• 18.02.2018
      12:30 Uhr
      Schwule Mütter ohne Nerven Spielfilm Spanien 2005 (Reinas) | ONE
       

      In Spanien wird die Homosexuellen-Ehe legalisiert. Zu diesem feierlichen Anlass haben sich sechs junge Männer zusammengefunden, die ihrem jeweiligen Lebenspartner im Rahmen einer medienwirksamen Gruppenhochzeit das Jawort geben wollen. Die Mütter der heiratswilligen Jungs sind gestandene Frauen, die sich progressiv und weltoffen geben. Für die sexuelle Neigung ihrer geliebten Söhne bringen sie viel Verständnis auf - doch alles hat seine Grenzen.

      Sonntag, 18.02.18
      12:30 - 14:15 Uhr (105 Min.)
      105 Min.

      In Spanien wird die Homosexuellen-Ehe legalisiert. Zu diesem feierlichen Anlass haben sich sechs junge Männer zusammengefunden, die ihrem jeweiligen Lebenspartner im Rahmen einer medienwirksamen Gruppenhochzeit das Jawort geben wollen. Die Mütter der heiratswilligen Jungs sind gestandene Frauen, die sich progressiv und weltoffen geben. Für die sexuelle Neigung ihrer geliebten Söhne bringen sie viel Verständnis auf - doch alles hat seine Grenzen.

       

      Reyes (Marisa Paredes), Nuria (Verónica Forqué) und Magda (Carmen Maura) verkörpern drei höchst unterschiedliche spanische Muttertypen, die jedoch eines gemeinsam haben: Ihre drei geliebten Söhne sind schwul und wollen den jeweiligen Lebenspartnern im Rahmen einer feierlichen Massenhochzeit gemeinsam das Jawort geben. Anlass ist die offizielle Anerkennung der Homo-Ehe durch den Staat, entsprechend groß ist das Medieninteresse.

      Doch hinter den Kulissen der sich politisch korrekt gebenden Mütter beginnt es heftig zu brodeln. Reyes ist eine hochnäsige, reiche Filmdiva, die sich als moderne, weltoffene Frau versteht. Dennoch ist es ihr ein Dorn im Auge, dass ihr Filius Rafa (Raúl Jiménez) schwul ist - und obendrein noch unter Stand heiratet, nämlich ausgerechnet den Rettungssanitäter Jonás (Hugo Silva), Sohn ihres Gärtners Jacinto (Lluís Homar).

      Nuria ist eine überdrehte Nymphomanin, die in allen möglichen und unmöglichen Situationen mit Männern anbändelt - und dabei unweigerlich auch mit ihrem künftigen „Schwiegersohn“ Hugo (Gustavo Salmerón) im Bett landet.

      Magda schließlich ist eine geschäftstüchtige Unternehmerin, die mit einem Hotel für Homosexuelle, in dem das große Ereignis stattfinden soll, eine zeitgemäße Marktlücke entdeckt hat. Ihr Sohn Miguel (Unax Ugalde) will hier seine große Liebe Óscar (Daniel Hendler) ehelichen.

      Als aber die notorisch unterbezahlten Küchenangestellten samt Magdas Liebhaber, dem kubanischen Koch César (Jorge Pergugorría), streiken, droht die glamouröse Zeremonie zu platzen. Erst als alle Frauen gemeinsam die Ärmel hochkrempeln - und dabei in eine ganz traditionelle Mutterrolle zurückfallen - kann die schwule Massenhochzeit doch noch stattfinden.

      Ein treffender Titel für diese quirlige schwule Hochzeitskomödie aus Spanien wäre zweifellos auch „Alles über meine Mutter am Rande des Nervenzusammenbruchs“. Denn der Film von Manuel Gómez Pereira - bekannt durch sein erotisches Krimidrama „Die Last mit der Lust“ - ist eine Verbeugung vor dem besonderen Stil, den Gender-Themen und dem speziellen Witz seines Landsmannes Pedro Almodóvar. Mit Verónica Forqué, Marisa Paredes und Carmen Maura treten nicht zufällig drei der wichtigsten Musen aus Almodóvars Schlüsselfilmen auf. Sympathischerweise verhehlt „Schwule Mütter ohne Nerven“ nicht den Status einer Hommage. Dafür liegt im Fall Almodóvar die Messlatte zwar hoch, doch Pereira überspringt sie mühelos, dank einer überbordenden Fülle liebevoller (Insider-) Gags.

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      Sonntag, 18.02.18
      12:30 - 14:15 Uhr (105 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 27.04.2018