• 17.09.2019
      20:10 Uhr
      Und jetzt sind wir hier 6-teilige deutsche Doku-Reihe 2017-2019 | KiKA
       

      1. Ankunft
      2. Freundschaft

      Dienstag, 17.09.19
      20:10 - 21:00 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      Stereo Kinderprogramm

      1. Ankunft
      2. Freundschaft

       

      Zielgruppe= 10
      LizenzInhaber= ARD / SWR
      Im August 2016 kommt der dreizehnjährige Anwar aus Syrien in Deutschland an. Zusammen mit seiner Familie war er vier Jahre zuvor vor dem Krieg in seiner Heimat geflohen. Nach jahrelangem Aufenthalt in einem Flüchtlingslager in der Türkei erreicht die Familie nun Berlin: Anwar, seine drei jüngeren Brüder, seine beiden kleinen Schwestern, Vater und Mutter.
      Wir begleiten Anwar ein Jahr lang und sind dabei, wie er Schritt für Schritt in Deutschland ankommt. Mit ihm erleben wir, was Integration bedeutet - mit allen Höhen und Tiefen, mit Zuversicht und Rückschlägen.
      In den ersten Wochen bleibt die Familie vor allem in der neuen Wohnung. Nur langsam verarbeitet sie die schrecklichen Ereignisse der letzten Monate und Jahre. Die Kinder genießen es, endlich nicht mehr in einem Zelt zu wohnen, sondern in einem richtigen Zuhause mit echten Betten, einer Dusche und einer Wohnungstür, die man abschließen kann. Ungeduldig warten die Kinder darauf, zur Schule gehen zu dürfen.
      Allmählich lernt die Familie Berlin kennen und begegnet zwischen Sankt Martin und Weihnachten den ersten deutschen Traditionen und Bräuchen. Anwar geht jetzt endlich zur Schule. Er knüpft erste Freundschaften zu anderen arabischsprachigen Jungs. Mit seinem Deutsch kommt er nur langsam voran. Die Familie muss in dieser Zeit mehrfach umziehen, weil der Vater keine Wohnung findet, in der sie länger bleiben darf. Anwar wäre überglücklich, wenn sie endlich ein festes Zuhause hätte und hat immer wieder Heimweh nach Syrien.
      Nach einem halben Jahr treffen die Eltern eine bedeutsame Entscheidung. Die Wohnungssituation ist so belastend, dass sie Berlin verlassen und ins Allgäu umziehen wollen. Dort leben Verwandte von ihnen in der Kleinstadt Marktoberdorf. Wieder setzt sich die Familie in Bewegung und nimmt Abschied von den Berliner Freunden.
      Die Ankunft in Marktoberdorf ist ein echter Tapetenwechsel. Vom lebhaften und eher anonymen Neukölln landet die Familie in einem idyllischen Örtchen, in dem jeder jeden kennt und die Uhren etwas langsamer ticken. Die syrische Verwandtschaft nimmt sie zunächst bei sich auf. Doch schon nach kurzer Zeit findet Anwars Vater eine eigene Wohnung mit unbefristetem Mietvertrag. Anwar blüht auf. Endlich hat er ein richtiges Zuhause - das erste, seitdem seine Familie vor fünf Jahren ihr Haus in Syrien zurücklassen musste. Er macht große Fortschritte beim Deutschlernen, findet Freunde unter den anderen arabischen Schülern und auch zwei deutsche Jungs aus seiner Klasse verabreden sich nach der Schule mit ihm.
      Während Anwar einerseits immer mehr in Deutschland ankommt, tragen ihn seine Erinnerungen andererseits immer wieder nach Syrien zurück. Die Bilder aus dem Krieg, die sich in sein inneres Auge eingebrannt haben, schiebt er am liebsten weg. Aber ab und zu setzt er sich hin und zeichnet sich diese Bilder von der Seele. In unserer Doku-Serie werden Anwars Zeichnungen mit Hilfe von einfachen, aber einfühlsamen Animationen lebendig. Sie sind ein immer wiederkehrendes Erzählmittel in unseren Filmen.
      Die Doku-Reihe endet nach den Sommerferien. Ein ganzes Jahr in Deutschland liegt nun hinter Anwar. Mit welchen Gefühlen blickt er auf das Jahr zurück? Mit welchen Erwartungen und Hoffnungen geht er ins neue Schuljahr? Und will er heute immer noch so bald wie möglich zurück nach Syrien oder kann er sich inzwischen sogar vorstellen, doch in Deutschland zu bleiben?
      1. Ankunft
      Anwar und seine Familie sind vor dem Krieg in Syrien geflohen. Sie haben alles zurück gelassen und waren viele Jahre unterwegs. Jetzt kommt der 13-Jährige mit seinen Eltern und seinen fünf jüngeren Geschwistern in Berlin an. Endlich wohnen sie wieder in einer Wohnung, nachdem vier Jahre lang ein Zelt in einem Flüchtlingslager in der Türkei ihr Zuhause war. Endlich sind sie in Sicherheit. Nur langsam erholen sie sich von den Strapazen der Flucht.
      Anwar und seine Geschwister können es nicht erwarten, in die Schule zu gehen. Seit langem haben sie ke

