• 12.12.2019
      22:00 Uhr
      2019 - Das Jahr im Norden Der Jahresrückblick mit Thomas Kausch | NDR Fernsehen
       

      Klimawandel und Umweltschutz waren und sind das größte Thema im Jahr 2019. Und damit begann es quasi wie mit einer Warnung: Gleich in der ersten Nacht vom 1. auf den 2. Januar gingen auf der MSC "Zoe" in stürmischer Nordsee über 300 Container vor Borkum über Bord. Autotüren, Fernseher, tonnenweise Plastikmüll und auch Gefahrgut mit toxischen Stoffen wurden an den Stränden angeschwemmt. Die Aufräumarbeiten dauerten Monate.

      Donnerstag, 12.12.19
      22:00 - 22:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Klimawandel und Umweltschutz waren und sind das größte Thema im Jahr 2019. Und damit begann es quasi wie mit einer Warnung: Gleich in der ersten Nacht vom 1. auf den 2. Januar gingen auf der MSC "Zoe" in stürmischer Nordsee über 300 Container vor Borkum über Bord. Autotüren, Fernseher, tonnenweise Plastikmüll und auch Gefahrgut mit toxischen Stoffen wurden an den Stränden angeschwemmt. Die Aufräumarbeiten dauerten Monate.

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Thomas Schmidt
      Autor Thomas Kausch
      Redaktionelle Leitung Carsten Löding

      Klimawandel und Umweltschutz waren und sind das größte Thema im Jahr 2019. Und damit begann es quasi wie mit einer Warnung: Gleich in der ersten Nacht vom 1. auf den 2. Januar gingen auf der MSC "Zoe" in stürmischer Nordsee über 300 Container vor Borkum über Bord. Autotüren, Fernseher, tonnenweise Plastikmüll und auch Gefahrgut mit toxischen Stoffen wurden an den Stränden angeschwemmt. Die Aufräumarbeiten dauerten Monate.

      Auch die "Fridays for Future"-Bewegung schwappte in den Norden. Das ganze Jahr über gehen Tausende Schüler auf die Straße, um gegen die Klimapolitik zu protestieren. Und es war ein Oldenburger Profisegler, Boris Herrmann, der die Gallionsfigur der Bewegung, die Jugendliche Greta Thunberg, mit seiner Jacht emissionsfrei über den Atlantik zur UNKlimakonferenz brachte. Ein Flug dorthin war für sie keine Option. So ist es auch anderen ergangen, wenn auch aus anderen Gründen: Erst ging die Fluggesellschaft Germania pleite, später auch noch das Reiseunternehmen Thomas Cook.

      Aber wer die Wärme suchte, musste in Zeiten des Klimawandels auch nicht mehr verreisen. Der heißeste Ort des Jahres 2019 war Lingen: 42,6 Grad, die höchste jemals in Deutschland gemessene Temperatur. Auf einem alten Truppenübungsplatz bei Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern entzündeten sich in der Hitze Munitionsreste und führten zum größten Flächenbrand in der Geschichte des Landes.

      Die schrecklichste Nachricht des Jahres: Der tausendfache Missbrauch von Kindern auf einem Campingplatz in Lügde nahe der Grenze zu Niedersachsen wurde bekannt. Obwohl es schon seit 20 Jahren immer wieder Hinweise gab, dass Andreas V. sich an Kindern vergeht, sprach das Jugendamt ihm ein sechsjähriges Pflegekind aus Hameln zu, dass danach jahrelang durch die Hölle ging. Polizei und Behörden versagten kläglich und versuchten das nachher noch zu vertuschen.

      Ein Jahr auch von Aufstieg und Fall: Der Niedersachse Reinhard Grindel musste nach Korruptionsverdacht als DFB-Chef zurücktreten. Die Niedersächsin Ursula von der Leyen wurde überraschend neue EU-Kommissionschefin. Und ein Abschied: Der Hamburger Modeschöpfer Karl Lagerfeld ist im Alter von 85 Jahren verstorben.

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