• 18.04.2019
      20:15 Uhr
      mareTV Hollands Nordseeinsel Terschelling - Die Perle im Watt | NDR Fernsehen
       

      Terschelling gehört zu Hollands fünf Nordseeinseln und wird auch "Perle" des Wattenmeeres genannt. Schon die 30 Kilometer Sandstrand, die mächtigen Dünen und der älteste Leuchtturm der Niederlande sind einzigartig. Die Inselbewohner, einst Walfänger und Strandräuber, sind auch heute noch besonders findig mit Dingen, die ihnen das Meer an die Küste spült. Hier schießt ein Taucher mit historischen Schiffskanonen, die er in Wracks gefunden hat. In den Dünen ernten Männer Cranberries. Und die Frauen messen sich in einem traditionellen Ruder-Rennen.

      Donnerstag, 18.04.19
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Terschelling gehört zu Hollands fünf Nordseeinseln und wird auch "Perle" des Wattenmeeres genannt. Schon die 30 Kilometer Sandstrand, die mächtigen Dünen und der älteste Leuchtturm der Niederlande sind einzigartig. Die Inselbewohner, einst Walfänger und Strandräuber, sind auch heute noch besonders findig mit Dingen, die ihnen das Meer an die Küste spült. Hier schießt ein Taucher mit historischen Schiffskanonen, die er in Wracks gefunden hat. In den Dünen ernten Männer Cranberries. Und die Frauen messen sich in einem traditionellen Ruder-Rennen.

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Tim Carlberg
      Autor Sebastian Lindemann
      Redaktionelle Leitung Ralf Quibeldey
      Redaktion Gita Datta

      Terschelling gehört zu den fünf Nordseeinseln der Niederlande und wird auch "Perle" des Wattenmeers genannt. Schon die 30 Kilometer Sandstrand, die gewaltigen Dünen und der älteste Leuchtturm der Niederlande auf der Insel sind einzigartig. Die Inselbewohner, einst Walfänger und Strandräuber, sind auch heute noch besonders findig mit Dingen, die ihnen das Meer an die Küste spült.

      Terschellings Küste ist ein Schiffsfriedhof. Wandernde Sandbänke und Orkane waren die Feinde der Seefahrer. Hunderte Wracks aus den vergangenen Jahrhunderten liegen vor der Insel und machten die Bewohnerinnen und Bewohnern zu Schatztauchern. Nico Brinck hat zusammen mit seinen Tauchkollegen zig historische Kanonen vom Grund der Nordsee geholt. Und er ist der Einzige, der sie auf Terschelling abfeuern darf. Mit Sondergenehmigung des Bürgermeisters.

      Cranberries kommen auf Terschelling eigentlich nicht vor. Der botanische Fremdling wurde der Legende nach in einer stürmischen Novembernacht 1845 in einem Holzfass angespült. Ein Strandräuber kostete von der sauren Beere und kippte die seiner Meinung nach ungenießbare Fracht wutentbrannt in die Dünen. So konnten sich die vitaminreichen Beeren ungehindert auf Terschelling verbreiten. Heute sind sie eine Delikatesse und werden ab Ende August geerntet. Das geschieht mit selbstgebauten Fangkörben aus Mistgabeln, denn keine Maschine der Welt kommt mit dem unebenen Dünenboden zurecht.

      Ein Höhepunkt des Insellebens ist jedes Jahr das traditionelle Ruderrennen, das an die wagemutigen Seenotrettungseinsätze in hölzernen Barken erinnern soll: Die Strecke beträgt qualvolle 32 Kilometer, von Harlingen auf dem Festland bis zum Hafen von Terschelling. Das Frauenteam der Terschellinger Seefahrtsschule tritt gegen 130 Teams aus den ganzen Niederlanden an. Ohne blutige Hände und wundgescheuerten Po kommt hier niemand an.

      In den Sommermonaten ist eine Armada von Freizeitseglern und Ausflugsbooten vor Terschelling auf dem Wasser. Fast täglich stranden unerfahrene Skipper auf den tückischen, wandernden Sandbänken. Arjen de Boer ist auf schnelle Rettung spezialisiert. Mit seinem 950 PS-Schlepper "Hurricane" zieht er gestrandete Boote von Sandbänken weg oder schleppt im Sturm havarierte Jachten in den Hafen.

      Die "Jenni Baynton" war über 40 Jahre lang als Feuerschiff vor Englands Küsten unterwegs, bis sie im Hafen von Harlingen von Funkamateuren zu einem Radioschiff umgebaut wurde. Radioschiffe haben in den Niederlanden Tradition: In den 1960er- und 1970er-Jahren betrieben Beatfreaks Piratensender auf der Nordsee, aus Protest gegen das "verstaubte" Programm der gewöhnlichen Radiostationen. Einmal im Jahr legt die "Jenni Baynton" ab und geht offshore als Radio Seagull auf Sendung, als das letzte aktive Radioschiff der Welt.

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