• 24.05.2019
      03:20 Uhr
      artour Das Kulturmagazin des MDR | MDR FERNSEHEN Mediathek
       

      Themen:

      • Die Mission der Lifeline – Eine Dokumentation über Flüchtlingsrettung auf dem Mittelmeer
      • Zuflucht Havanna – Ein Roman über eine tragische Odyssee vor 80 Jahren
      • Rocketman – das verfilmte Leben des Sir Elton John
      • Neues Buch des Philosophen Slavoj Žižek
      • Kulturkalender: Untergegangene Arbeitswelten - Fotografien von Wolfgang G. Schröter im Industriemuseum Chemnitz / Tanz im Netz von und mit Wolfgang Krause Zwieback, Magdeburg, Schauspielhaus / ONAIR live in Weimar, Köstritzer Spiegelzelt

      Moderation: Evelyn Fischer

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 24.05.19
      03:20 - 03:50 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Die Mission der Lifeline – Eine Dokumentation über Flüchtlingsrettung auf dem Mittelmeer
      • Zuflucht Havanna – Ein Roman über eine tragische Odyssee vor 80 Jahren
      • Rocketman – das verfilmte Leben des Sir Elton John
      • Neues Buch des Philosophen Slavoj Žižek
      • Kulturkalender: Untergegangene Arbeitswelten - Fotografien von Wolfgang G. Schröter im Industriemuseum Chemnitz / Tanz im Netz von und mit Wolfgang Krause Zwieback, Magdeburg, Schauspielhaus / ONAIR live in Weimar, Köstritzer Spiegelzelt

      Moderation: Evelyn Fischer

       
      • "Die Mission der Lifeline" – Eine Dokumentation über Flüchtlingsrettung auf dem Mittelmeer

      Der Filmemacher Markus Weinberg beschäftigt sich in seinem Dokumentarfilm "Die Mission der Lifeline" mit dem Dresdner Verein "Mission Lifeline". Der Verein macht sich auf den Weg in ein gefährliches Unterfangen: Seit Herbst 2017 rettet der Verein Flüchtlinge aus dem Mittelmeer. Der Vereins-Chef Axel Steier steht hinter dem Seenotrettungsprojekt. Bereits bei der Initiative Dresdner-Balkan-Konvoi hat er Erfahrungen in der Flüchtlingshilfe gesammelt. Über 30 Hilfskonvois brachten die Dresdner Aktivisten auf die Flüchtlingsrouten des Balkans, bevor die Strecke nach einem Deal mit der Türkei lahmgelegt wurde. Nachdem bei einem Hilfseinsatz auf einer griechischen Insel Flüchtlinge vor den Augen der Retter ertranken, fasste Steier den Entschluss, dass der Verein sich ein eigenes Schiff anschaffen müsse. Nachdem die Balkanroute von den Flüchtlingen nicht mehr genutzt werden kann, sind sie gezwungen, auf das Mittelmeer auszuweichen. Bereits in den ersten Monaten des Jahres 2017 ertranken auf diesem Wege Hunderte Flüchtlinge vor der libyschen Küste. Mit einer einzigartigen Spendenkampagne will Steier Geld für ein Schiff sammeln, während er parallel die Grundlagen der Seefahrt erlernt. Doch das private Leben von Axel Steier und seiner Frau verändert sich. So werden sie von PEGIDA-Ordnern verfolgt und von Rechtsextremisten bedroht. Kinostart der Dokumentation ist am 23. Mai 2019.

