• 15.04.2019
      08:55 Uhr
      Quarks: Und plötzlich ist die Erde weg - Gefährliche Löcher unter uns Moderation: Ranga Yogeshwar | ONE
       

      Nur scheinbar stehen wir auf sicherem Untergrund. Denn der Boden unter uns ist keineswegs so stabil wie er zunächst scheint. Dort wimmelt es von Hohlräumen. Die Ursachen sind mannigfaltig: Natürliche Löcher, menschengemachte Löcher oder unterirdische Explosionen, die riesige Löcher hinterlassen. Wie hoch ist die Gefahr, von einem Erdloch verschluckt zu werden? Welche Ursachen gibt es? Und was kann man dagegen tun?

      Montag, 15.04.19
      08:55 - 09:40 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Nur scheinbar stehen wir auf sicherem Untergrund. Denn der Boden unter uns ist keineswegs so stabil wie er zunächst scheint. Dort wimmelt es von Hohlräumen. Die Ursachen sind mannigfaltig: Natürliche Löcher, menschengemachte Löcher oder unterirdische Explosionen, die riesige Löcher hinterlassen. Wie hoch ist die Gefahr, von einem Erdloch verschluckt zu werden? Welche Ursachen gibt es? Und was kann man dagegen tun?

       

      Nur scheinbar stehen wir auf sicherem Untergrund. Denn der Boden unter uns ist keineswegs so stabil, wie er zunächst scheint. Dort wimmelt es von Hohlräumen. Die Ursachen sind mannigfaltig: Natürliche Löcher, menschengemachte Löcher oder unterirdische Explosionen, die riesige Löcher hinterlassen. Wie hoch ist die Gefahr, von einem Erdloch verschluckt zu werden? Welche Ursachen gibt es? Und was kann man dagegen tun?

      In NRW gab es fast überall einmal Bergbau. Neben der Steinkohle wurden z.B. auch Erze oder Salze abgebaut. Zum Teil sind die alten Bergbauschächte und -stollen schon Jahrhunderte alt. Einige wurden illegal betrieben. Bei anderen weiß einfach niemand mehr genau, wo sie sind. Schätzungen gehen von etwa 60.000 verlassenen Stollen aus. Viele dieser alten Stollen und Schächte müssen in den nächsten Jahrzehnten aufwändig gesichert werden. Eine Generationenaufgabe, die derzeit jährlich ca. 25 Millionen Euro kostet.

      Allein in Thüringen gibt es schätzungsweise 8.000, auf der Schwäbischen Alb über 5.000 Erdfälle. Kein Mensch weiß, wie viele Erdfälle es auf der gesamten Erde gibt. Eigentlich sind Erdfälle ein natürliches Phänomen. In Regionen mit einem hohen Anteil an Gips-, Kalk- oder Salzgestein kann Wasser Gesteinsschichten in der Tiefe angreifen. Irgendwann können Hohlräume so groß werden, dass die Erdoberfläche kollabiert. Einige Wissenschaftler sind davon überzeugt, dass der Mensch die Bildung von Erdfällen beschleunigt, indem er in den Grundwasserhaushalt eingreift. Umso wichtiger werden Frühwarnsysteme. Sie sollen rechtzeitig Alarm schlagen, bevor Erdfälle zur Gefahr werden.

      Quarks läuft seit 1993 mit großem Erfolg im WDR Fernsehen. Das Wissenschaftsmagazin erscheint wöchentlich und beleuchtet 45 Minuten lang ein Thema aus wissenschaftlicher Sicht und verschiedensten, oft ungewöhnlichen Blickwinkeln. Wir erzählen Dinge so einfach wie möglich. Deshalb suchen wir nach dem spannendsten Zugang zu einem Thema und vermitteln Grundlagen und Hintergründe statt unverdaute Neuigkeiten. Dabei bleiben wir aktuell, zeigen Haltung und helfen unseren Zuschauern, Themen einzuordnen.

      Wird geladen...
      Wird geladen...

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 25.04.2019