• 15.09.2021
      20:45 Uhr
      Wie Frauen in der Medizin vergessen werden MDR FERNSEHEN Mediathek
       

      Frauen sind anders als Männer. Ach nee! Aber in der Medizin ist das verrückterweise noch nicht überall angekommen. Krankheiten werden nicht geschlechtsspezifisch behandelt. Das kann für Frauen lebensgefährlich sein - beispielsweise bei Herzerkrankungen. Das Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben, ist bei Frauen fast doppelt so hoch wie bei Männern - weil ihre Symptome nicht erkannt und sie falsch behandelt werden. Sowohl bei der Diagnostik als auch bei der Verschreibung von Medikamenten gibt es Wissenslücken bei Ärztinnen und Ärzten.

      Mittwoch, 15.09.21
      20:45 - 21:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Frauen sind anders als Männer. Ach nee! Aber in der Medizin ist das verrückterweise noch nicht überall angekommen. Krankheiten werden nicht geschlechtsspezifisch behandelt. Das kann für Frauen lebensgefährlich sein - beispielsweise bei Herzerkrankungen. Das Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben, ist bei Frauen fast doppelt so hoch wie bei Männern - weil ihre Symptome nicht erkannt und sie falsch behandelt werden. Sowohl bei der Diagnostik als auch bei der Verschreibung von Medikamenten gibt es Wissenslücken bei Ärztinnen und Ärzten.

       

      Frauen sind anders als Männer. Ach nee! Aber in der Medizin ist das verrückterweise noch nicht überall angekommen. Krankheiten werden nicht geschlechtsspezifisch behandelt. Das kann für Frauen lebensgefährlich sein - beispielsweise bei Herzerkrankungen. Das Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben, ist bei Frauen fast doppelt so hoch wie bei Männern - weil ihre Symptome nicht erkannt und sie falsch behandelt werden. Sowohl bei der Diagnostik als auch bei der Verschreibung von Medikamenten gibt es Wissenslücken bei Ärztinnen und Ärzten.

      Die Ursache dafür ist die sogenannte "Gender-Data-Gap" - es gibt zu wenige Daten über Frauen in der medizinischen Forschung. In Studien werden Frauen seltener als Versuchspersonen eingeschlossen und im Studium lernen die wenigsten angehenden Ärztinnen und Ärzte etwas darüber, wie anders die Körper von Frauen und Männern bei Erkrankungen reagieren.

      Die Reporterin Laura Richter ist selbst oft krank und fragt sich, ob sie die Medikamente, die sie nimmt, eigentlich richtig dosiert. Sie lernt eine spezielle Frauen-Herzsprechstunde in Leipzig kennen und bangt mit einer Patientin, die seit Jahrzehnten Schmerzen hat, jetzt endlich richtig behandelt zu werden. In Jena kann sie in einem Labor der Universität erfahren, wie sich weibliches und männliches Blut unterscheiden und was uns das allen nützen kann.

      Wieso steuert die Pharmaindustrie nicht um - gesetzlich sind sie eigentlich schon längst dazu verpflichtet, Frauen gleichberechtigter in der Forschung zu betrachten. Es ist immerhin die Hälfte der Menschheit, die unter einer schlechteren medizinischen Versorgung leidet - oft, ohne es zu wissen.

      Film von Laura Richter

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