• 12.05.2021
      20:15 Uhr
      Expeditionen ins Tierreich Stilles Land - Vom Verschwinden der Vögel | NDR Fernsehen
       

      Deutschlands Äcker und Weiden waren einst ein Paradies für Vögel. Kiebitze und Lerchen lieferten den Soundtrack für die Bauern bei der Arbeit. Doch die Vögel verschwinden, überall auf dem Land. In Deutschland ist die Zahl der Feld- und Wiesenvögel seit den 1980er Jahren um mehr als die Hälfte gesunken. Dieser Verlust ist ein deutliches Zeichen, irgendetwas läuft schief. Der Filmemacher Heiko De Groot zeigt in dieser Dokumentation, warum die Vögel verschwinden und welche Folgen das für uns Menschen haben könnte. Nicht zuletzt kann sogar unsere Nahrungsmittelsicherheit von ihnen abhängen.

      Mittwoch, 12.05.21
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Deutschlands Äcker und Weiden waren einst ein Paradies für Vögel. Kiebitze und Lerchen lieferten den Soundtrack für die Bauern bei der Arbeit. Doch die Vögel verschwinden, überall auf dem Land. In Deutschland ist die Zahl der Feld- und Wiesenvögel seit den 1980er Jahren um mehr als die Hälfte gesunken. Dieser Verlust ist ein deutliches Zeichen, irgendetwas läuft schief. Der Filmemacher Heiko De Groot zeigt in dieser Dokumentation, warum die Vögel verschwinden und welche Folgen das für uns Menschen haben könnte. Nicht zuletzt kann sogar unsere Nahrungsmittelsicherheit von ihnen abhängen.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Heiko De Groot
      Redaktion Ralf Quibeldey
      Produktion Frederik Keunecke

      Deutschlands Äcker und Weiden waren einst ein Paradies für Vögel. Kiebitze und Lerchen lieferten den Soundtrack für die Bauern bei der Arbeit. Doch überall auf dem Land verschwinden sie. Während es Seevögeln, Waldvögeln und den Vogelarten in den heimischen Gärten verhältnismäßig gut geht, ist die Zahl der Feld- und Wiesenvögel dramatisch zurückgegangen. In Deutschland sank ihre Zahl in den vergangenen 40 Jahren um mehr als die Hälfte. Besonders stark betroffen sind unter anderem Kiebitze (minus 93 Prozent), Braunkehlchen (minus 57 Prozent) und Rebhühner (minus 94 Prozent).

      Warum aber verschwinden gerade diese Vogelarten? Ein Grund: Die meisten Feld- und Wiesenvögel brüten auf dem Boden. Was jahrtausendelang kein Problem war, birgt heute ein hohes Risiko. In den letzten 20 Jahren hat sich die Landwirtschaft so radikal gewandelt, dass heute kaum noch Kühe draußen auf den Weiden stehen. Stattdessen bekommen sie im Stall Grassilage. Dafür werden innerhalb der Brutzeit der Vögel drei- bis viermal die Grasflächen gemäht. Beim Mähen werden regelmäßig die Nester der Vögel zerstört oder gar ihre Küken getötet.
      Der Film begleitet eine Landwirtfamilie, die einen konventionellen Milchviehbetrieb führt. Sie engagiert sich im Vogelschutz. Aber sie muss auch einen Kredit von einer halben Million Euro abbezahlen, der notwendig war, um als kleiner Familienbetrieb mit Großbauern und Agrarindustriebetrieben mithalten zu können. Denn die Preise werden von den großen Einzelhandelsunternehmen bestimmt.

      Der Filmemacher Heiko De Groot vermittelt in seiner bildstarken Dokumentation eindrücklich, wie die intensivierte Landwirtschaft das Vogelsterben verursacht, welche Bedeutung Vögel für das Überleben der Menschen haben und wie wichtig Vogelschutz ist.

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