      • "Zuflucht Havanna" – Ein Roman über eine tragische Odyssee vor 80 Jahren

      Es war vor achtzig Jahren: 937 deutsche Juden, ausgestattet mit Touristenvisa für Kuba, begaben sich mit dem Passagierschiff St. Louis der Hamburger Reederei HAPAG auf die Flucht nach Havanna, um ein halbes Jahr nach den Ausschreitungen der Reichspogromnacht den Verfolgungen durch die Nazis zu entgehen. Doch trotz Zusage weigerte sich die kubanische Regierung, das Schiff am Pier anlaufen zu lassen. Nach Verhandlungen durften lediglich 29 Passagiere von Bord gehen. Sowohl die USA wie auch Kanada lehnten die Aufnahme der restlichen jüdischen Flüchtlinge ab, sodass das Schiff im Juni 1933 nach Europa zurückkehren musste. Die Flüchtlinge wurden schließlich in Antwerpen von Bord gelassen und auf Belgien, die Niederlande, Frankreich und Großbritannien verteilt. Einer der Passagiere auf der St. Louis hieß Erich Dublon. Er hat die Odyssee des Schiffes akribisch dokumentiert - vom ersten bis zum letzten Tag, in einem Reisetagebuch für die in Erfurt zurückgebliebenen Eltern. Aus der Familie Dublon hat niemand den Holocaust überlebt. Anlässlich des denkwürdigen Jahrestags hat der kubanische Schriftsteller Fernando Remírez diesem Ereignis einen ebenso fesselnden wie detailreichen Roman gewidmet („Zuflucht Havanna", Nora Verlag 2019). Auf Basis einer akribischen historischen Recherche rekonstruiert er nicht nur die tragische Schiffspassage, sondern liefert auch ein politisches und kulturelles Panorama der 1930er-Jahre, als Havanna noch eine Art exklusiver "Nachtclub" der amerikanischen Oberschicht war.

      • "Rocketman" – das verfilmte Leben des Sir Elton John

      Es ist schwer zu glauben, aber "Rocketman" ist der erste Film über das wechselhafte Leben und die Karriere des britischen Popmusikers Elton John, der mit bürgerlichem Namen Reginald Kenneth Dwight heißt. Gegen den Willen seines Vaters und geplagt von Selbstzweifel, verfolgt der junge Musiker den Traum von einer Musikkarriere, bis er schließlich zur Inspiration für Millionen wird. Die Hauptrolle, von Elton John persönlich ausgewählt, übernimmt Taron Egerton ("Kingsman: The Golden Circle", "Robin Hood"). „Wenn man jemanden spielen will, der die Menschen so berührt wie Elton John, dann kann man eigentlich nur versuchen, sein Leben und seine Musik so aufrichtig zu interpretieren, wie es geht", so Taron Egerton über seine herausfordernde Rolle. Ihn habe Elton Johns Aufstieg von „einem Kind aus der Arbeiterklasse zu einem der größten Stars der Welt" ganz besonders gereizt.

      • Neues Buch des Philosophen Slavoj Žižek

      "Elvis der Kulturtheorie", "kommunistischer Superstar", "Enfant terrible der Intellektuellenszene". Slavoj Žižek hat viele schmeichelhafte und weniger schmeichelhafte Titel. Seit nun mehr 30 Jahren betreibt er öffentlich ein Denken, das die Widersprüche und Disparitäten unserer Zeit benennt und sich dabei für nichts zu schade ist. Er baut sein Fundament auf den großen Philosophen und Psychoanalytikern auf - vor allem auf Hegel, Marx und Lacan - und lässt die Randbereiche individuellen Daseins und gesellschaftlicher Realitäten nicht außer acht. Berühmt berüchtigt sind seine „Metaphysik europäischer Toiletten" oder seine Interpretationen zeitgenössischer (Trash-)Filme, mit denen er sein Denken ausschmückt. Die Quintessenz dieses Ausnahmeintellekts lässt sich vielleicht auf die Formel runterbrechen: Habe den Mut, quer zu denken entgegen aller Gepflogenheiten und Denktraditionen. Jetzt hat er ein neues Buch geschrieben, das ein Plädoyer für die Rückkehr zu einer neuen Form des Kommunismus íst, weil nur er die gegenwärtigen Probleme eines aus dem Ruder laufenden globalen Kapitalismus zu lösen imstande ist: "Wie ein Dieb bei Tageslicht" heißt es. artour hat Slavoj Žižek in seiner Heimatstadt Ljubljana zum Interview getroffen.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 18.06.2019