• 27.04.2018
      21:45 Uhr
      Der Dino-Planet (3/3) Gefiederte Drachen | PHOENIX
       

      Die dritte Folge des Dreiteilers entführt in die Lebenswelten von flugfähigen und nicht flugfähigen Dinos und anderen Sauriern. Die fantastischen, teils dramatischen Geschichten rekonstruieren den Alltag der Urzeit-Reptilien auf der Basis von paläontologischen Befunden und fossilen Belegen - vollständig animiert auf höchstem graphischem Niveau.

      Freitag, 27.04.18
      21:45 - 22:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Die dritte Folge des Dreiteilers entführt in die Lebenswelten von flugfähigen und nicht flugfähigen Dinos und anderen Sauriern. Die fantastischen, teils dramatischen Geschichten rekonstruieren den Alltag der Urzeit-Reptilien auf der Basis von paläontologischen Befunden und fossilen Belegen - vollständig animiert auf höchstem graphischem Niveau.

       

      In der dritten Folge des Dreiteilers geht es um "gefiederte Drachen" und Akrobaten der urzeitlichen Lüfte. Vor 154 Millionen Jahren begibt sich im jurazeitlichen China Epidexipteryx mit extrem langen Fingern auf Insektenjagd. Der taubengroße Dino besitzt Federn, doch fliegen kann er nicht. Aber er ist ein Kletterkünstler und entkommt so Jägern wie Sinraptor.

      Später, in der frühen Kreidezeit vor 125 Millionen Jahren, liefern sich gleitflugfähige gefiederte Dinos urzeitliche Luftkämpfe: Microraptor gegen Sinornithosaurus. Arme und Beine dienen als Tragflächen. Die längeren Federn von Microraptor machen ihn zum besseren Flieger, doch am Boden sind sie nachteilig. Die Federn von Sinornithosaurus sind so gut erhalten, dass heute sogar Farbbestimmungen möglich sind. Im kreidezeitlichen Wald Chinas ist dieser Dino durch rotbraune, gelbe und schwarze Farbtöne bestens getarnt. Außerdem besitzt er Giftdrüsen, deren todbringendes Sekret er mit gerillten Zähnen seiner Beute injiziert. Im Rudel bringt er sogar größere Dinos zur Strecke.

      Von ganz anderem Kaliber sind die vogelähnlichen Dinos, die vor 80 Millionen Jahren die weiten Ebenen der Mongolei bewohnen. Gigantoraptor, acht Meter lang und 2,6 Tonnen schwer, erinnert an einen überdimensionalen Strauß. Er legt große Eier in einfache Bodennester und bebrütet sie. Weder die kleinen Oviraptoren - Eierdiebe - noch ein fünf Meter großer Fleischfresser namens Alectrosaurus haben gegen diesen spät-kreidezeitlichen Herrscher auch nur den Hauch einer Chance.

      Und noch gigantischer sind die Flugsaurier, die zehn Millionen Jahre später die Lufthoheit über der Insel Hatzeg, heute Rumänien, besitzen. Hatzegopteryx, mit zehn Meter Spannweite das größte flugfähige Tier aller Zeiten, macht hier Jagd auf junge Magyarosaurier. Das Flugmonster besitzt keine Federn, sondern Spannhäute und ist auch gut zu Fuß. Auf allen Vieren laufend ist es höher als eine Giraffe. Allein der Schädel mit seinem langen Schnabel misst drei Meter.Vor 65 Millionen Jahren beendet ein Meteoriteneinschlag in den Golf von Mexiko die Herrschaft der Dinos. An Land überlebt kein Tier, das mehr als 25 Kilogramm wiegt. Die Dinosaurier hatten zerbrechende Kontinente, steigende Meeresspiegel und unzählige Klimaveränderungen überlebt, hatten sich angepasst und weiterentwickelt. Sie waren die erfolgreichste Tiergruppe aller Zeiten. Ein kleiner Seitenzweig ist sogar der Auslöschung entgangen und hat es bis in unsere Zeit geschafft: die Vögel. Sie herrschen zwar nicht wie ihre Ahnen, aber die Lufthoheit besitzen sie allemal.

      "Gefiederte Drachen" entführt in die Lebenswelten von flugfähigen und nicht flugfähigen Dinos und anderen Sauriern. Die fantastischen, teils dramatischen Geschichten rekonstruieren den Alltag der Urzeit-Reptilien auf der Basis von paläontologischen Befunden und fossilen Belegen - vollständig animiert auf höchstem graphischem Niveau.

      Größer, gemeiner, gefräßiger. Die dreiteilige Dokumentation berichtet über die neuesten Entdeckungen aus der Welt der Urzeit-Giganten mit modernster Computertechnik und animierten 3D-Grafiken. Die spektakulären Erkenntnisse der Dino-Forschung der letzen Jahre können heute mitreißender und detailgetreuer denn je präsentiert werden.

      "Walking with Dinosaurs" war vor zehn Jahren der große, erfolgreiche Bericht über die Welt der Dinosaurier. Er kann heute als überholt gelten. Denn seitdem wurden mehr neue Dinosaurier-Arten entdeckt als in den gesamten 200 Jahren davor. Die Dino-Forschung ist heute global und umfasst alle Kontinente. Die Öffnung Chinas, die Erforschung von Arktis und Antarktis und die Vermessung der Sahara haben erstaunliche Funde zu Tage gebracht: von pflanzenfressenden Giganten, die über 30 Meter hoch wurden bis zu bunt gefiederten, angriffslustigen Riesenvögeln. Diese Funde trafen auf eine neue, interdisziplinäre Sichtweise der Paläontologie: Heute arbeiten die Urzeitforscher Hand in Hand mit Biologen, Zoologen, Physikern, Geologen, Medizinern, Historikern und Klimaforschern und bringen Licht in die Zeit der Dinosaurier, der immerhin erfolgreichsten Lebewesen des Planeten.

      In "Der Dino-Planet" wird erstmals das faszinierend farbige Federkleid der Saurier rekonstruiert. Vergleiche versteinerter Dino-Hautstücke mit den Farbpigmenten und -strukturen unserer heute lebenden Vögel machen es möglich. Kurzum, das Erdmittelalter stellt sich als ein ungemein vitales, artenreiches und farbenprächtiges Universum dar.

      Film von Nigel Paterson

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