• 13.05.2018
      12:35 Uhr
      Tom Sawyer Spielfilm Deutschland 2011 | ONE
       

      Tom Sawyer und Huckleberry Finn werden Zeugen, als der finstere Indianer Joe einen Menschen tötet. Aus Angst vor seiner Rache schwören sie sich, niemandem ein Wort zu verraten. Doch als ihr Freund Muff Potter für den Mord gehängt werden soll, müssen sie sich entscheiden.

      • Hermine Huntgeburth verfilmte den Kinderbuchklassiker über Abenteuer und Freundschaft mit Heike Makatsch und Benno Fürmann.

      Sonntag, 13.05.18
      12:35 - 14:15 Uhr (100 Min.)
      100 Min.

      Tom Sawyer und Huckleberry Finn werden Zeugen, als der finstere Indianer Joe einen Menschen tötet. Aus Angst vor seiner Rache schwören sie sich, niemandem ein Wort zu verraten. Doch als ihr Freund Muff Potter für den Mord gehängt werden soll, müssen sie sich entscheiden.

      • Hermine Huntgeburth verfilmte den Kinderbuchklassiker über Abenteuer und Freundschaft mit Heike Makatsch und Benno Fürmann.

       

      In einem kleinen Städtchen am Ufer des Mississippi erleben der junge Landstreicher Huckleberry Finn und sein bester Freund Tom Sawyer viele Abenteuer, Streiche und kleine Gaunereien, sehr zum Leidwesen von Toms Tante Polly. Doch als die Jungs sich nachts auf den gruseligen Friedhof schleichen, geraten sie in ernsthafte Schwierigkeiten: Sie werden Zeugen eines Verbrechens. Aus Wut über die Schmähungen der Stadtbewohner ersticht Joe, der gefürchtete Halbindianer, den Doktor Doc Robinson. Tom und Huck wissen, dass Indianer Joe auch sie umbringen wird, falls sie ihn verraten sollten. Daraufhin schwören sie einander, niemandem von dem Geschehenen zu berichten.
      Sie geraten in eine Zwickmühle, als ausgerechnet ihr Freund, der ständig betrunkene, aber harmlose Sargschreiner Muff Potter, am nächsten Tag des Mordes beschuldigt wird. Sein Messer ist die Tatwaffe, er kann sich wegen seines Rausches an nichts erinnern und glaubt sogar selbst schuldig zu sein. Als Indianer Joe auch noch bei Tante Polly auftaucht und Tom unmissverständlich droht, beschließen die Freunde, aus dem Ort zu fliehen und Muff im Stich zu lassen. Doch Feigheit macht sich gar nicht gut, wenn man ein Mädchen wie die Richterstocher Becky beeindrucken möchte.

      Mit "Tom Sawyer" gelang der Regisseurin Hermine Huntgeburth eine charmante, auch für Erwachsene kurzweilige, erste deutsche Verfilmung von Mark Twains populärem Jugendbuchklassiker. Die Produktion wurde mit dem Gilde-Filmpreis 2011 als bester Kinderfilm ausgezeichnet und 2012 für den Deutschen Filmpreis als programmfüllender Film nominiert. Die Kulissen für "Tom Sawyer", in denen auch der Hollywoodfilm "Unterwegs nach Cold Mountain" (2003, Regie: Anthony Minghella) gedreht wurde, sorgten für zusätzliche Authentizität.

      Die ausgezeichnet harmonierenden Jungdarsteller Louis Hofmann ("Danni Lowinski") und Leon Seidel ("Teufelskicker", 2010) bringen eine Glanzleistung. Bereits mit ihrem ersten Spielfilm "Im Kreis der Lieben" (1991) gewann Hermine Huntgeburth den Bundesfilmpreis für die beste Regie. 2002 legte sie mit "Bibi Blocksberg" bereits einen Kinderfilm vor. Mit Produktionen wie "Die weiße Massai" (2005) oder "Neue Vahr Süd" (2010) gewann sie den Bayerischen Fernsehpreis und den Grimme-Preis. Nach der erfolgreichen Kinoadaption von "Tom Sawyer" drehte Huntgeburth 2012 die Fortsetzung "Die Abenteuer des Huck Finn".

      Bereits bei der Fontane-Verfilmung "Effi Briest" stand Heike Makatsch für Hermine Huntgeburth vor der Kamera. Makatschs Karriere begann 1993 bei dem Musiksender Viva, später bei RTL II und Bravo TV. Drei Jahre später folgte mit dem Film "Männerpension" (1996) von Detlev Buck ihr erste Rolle, für die sie den Bayerischen Filmpreis als beste Nachwuchsdarstellerin bekam. Nebenrollen in "Resident Evil" (2002) von Paul W. S. Anderson und "Tatsächlich ... Liebe" (2005) von Richard Curtis brachten sie auf internationale Kinoleinwände. Bei ARTE war sie zuletzt in der Hauptrolle des Zweiteilers "Dr. Hope - Eine Frau gibt nicht auf" (2008, Regie: Martin Enlen) zu sehen.

      Benno Fürmann absolvierte seine Schauspielausbildung am New Yorker Lee Strasberg Theatre and Film Institute. Sein Durchbruch gelang ihm in Stefan Ruzowitzkys "Anatomie" (2000) an der Seite von Franka Potente. Drei Jahre später konnte er sich bereits bei "Sin Eater - Die Seele des Bösen" (2003, Regie: Brian Helgeland) als Antagonist von Heath Ledger beweisen. 2012 übernahm Fürmann eine Nebenrolle in der internationalen Produktion "In Darkness", die für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert war. Für die Rolle des Indianer Joe bekam Benno Fürmann nicht nur eine falsche Nase, für die passende Hautfarbe ging er sogar soweit, sich eine extra tiefe Solariumsbräune zuzulegen.

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