• 16.04.2018
      18:00 Uhr
      Kulturrevolution auf Polnisch Ein Film von Andrzej Klamt | PHOENIX
       

      Vor allem die westlich orientierte, liberale polnische Kulturszene ist der PiS-Regierung offensichtlich ein besonderer Dorn im Auge. So wurde der Vertrag des Theatermachers Jan Klata nicht verlängert. Und die Chefin des polnischen Filminstituts Magdalena Skroka, eine kritische Kulturmanagerin, wurde entlassen. Ist das der Versuch, eine lebendige und offene Kunst zu verhindern und eine neue national-konservative Kultur im Lande durchzusetzen?

      Der Film betrachtet die "Kulturrevolution auf Polnisch", zeigt Beispiele und beleuchtet die Frage, worin die neuen antideutschen und antieuropäischen Tendenzen der polnischen Politik gründen.

      Montag, 16.04.18
      18:00 - 18:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Vor allem die westlich orientierte, liberale polnische Kulturszene ist der PiS-Regierung offensichtlich ein besonderer Dorn im Auge. So wurde der Vertrag des Theatermachers Jan Klata nicht verlängert. Und die Chefin des polnischen Filminstituts Magdalena Skroka, eine kritische Kulturmanagerin, wurde entlassen. Ist das der Versuch, eine lebendige und offene Kunst zu verhindern und eine neue national-konservative Kultur im Lande durchzusetzen?

      Der Film betrachtet die "Kulturrevolution auf Polnisch", zeigt Beispiele und beleuchtet die Frage, worin die neuen antideutschen und antieuropäischen Tendenzen der polnischen Politik gründen.

       

      Vor allem die westlich orientierte, liberale polnische Kulturszene ist der PiS-Regierung offensichtlich ein besonderer Dorn im Auge. So wurde überraschend der Vertrag des international renommierten Theatermachers Jan Klata nicht verlängert. Und die Chefin des polnischen Filminstituts Magdalena Skroka, eine kritische Kulturmanagerin, wurde entlassen. Ist das der Versuch, eine lebendige und offene Kunst zu verhindern und eine neue national-konservative Kultur im Lande durchzusetzen?

      In diesem Kontext spielt auch die Haltung der katholischen Kirche in Polen eine bedeutende Rolle. Sie gilt seit Jahrhunderten als die moralische Instanz im Lande und hat bisher die PiS-Machthaber unterstützt. Doch die neue Polarisierung der Gesellschaft und die auf Ausgrenzung von Fremden basierende Politik der Machthaber haben zu Kontroversen in der Kirche geführt, und erste kritische Stimmen werden laut. Bereitet die nationalistische Politik der Regierung Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Antiislamismus einen Boden? Die Ablehnung jeglicher Annahme von Flüchtlingen in Polen durch die PiS-Regierung wird in vielen Ländern Europas als Beleg für eine polnische Regierungspolitik gesehen, die Angst vor Terrorismus und fremden Kultureinflüssen schürt.

      In Deutschland blickt man mit besonderer Sorge auf die neuen Töne aus Polen. So werden polnische Reparationsansprüche formuliert, und die Medien mit dem Argument nationalisiert, sie seien von deutschem Kapital beherrscht.

      Der Film betrachtet die "Kulturrevolution auf Polnisch", zeigt Beispiele und beleuchtet die Frage, worin die neuen antideutschen und antieuropäischen Tendenzen der polnischen Politik gründen.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 17.08.2018