• 16.03.2018
      20:15 Uhr
      die nordstory - Lebenswege auf Föhr NDR Fernsehen
       

      Föhr gilt als die grüne Insel im Nordfriesischen Wattenmeer. Ein Sehnsuchtsort für viele. 200.000 Touristen kommen jedes Jahr für den Urlaub in die "friesische Karibik". Hier gibt es das Meer und den Strand, Landwirtschaft, Wiesen und Weiden. Die Insulaner entwickeln Ideen und strengen sich an, um ihr Inselparadies attraktiv zu halten. Doch das allein genügt nicht. Die Probleme sind unübersehbar: Klimawandel, Plastik im Meer, Wohnungsnot und explodierende Immobilienpreise gehören zum Alltag auf Föhr.

      Freitag, 16.03.18
      20:15 - 21:15 Uhr (60 Min.)
      60 Min.

      Föhr gilt als die grüne Insel im Nordfriesischen Wattenmeer. Ein Sehnsuchtsort für viele. 200.000 Touristen kommen jedes Jahr für den Urlaub in die "friesische Karibik". Hier gibt es das Meer und den Strand, Landwirtschaft, Wiesen und Weiden. Die Insulaner entwickeln Ideen und strengen sich an, um ihr Inselparadies attraktiv zu halten. Doch das allein genügt nicht. Die Probleme sind unübersehbar: Klimawandel, Plastik im Meer, Wohnungsnot und explodierende Immobilienpreise gehören zum Alltag auf Föhr.

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Angela Hennemann
      Autor Veit Bentlage
      Redaktion Katrin Glenz
      Andrea Jedich

      Föhr gilt als die grüne Insel im Nordfriesischen Wattenmeer. Ein Sehnsuchtsort für viele. 200.000 Touristen kommen jedes Jahr für den Urlaub in die "friesische Karibik". Hier gibt es das Meer und den Strand, Landwirtschaft, Wiesen und Weiden.

      Die Insulaner entwickeln Ideen und strengen sich an, um ihr Inselparadies attraktiv zu halten. In der Saison pflegen sie ihre Traditionen und nutzen die Touristen als willkommene Einnahmequelle.

      Doch das allein genügt nicht. Die Probleme sind unübersehbar: Klimawandel, Plastik im Meer, Wohnungsnot und explodierende Immobilienpreise gehören zum Alltag auf Föhr.

      Krabbenfischer Henning Dulz hat bei fast jedem Fang Tüten aus Plastik, Joghurtbecher oder Folien im Netz. Um den Plastikmüll im Meer zu verringern, will der Fischer seine Netze jetzt ohne Kunststoff herstellen. Rückendeckung bekommt er von Experten, finanzielle Mittel auch von der Politik.

      Immer mehr Häuser werden in den Inseldörfern zu astronomischen Preisen von reichen Investoren vom Festland gekauft. "Wir Inselbewohner können schon lange nicht mehr mithalten. Es ist einfach zu teuer", erklärt Dirk Hückstädt. Der gebürtige Insulaner besitzt eine Wassersportschule und weiß genau, wie schwer es ist, auf der Insel zu bauen oder zu mieten.

      Ein neues Konzept für seinen Betrieb hat Bäcker Volker Hansen entdeckt. Er setzt mehr und mehr auf Insel-Regionalität. Sein Rezept: so viele Zutaten von der Insel wie möglich. Roggen und Milch kauft er bereits von einem Föhrer Landwirt. Nun ist er auf der Suche nach Eiern, die von Hühnern auf der Insel gelegt werden.

      Seit 25 Jahren ist Erik Wögens Biobauer auf Föhr. Damals wurde er belächelt, heute ist er anerkannt, aber nach wie vor der einzige Ökolandwirt mit Milchvieh auf der Insel. Kraftfutter bekommen seine Kühe nicht. Sie laufen das ganze Jahr über auf der Weide und fressen das Inselgras. Zwar geben seine Kühe nur halb so viel Milch wie Hochleistungskühe. Aber das stört ihn nicht: "Wenn das nicht funktionieren würde, wären wir ja schon längst pleite."

      Eine Auswirkung des Klimawandels macht sich Lenz Roeloffs zunutze. Er baut auf Föhr Wein an. Der 21-Jährige hat das Winzerhandwerk erlernt und bewirtschaftet einen zwei Hektar großen Weinberg. Der Wein gelingt ihm so gut, dass die Anbaufläche demnächst vergrößert werden soll.

      Eine Insel definiert sich neu: Die nordstory zeigt "Lebenswege auf Föhr".

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