• 08.02.2020
      11:15 Uhr
      200 Tage für den Neubau der Welt Von Jalta nach Berlin | phoenix
       

      Am Ende des Zweiten Weltkrieges ordnen vier Männer die Welt neu und geben ihr neue Werte. In Anlehnung an eine Äußerung eines der vier Beteiligten kann gesagt werden, dass das Schicksal so vieler Menschen wohl noch nie von nur vier Personen abhing: Winston Churchill, britischer Premierminister, ist seit Mai 1939 im Amt, Franklin D. Roosevelt, Präsident der USA, führte sein Land in den Krieg und wurde zum Anführer der Alliierten, Josef Stalin ist Führer der Roten Armee und Herrscher über die Sowjetunion, Harry S. Truman, Roosevelts Nachfolger, beendet den Krieg.

      Samstag, 08.02.20
      11:15 - 12:10 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo

      Am Ende des Zweiten Weltkrieges ordnen vier Männer die Welt neu und geben ihr neue Werte. In Anlehnung an eine Äußerung eines der vier Beteiligten kann gesagt werden, dass das Schicksal so vieler Menschen wohl noch nie von nur vier Personen abhing: Winston Churchill, britischer Premierminister, ist seit Mai 1939 im Amt, Franklin D. Roosevelt, Präsident der USA, führte sein Land in den Krieg und wurde zum Anführer der Alliierten, Josef Stalin ist Führer der Roten Armee und Herrscher über die Sowjetunion, Harry S. Truman, Roosevelts Nachfolger, beendet den Krieg.

       

      Bis Weihnachten 1944 kommen die alliierten Truppen im Westen nur langsam voran, während die Sowjetunion ihre große Winteroffensive im Osten startet. Im Januar 1945 marschiert die Rote Armee in Warschau ein. Das Schicksal Deutschlands und die Polen-Frage stehen im Mittelpunkt der Gespräche der Alliierten. Die Konferenz, die über die Zukunft der Welt entscheiden sollte, findet in Jalta statt. Auf der Tagesordnung stehen vier Punkte: Mit der Bombardierung Dresdens wollen die westlichen Alliierten die Moral der Deutschen untergraben und die deutsche Verteidigung schwächen, aber auch Stalin beeindrucken. Der zweite Punkt ist Roosevelts Plan, den Völkerbund durch die neu zu gründende Organisation der Vereinten Nationen zu ersetzen. Eine Weltorganisation, in der fünf große Länder - die USA, Russland, England, Frankreich und China - mit Unterstützung aller anderen Länder über das Schicksal der Welt bestimmen sollten. Der dritte Punkt ist der Kriegseintritt Russlands gegen Japan. Und der vierte ist das Entstehen von "Einflusssphären" und die damit zusammenhängende Polen-Frage. Eines ist klar, Deutschland wird zahlen müssen und die Alliierten werden das befreite Europa unterstützen. Frankreich bekommt eine Besatzungszone zugesprochen und die Vereinten Nationen werden gegründet. Eine Klausel wird geheim gehalten: Zwei oder drei Tage nach der Kapitulation Deutschlands tritt die Sowjetunion in den Krieg gegen Japan ein. Bereits nach Ende der Konferenz sichern sich Churchill und Roosevelt Positionen im Nahen und Mittleren Osten. Die Amerikaner verstärken ihre militärische Präsenz in Asien. Und Stalin setzt seinen Vormarsch im Osten fort und kümmert sich um Polen und die zukünftige Regierung des Landes. Am 12. April 1945 stirbt Präsident Roosevelt. Der nahezu unbekannte Harry S. Truman wird sein Nachfolger. Er führt mit den Russen harte Verhandlungen über Polen. Doch die Amerikaner brauchen die Unterstützung der Roten Armee in Europa, um ihre Pazifik-Front ausbauen zu können. So marschieren am 2. Mai 1945 Truppen der Roten Armee als erste in Berlin ein und befreien damit die siebte europäische Hauptstadt. Der Krieg in Europa ist zu Ende, doch noch bleibt Japan, und es gilt, sich auf eine neue Weltordnung zu einigen.

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      Samstag, 08.02.20
      11:15 - 12:10 Uhr (55 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 27.01.2020