• 16.08.2020
      20:15 Uhr
      Norddeutschland von oben Von der Nordsee an die Ems | NDR Fernsehen
       

      "Norddeutschland von oben: von der Nordsee an die Ems" zeigt fantastische Luftaufnahmen und Geschichten von Menschen, deren innovative Ideen das Leben verändern, deren Einsatz für Natur und Tiere den Bestand sichert, die alte landestypische Traditionen bewahren. Menschen, denen die Zukunft ihrer Heimat am Herzen liegt.

      Sonntag, 16.08.20
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      "Norddeutschland von oben: von der Nordsee an die Ems" zeigt fantastische Luftaufnahmen und Geschichten von Menschen, deren innovative Ideen das Leben verändern, deren Einsatz für Natur und Tiere den Bestand sichert, die alte landestypische Traditionen bewahren. Menschen, denen die Zukunft ihrer Heimat am Herzen liegt.

       

      Im Nationalpark Deutsches Wattenmeer trifft das Filmteam den Biologen und Naturfotografen Martin Stock. Er macht seit über 30 Jahren Fotos vom Watt und ist jeden Tag aufs Neue so fasziniert, dass er diese Begeisterung einfach weitergeben muss.

      Die Meeresbiologin Inez Linke züchtet in der Kieler Förde die Braunalge Laminaria. Noch ist sie eine Pionierin auf diesem Gebiet. Aber Inez Linke glaubt fest an die Zukunft der marinen Biotechnologie für Kosmetika und Arzneimittel.

      Mit 3.000 Windrädern wird in Schleswig-Holstein Strom erzeugt. Eine gute Einnahmequelle für viele Landwirte. Aber die Windparks sind auch eine Gefahr für Fledermäuse und Greifvögel. Thomas Grünkorn und Stefan Wolff achten darauf, dass im Umkreis von einem Kilometer um einen Greifvogelhorst keine neuen Windräder aufgestellt werden.

      Thomas Neudecker ist auf einem Krabbenkutter in der Nordsee unterwegs. Seine Sorge gilt den Krabbenbeständen. Deshalb sind er und die Mitarbeiter des Hamburger Thünen-Instituts für Seefischerei auf der Suche nach der optimalen Masche, mit dem Ziel, den Beifang bei der Krabbenfischerei zu minimieren.

      Martina Winkler liebt alte Nutztierrassen. Das Rotbunte Husumer Schwein hat es ihr besonders angetan. Ohne ihren und den Einsatz einiger Gleichgesinnter wäre manche alte Nutztierrasse längst ausgestorben, verdrängt von hochgezüchteten Masttieren.

      Sven Kaltenborn und Manfred Schriever fahren im Jahr etwa 16.000 Peilkilometer auf der Grimmershörn. Das Schiff ist mit Echolot ausgestattet. Damit suchen sie nach Untiefen in der Fahrrinne der Elbe. Wenn sie welche finden, schickt das Wasser- und Schifffahrtsamt Bagger, denn die in den Seekarten eingetragenen Fahrrinnentiefen müssen garantiert werden.

      Im Kehdinger Land zwischen Elbe und Oste ist der Boden voller Ton, ideal für die Herstellung von Ziegelsteinen. Matthias Rusch betreibt eine Ziegelei in Drochtersen. In vierter Generation werden hier Klinkersteine im einzigen noch bestehenden Ringofen Europas hergestellt. Keine Massenware, jeder Stein ist ein Unikat.

      Im Technologiepark Bremen tüfteln junge Forscher an einem Haushaltsroboter. Der "PR2" kann schon ganz allein Popcorn machen. Aber bis aus ihm eine alltagstaugliche Haushaltshilfe wird, ist es noch ein langer Weg.

      Auf Langeoog passen Olaf Sommers und Marco Hugens auf die Süßwasserlinse auf. Denn das Trinkwasser auf der Insel stammt aus Niederschlägen, die im Sandboden versickern. Und weil Süßwasser leichter ist als Salzwasser, schwimmt es wie ein "Fettauge" auf dem Salzwasser, von dem die Insel umgeben ist. Mischen dürfen sich die beiden Wasserarten auf keinen Fall.

      Die Teststrecke des Transrapid durchzieht das Emsland wie ein steinernes Denkmal. Das Zukunftsprojekt der Superlative ist seit 2011 stillgelegt. Aber die Magnetbahntechnologie ist nicht verschwunden. Ralf Effenberger und sein Team wollen die induktive Ladetechnik, bei der Energie drahtlos übertragen wird, für Elektroautos nutzbar machen.

      Das Emsland und die angrenzenden Kreise Cloppenburg und Vechta haben die größte Dichte an Mastbetrieben in Deutschland. Die anfallende Gülle wird auf den Äckern als Dünger ausgebracht. Gewässer und Grundwasser leiden an der Überdüngung. Blaualgenplagen und Fischsterben im Dümmer waren die Folge. Naturschützer und der einzige Berufsfischer am Dümmer haben deshalb ein Experiment gestartet mit dem Ziel, den Fischbestand in dem See zu erhöhen.

      Ein Film von Marcus Fischötter

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