      inen richtigen Unterricht mehr gehabt. Doch sie müssen noch warten. So vertreiben sie sich die Zeit mit Spielen und üben zuhause Deutsch. Eines Tages teilt der Vater ihnen mit, dass sie nun eingeschult werden sollen. Voller Vorfreude laufen Anwar und seine Brüder mit dem Vater los. Dann stellt sich heraus, dass sie nur einen Termin auf dem Bürgeramt haben. Bisher konnten noch keine Plätze in einer Schule gefunden werden. Ein paar Wochen später ist es dann soweit: Auf dem Schulweg sagt Anwar: "Jetzt wird alles gut."
      Immer wieder wird Anwar von Erinnerungen eingeholt. Die Bilder vom Krieg in seiner Heimat und dem Leben im Lager lassen ihn nicht los. In seinem Kopf hört er die Kampfflugzeuge und Bomben. Oft setzt Anwar sich hin und malt sich die Bilder von der Seele. Er lässt uns in seine Gedankenwelt eintauchen und gibt uns ein Gefühl dafür, was er hinter sich hat.
      Die Familie kommt immer mehr in ihrer neuen Heimat an. Aber richtig zur Ruhe kommt sie nicht. Anwar und seine Brüder wissen, dass sie nicht lange in der Wohnung bleiben können. Und der Vater hat noch keine neue gefunden.
      Regie: Agnes Lisa Wegener
      Buch: Agnes Lisa Wegener
      Produktion: Kurhaus Produktion im Auftrag des SWR
      2. Freundschaft
      Anwars Familie ist nun schon seit vier Monaten in Deutschland. Anwar und seine drei jüngeren Brüder gehen zur Schule und haben unter den anderen arabischsprachigen Schülern schnell Freunde gefunden. Wenn deutsche Mitschüler sie ansprechen, verstehen sie vieles noch nicht.
      Die Familie verlässt immer öfter die Wohnung und erkundet Schritt für Schritt die Berliner Großstadt. Gemeinsam gehen die Eltern mit ihren sechs Kindern in den Zoo. Dort sehen Anwar und seine Geschwister zum ersten Mal in ihrem Leben Giraffen, Elefanten und Nilpferde. In der Adventszeit besuchen sie einen Berliner Weihnachtsmarkt. Anwar ist froh, in Berlin zu sein, doch viel lieber wäre er wieder zuhause in Syrien. Er kann es nicht erwarten, dorthin zurück zu kehren, sobald der Krieg vorbei ist. Auch in Berlin kommt er nicht zur Ruhe, denn die Familie muss wieder umziehen.
      Kurzfristig tut sich eine neue Bleibe auf: eine heruntergekommene Zweizimmerwohnung in Neukölln. Anwar ist unglücklich, aber er lässt sich nicht entmutigen. Er verabredet sich mit den älteren arabischen Jungs aus seiner Schule zum Schlittschuhlaufen. Voller Vorfreude wartet er vor dem Eisstadion auf die anderen. Nach über einer Stunde gesteht er sich enttäuscht ein, dass sie ihn wohl versetzt haben. Doch plötzlich kommt Ayed um die Ecke. Anwar erlebt, was Freundschaft bedeutet.
      Und dann treffen die Eltern eine weitreichende Entscheidung: Sie wollen Berlin verlassen und nach Bayern ziehen. Anwar fragt sich, wann er und seine Familie endlich richtig ankommen werden.
      Regie: Agnes Lisa Wegener
      Buch: Agnes Lisa Wegener
      Produktion: Kurhaus Produktion im Auftrag des SWR

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      Dienstag, 17.09.19
      20:10 - 21:00 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      Stereo Kinderprogramm

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