• 07.03.2019
      20:15 Uhr
      mareTV Auf der Peloponnes - Griechenlands sagenhafte Halbinsel | NDR Fernsehen
       

      Die Peloponnes wird gern das "Herz" Griechenlands genannt. Schon die Römer schwärmten von der Halbinsel: Einsame Strände, wuchtige Berge und antike Stätten wie Mykene, Sparta oder Olympia machen die Peloponnes zu einer einzigartigen Landschaft. Hier wird das "schwarze Gold" gewonnen, die Korinthen. Der gleichnamige Kanal von Korinth ist eine Herausforderung für die Schlepperbesatzung und in Leonidio wird das Osterfest mit Papierballons gefeiert, die als "Himmelslaternen" aufsteigen. Eine Tradition, die Seefahrer auf Griechenlands sagenhafte Halbinsel gebracht haben.

      Donnerstag, 07.03.19
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Die Peloponnes wird gern das "Herz" Griechenlands genannt. Schon die Römer schwärmten von der Halbinsel: Einsame Strände, wuchtige Berge und antike Stätten wie Mykene, Sparta oder Olympia machen die Peloponnes zu einer einzigartigen Landschaft. Hier wird das "schwarze Gold" gewonnen, die Korinthen. Der gleichnamige Kanal von Korinth ist eine Herausforderung für die Schlepperbesatzung und in Leonidio wird das Osterfest mit Papierballons gefeiert, die als "Himmelslaternen" aufsteigen. Eine Tradition, die Seefahrer auf Griechenlands sagenhafte Halbinsel gebracht haben.

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Tim Carlberg
      Redaktionelle Leitung Ralf Quibeldey

      Schon die Römer schwärmten von der Halbinsel, die südlich des Festlandes ins Mittelmeer ragt und auch gern das "Herz" Griechenlands genannt wird: die Peloponnes. Einsame Strände, wuchtige Berge und antike Stätten wie Mykene, Sparta oder Olympia machen die Peloponnes zu einer einzigartigen Landschaft.

      Jannis Gavrilis baut eine kleine dunkle Traubensorte an, die, von der Sonne getrocknet, zu einer Delikatesse und zum Exportschlager der Peloponnes wird: Korinthen. Jannis bearbeitet das "schwarze Gold" wie seine Vorväter. Zum Reinigen der Trauben benutzt er noch immer eine manuelle Rüttelmaschine wie vor 150 Jahren.

      Bereits um 600 vor Christi Geburt hatte man die Idee für die wohl engste Wasserstraße der Welt. Der erste Spatenstich im Felsgestein erfolgte schon unter Kaiser Nero 67 n. Chr. Die Einweihung: 1.800 Jahre später. Heute passieren im Schnitt täglich 30 Schiffe und Freizeitboote den Kanal von Korinth, der ihnen den 400 Kilometer langen Weg um die Peloponnes erspart. Und Jannis Giannakoulias schwitzt dann hinter seinem Steuerrad, denn er ist Schlepperkapitän im Kanal und muss die Frachter ganz vorsichtig durch das Nadelöhr hindurchführen.

      Ilias Mastrogiannis ist Transportunternehmer. Auf seiner Heimatinsel Hydra sind Autos verboten, Transporte aller Art werden hier von Eseln, Maultieren und Pferden übernommen. Sie schleppen Kühlschränke, Matratzen und Baumaterial durch die engen steilen Gassen des Hauptortes.

      Helle Aufregung in Elafonissi! Jedes Frühjahr beginnt das große Wettrennen um die Barben- und Schnapperschwärme, die dann an der Südküste der Peloponnes auftauchen. Panajotis Giorgiou muss sich gegen 30 andere Fischer durchsetzen. Das Problem: Alle stammen aus demselben Ort. Und sind eigentlich gute Freunde.

      Argiris Barbounis ist Zugführer der Zahnradbahn Odontotos. Sie fährt durch Bergmassive, über Brücken ohne Geländer, vorbei an Wasserfällen. Die 22 Kilometer lange Strecke gilt als die schönste Eisenbahnstrecke Griechenlands. Für Argiris allerdings nichts als harte Arbeit: Die Weichen muss er per Hand umlegen, der Zahnradmechanismus muss kontrolliert werden, die Brücken- und Tunnelbauwerke der 1896 in Betrieb genommenen Strecke brauchen erhöhte Aufmerksamkeit.

      Im Dorf Leonidio steigen zum orthodoxen Osterfest am Karsonnabend Hunderte Papierballons in den Abendhimmel, Höhepunkt eines Brauches, den die Seeleute des Ortes aus Asien mitgebracht haben. Zuvor wetteifern Irini Smirou, ihre Kinder und fast alle anderen Familien des Dorfes darum, wer die schönsten Ballons baut. Und vor allem die flugtauglichsten Ballons. Denn wenn ein Ballon abstürzt, verbrennt oder gar nicht erst in die Luft geht, muss derjenige, der ihn gebaut hat, ein Jahr lang den Spott des ganzen Dorfes ertragen.

      Film von Till Lehmann

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