• 12.08.2010
      12:30 Uhr
      Alarm auf der Kursk Das Drama in der Barentssee - THEMA: 10. Jahrestag - Untergang der Kursk | PHOENIX
       

      Keines der über 100 Besatzungsmitglieder überlebte den Untergang des Atom-U-Bootes Kursk am 12. August 2000. Wie es zur Katastrophe kommen konnte, ergründet die Dokumentation anhand neuester Erkenntnisse nach Bergung der Kursk im Jahr 2001.

      Donnerstag, 12.08.10
      12:30 - 13:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Keines der über 100 Besatzungsmitglieder überlebte den Untergang des Atom-U-Bootes Kursk am 12. August 2000. Wie es zur Katastrophe kommen konnte, ergründet die Dokumentation anhand neuester Erkenntnisse nach Bergung der Kursk im Jahr 2001.

       

      Stab und Besetzung

      Redaktionelle Zustaendigkeit Mark Hedgecoe

      9. August 2000. Die russische Nordmeer-Flotte läuft zu einer Übung in die Barentsee aus. Die modernen Waffen von dreißig Kriegsschiffen sollen getestet werden. Als Stolz der Marine gilt die "Kursk". Das Atom-U-Boot misst über 150 Meter Länge. Die mit Raketen und Torpedos ausgerüstete Geheimwaffe steht im Ruf, unsinkbar zu sein. Der Stahlkoloss wurde so gebaut, dass er selbst bei einem Volltreffer nicht zerstört werden kann.

      Monate lang kann die Kursk unbemerkt in den Weiten des Ozeans abtauchen. Während des Manövers am 12. August um neun Uhr bricht plötzlich der Funkkontakt ab. Der Rest des Flottenverbandes wartet vergeblich auf das Auftauchen der Kursk. Seismologen konnten zu der Zeit eine leichte und eine heftige Erschütterung in der Barentsee nachweisen.

      Das starke Beben wurde zweifellos von der gewaltigen Explosion der bootseigenen Waffen verursacht. Sie zerstörte auf einen Schlag die vorderen Sektionen des Unterseebootes. 95 Besatzungsmitglieder starben sofort. 23 Männer überlebten das Unglück. In einer Luftblase im Heck kauerten sie im Dunkeln und hofften auf Rettung. Tage lang versuchten Rettungstaucher vergeblich, die Überlebenden aus ihrem Gefängnis in 108 Meter Tiefe zu befreien. Doch niemand von der Besatzung überlebte die Katastrophe.

      Untersuchungen der russischen Regierung zur Unglücksursache ergaben, dass eine leichte Erschütterung, die etwa zwei Minuten vor der verheerenden Explosion registriert wurde, von einer Kollision mit einem amerikanischen U-Boot stammt. Die US-Marine dementierte. Erst nachdem die Kursk im Jahr 2001 gehoben wird, können Experten die verschiedenen Theorien über den Auslöser des Desasters endgültig überprüfen. Die Fehlzündung eines Torpedos gilt als wahrscheinliche Unglücksursache.

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      Donnerstag, 12.08.10
      12:30 - 13:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 17.12.2018