• 08.10.2021
      17:15 Uhr
      Die Lausitz - Kurzdoku Kohlestaub und Zukunftsträume | phoenix
       

      Die Lausitz, in Brandenburg und Sachsen gelegen, ist landschaftlich reizvoll, politisch aber eine Region mit Sprengkraft. In Folge der Wende von 1989 verloren Zehntausende Bergarbeiter ihre Arbeit. Die Jungen gingen in den Westen, die Älteren blieben resigniert zurück. Die ZDF-Reporterinnen Nicola Albrecht und Cornelia Schiemenz sind für phoenix unterwegs zu den Menschen dieser Region, von denen sich jüngst immer mehr wieder in der alten Heimat ansiedeln.

      Freitag, 08.10.21
      17:15 - 17:30 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo

      Die Lausitz, in Brandenburg und Sachsen gelegen, ist landschaftlich reizvoll, politisch aber eine Region mit Sprengkraft. In Folge der Wende von 1989 verloren Zehntausende Bergarbeiter ihre Arbeit. Die Jungen gingen in den Westen, die Älteren blieben resigniert zurück. Die ZDF-Reporterinnen Nicola Albrecht und Cornelia Schiemenz sind für phoenix unterwegs zu den Menschen dieser Region, von denen sich jüngst immer mehr wieder in der alten Heimat ansiedeln.

       

      Die Lausitz, in Brandenburg und Sachsen gelegen, ist landschaftlich reizvoll, politisch aber eine Region mit Sprengkraft. In Folge der Wende von 1989 verloren Zehntausende Bergarbeiter ihre Arbeit. Die Jungen gingen in den Westen, die Älteren blieben resigniert zurück. Die ZDF-Reporterinnen Nicola Albrecht und Cornelia Schiemenz sind für phoenix unterwegs zu den Menschen dieser Region, von denen sich jüngst immer mehr wieder in der alten Heimat ansiedeln.

      Stephanie Auras-Lehmann hat lange in Berlin und New York gelebt, sich dann aber entschieden, nach Finsterwalde zurückzukehren, wo sie aufgewachsen ist. Den Begriff "Heimat" dürfe man nicht den falschen Leuten überlassen, sagt sie: "Ich bin hierher zurückgekehrt, weil ich nicht wollte, dass hier alles ausstirbt." Damit das klappt, hat sie eine Beratungsstelle für Rückkehrwillige gegründet; denn wer zurückkommt, der braucht Wohnung, Job und die Kinder einen Platz im Kindergarten oder in der Schule.

      Im Braunkohletagebau Welzow-Süd steuert Silke Butzlaff schon seit fast 40 Jahren ihren Eimerkettenbagger mit rund 1.500 Tonnen Arbeitsgewicht. Ursprünglich wollte sie Kindergärtnerin werden, aber erhielt zu DDR-Zeiten keine Lehrstelle. Schnell wurde jedoch der Job als Baggerfahrerin für sie zum Traumberuf: Ich war doch immer mehr so ein bisschen das Hosen-Mädchen, schmunzelt sie. Spätestens 2038 soll aber hier Schluss sein mit dem Braunkohle-Tagebau. Butzlaff engagiert sich unterdessen für einen respektvollen Umgang mit der Bergbaubranche.

      Simon Breth begab sich 2015 auf die Suche nach Freiräumen in die Lausitz. Geboren in Essen, hat Simon schon an vielen Orten dieser Welt gelebt, aber die Lausitz soll nun seine endgültige Heimat werden. Gemeinsam mit seiner Frau hat der 46-Jährige am Rande des Dorfes Annahütte einen verlassenen Bahnhof saniert und lebt hier seine Träume. Die Familie hat den alten Bahnhof zu einem Ferienhaus und Tonstudio umgebaut. Im Musikbahnhof Annahütte finden Musiker einen Ort, zu proben und ihre Musik aufzunehmen - und Simon und seine Familie Zeit, durchzuatmen und Neues zu wagen. Für Menschen wie sie ist klar: Die Lausitz ist und bleibt ihre Heimat.

      Film von Nicola Albrecht und Cornelia Schiemenz

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      Freitag, 08.10.21
      17:15 - 17:30 Uhr (15 Min.)
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      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 22.05.2022