Experimente belegen die Schlagkraft von Katapulten, lassen die Strapazen langer Märsche ahnen. Der Nachbau eines Ruderschiffs in Regensburg demonstriert die Rolle der römischen Flotte auf der Donau.

      Ein Film von Elli Gabriele Kriesch

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      Donnerstag, 04.04.13
      07:30 - 08:15 Uhr (45 Min.)
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